Wolf Ruede-Wissmann

Wolf Ruede-Wissmann

Dr. Dr. Wolf Ruede-Wissmann ist ein deutscher Theoretiker des Streitgesprächs. Bekannt wurde er für: Satanische Verhandlungskunst, Unschlagbar im Streitgespräch und Auf alle Fälle Recht behalten.

„Wer immer die Nase vorn hat im Beruf, im Privatleben, in der Politik, in der Wirtschaft, in der Gesellschaft: er beherrscht die Geheimnisse der dialektischen Rabulistik.“ (Wolf Ruede-Wissmann)

Wolf Ruede-Wissmann hat als Philosoph nicht die Prominenz eines Arthur Schopenhauer. Jedoch kann man ihn in Fragen der Manipulation und Demagogie als geistigen Kronprinz der Gegenwart bezeichnen.

Wolf Ruede-Wissmann hat sehr lesenswerte und teils einmalige Abhandlungen geschrieben, beispielsweise zu Fragetechniken oder zu unterschiedlichen Arten von Redefluss. Ein zentrales Stilmittel von Rüde-Wissmann ist die Präsentation eines fiktiven Dialogs. Dieser antike Philosophiestil dient der Präsentation eines Problems und forderte ein Zuhörer/Leser auf, sich eine Meinung zu bilden. Er nutzt auch gerne anschauliche Zeichnungen.

Schwarze Rhetorik

Wolf Ruede-Wissmann folgt in seinen Büchern dem Prinzip: „Mit satanischer Verhandlungskunst geht´s unaufhaltsam nach oben!“ (Wolf Ruede-Wissmann)

Er betont den Wert der „Unberechnenbarkeit“ in der Schwarzen Rhetorik Dabei sieht er zwei Ansätze. Das „unberechenbar negative Verhalten“ sowie das „scheinbar positive bzw. neutrale Verhalten“. Techniken können sein:

  • Tatsachenbestreitung
  • Unwahrheiten und Täuschung
  • „Dagegensein“
  • Verunsicherung – Verwirrung – Abbruch
  • Provokationen
  • „Hindernisrennen“
  • Widersprüche aufdecken
  • Das gleiche Argument
  • Fachausdrücke / Fremdwörter / Wortschwall
  • Extreme Forderungen – „Mein letztes Wort“
  • Drohungen und Konkurrenz
  • Salamitaktik oder Gesamtergebnis
  • Streßsituationen
  • Bestechung – Korruption – Erpressung – Preisabsprachen
  • Gerüchte und Verleumdungen

Menschen zu manipulieren

Wolf Ruede-Wissmann beschäftigt sich in seinem Buch mit Fragearten und -techniken. Sein Motto: „Wer fragt, der führt das Gespräch!„. Das Ziel ist es, andere Menschen zu manipulieren. Er nutzt dabei die Clausewitz´sche Dialektik von Angriff und Verteidigung, die sich auch bei Gloria Beck finden.

Wolf Ruede-Wissmann hat einen weiteren sehr wirkungsvollen Ratschlag. Es sollte die eigene Taktik sein, die rhetorischen Strategien und Taktiken der Gegner zu durchschauen und dann offen anzusprechen. Da offene Kommunikation als sozial erstrebenswert gilt, kann man angreifen ohne zugleich selber angreifbar zu sein.

Wolf Ruede-Wissmann hat im taktischen Bereich einen sehr interessanten Aspekt anzubieten. Er behandelt den Einsatz von Wortpausen in einem Gespräch. Üblicherweise heben wir zu Beginn eines Satzes die Stimme und senken sie zum Satzende. Ein guter Zuhörer kann antizipieren, wann sich in diesem Redefluss die Chance ergibt, selber einzuhaken.

Es gibt jedoch Redner, die kaum zu unterbrechen sind, weil deren Wortpausen überraschend kommen. Der Trick dabei ist, erste Worte des folgenden Satzes bereits auszusprechen und um versetzte Atempausen einzulegen, die kaum zu antizipieren sind.