Völkerwanderung

Völkerwanderung – Zeit der Umbrüche

Als „Völkerwanderung“ bezeichnet man die Zeit von 375 bis 568 n. Christus, als große vor allem indo-germanische Gruppen durch Süd- und Mitteleuropa migrierten. Der Auslöser für diese Bewegung war der Einfall der Hunnen aus dem Osten.

Der Begriff „Völkerwanderung“ wird in der modernen Forschung jedoch sehr kritisch betrachtet. Denn das Bild von wandernden Völkern vernachlässigt, dass vielmehr marodierende, lose Horden auf der Suche nach Beute weite Strecken zurücklegten.

Im Gegensatz zu einer professionellen Armee waren die germanischen Stammeskrieger jedoch mit „Kind und Kegel“ unterwegs. Das ist ein altes Sprichwort. Dahinter steht die Aussage, dass Frauen, Kinder und Leibeigene sowie der ganze Hausstand mitgeführt wurden.

Völkerwanderung Karte
Karte der Völkerwanderung mit zeitlichem Verlauf (Zeichner: Novarte von Wikimedia Commons / Lizenz: CC-BY-SA 3.0)

In der Summe waren deshalb sehr viele Personen unterwegs, die ebenso auch sehr viel Material mit sich führten. Beispielsweise griff der ost-gotische König Theoderich der Große die italienische Halbinsel im Jahr 489 mit etwa 20.000 Kriegern an. Insgesamt waren dann etwa 100.000 Personen unterwegs.

Das Bild von geschlossenen Völkern unter einem einheitlichen Kommando führt jedoch in die Irre. Es handelte sich nämlich um sehr heterogene Gruppen, die im Detail kaum und teilweise auch gar nicht voneinander getrennt werden können.

Das völkische Gefasel von Rechtsextremisten über die alten Germanen ist deshalb sachlich falsch. Überhaupt gehen Definitionen des Kernbegriffs „Volk“ auf eine Phase der Mystifizierung des Nationalismus im 19. Jahrhundert zurück. Wissenschaftlich ist diese Methodik ebenso wenig haltbar wie der Begriff von der germanischen „Rasse“:

„Das Konzept der Rasse ist das Ergebnis von Rassismus und nicht dessen Voraussetzung.“

(Aus der „Jenaer Erklärung“ des Max-Planck-Instituts von 2019)

Erster Hunnensturm ab 375

Im 4. Jahrhundert setzten sich die Hunnen in Bewegung. Das ist ein Oberbegriff für zentral-asiatische Reiter. Sie lebten ursprünglich als Halb-Nomaden jenseits der Flüsse Don und Wolga in etwa im Bereich des heutigen Kasachstan.

Völkerwanderung Hunnen Karte
Karte der Völkerwanderung der Hunnen von 375 bis 452 n. Chr.

Die Reiter zogen gen Westen und besiegten im Jahr 375 die ost-gotischen Greutungen in der heutigen Ukraine. Deren König Ermanarich beging daraufhin Selbstmord.

Dieser Angriff auf die Ost-Goten gilt als Auslöser der Völkerwanderung. Die verdrängten indo-germanischen Gruppen zogen nun selbst immer weiter nach Westen.

Das eigentliche Ziel der Völkerwanderung war zunächst das ost-römische Reich. Doch das Imperium war noch stark und insbesondere die Hauptstadt Konstantinopel konnte dank hoher Stadtmauern gut verteidigt werden.

Deshalb kam es immer wieder zu Ausweichbewegungen gegen das west-römische Reich. In den folgenden knapp 200 Jahren bewirkte das europaweit Verdrängungseffekte. Diese Kettenreaktion war dann namensgebend für den Begriff „Völkerwanderung“.

Angriff der West-Goten ab 395

Die Ost-Goten aus der Ukraine waren die ersten Opfer der Völkerwanderung. Sie wurden vorläufig von dem neuen Hunnenreich absorbiert. Die West-Goten oder auch Visigoten aus dem heutigen Rumänien konnten als größere Verbände zusammenbleiben.

Völkerwanderung Westgoten Karte
Völkerwanderung der West-Goten mit grobem Zeitverlauf (Urheber: Asta von Wikimedia Commons / Lizenz: gemeinfreies Bild)

Unter der Führung von König Alarich I. plünderten sie zunächst in Griechenland. Konstantinopel wurde wegen seiner Mauern jedoch nicht angegriffen.

Im Jahr 400 kam es sogar zu einem kurzzeitigen Bündnis von West-Goten mit Ost-Rom. Anschließend zogen sie wohl entlang der Adria-Küste nach Norden.

Im Jahr 401 griffen die West-Goten das schwache west-römische Reich an. Anschließend ließen sich zunächst für einige Jahre in Italien nieder.

Die Konflikte hielten jedoch an. Die Römer waren den etwa 30.000 west-gotischen Kriegern militärisch schon lange nicht mehr gewachsen.

408 wurde die Hauptstadt erstmals belagert. Zunächst konnte man sich jedoch mit einem enormen Lösegeld freikaufen. Doch im Jahr 410 wurde Rom geplündert.

Anschließend zogen die West-Goten noch bis in die italienische Stiefelspitze. Doch nur wenige Jahre später eroberten sie bereits den Süden von Frankreich und ließen sich anschließend auf der iberischen Halbinsel nieder.

Angriff der Vandalen ab 400

Die Vandalen waren bis etwa 400 n. Christus im Bereich des heutigen Rumänien sesshaft. Dem durch die Völkerwanderung bereits entstandenen Migrationsdruck wichen sie gen Deutschland aus.

Innerhalb weniger Jahre drangen sie bis zum römischen Limes am Rhein vor. Die einstmals so wirksame Sperrlinie stützte sich zu diesem Zeitpunkt jedoch nur noch auf den Fluss als Wasserhindernis.

Völkerwanderung Karte Vandalen
Karte der Völkerwanderung der Vandalen. (ODbL)

Der Winter 406/407 war jedoch extrem kalt. Auf dem Rhein bildete sich eine tragfähige Eisschicht.

Noch dazu waren viele römische Legionäre kurz zuvor abgezogen worden, weil die West-Goten in diesen Jahren Italien attackierten. Es kam zum systemischen Versagen der Grenzverteidigung.

Die Vandalen, aber auch Sueben und Alanen nutzten die Chance für den Rheinübergang. In der Folge plünderten sie zunächst die gallischen Provinzen. Dabei stellten sich ihnen nur noch fränkische Hilfstruppen in den Weg.

Wiederum dauerte es nur wenige Jahre, bis die Vandalen auf die iberische Halbinsel vordrangen. Dort vertrieben sie die West-Goten beziehungsweise nahmen sie in ihre Reihen auf.

Für etwa zwei Jahrzehnte waren die Vandalen während der Völkerwanderung sesshaft. In dieser Zeit erlernten sie die Seemannskunst. Unter der Führung von Geiserich setzten sie schließlich ab 429 nach Nord-Afrika über.

Bis 439 drangen sie nach Karthago vor und wurden zur Plage für ansässige Christen. Diese sammelten sich unter der geistigen Führung des Kirchenlehrers Augustinus von Hippo, der in diesen Jahren sein bekanntestes Werk schrieb: Vom Gottesstaat

Schließlich setzten die Vandalen sogar nach Sizilien über und eroberten auch die Balearen. Anschließend plünderten sie die italienische Halbinsel von Süden kommend. Im Jahr 442 diktierte Geiserich den Römern seine Friedensbedingungen.

Im Jahr 455 kam es jedoch erneut zur Plünderung Roms. Die Vandalen bauten aber kein beständiges Reich auf. Vielmehr übernahmen sie Bräuche und Sitten der Bevölkerung in den eroberten Gebieten.

Angriff der Angelsachsen ab 410

Britannien war ab 43 n. Christus von Kaiser Claudius erobert worden. Insgesamt konnten die Römer die Insel sehr effektiv mit nur vier Legionen nehmen und langfristig halten. Spätere Expeditionen führten sie sogar bis hoch zu den Orkney-Inseln.

Völkerwanderung Angelsachsen Karte
Karte der Völkerwanderung der Angelsachsen (Urheber: Notuncurious / Lizenz: CC-BY-SA 3.0)

Nach dem Beginn der Völkerwanderungszeit, wurden die britannischen Legionen endgültig abgezogen, um das römische Kernland zu verteidigen. Insbesondere der Angriff der West-Goten führte auch auf der Insel zu einem Versagen der einstmals so erfolgreichen Verteidigung.

Im Jahr 409 kam es zu einem Aufstand gegen die romanisierten Briten. Laut späterer Überlieferungen rief König Vortigern deshalb sächsische Söldner auf die Insel, die ihn militärisch unterstützen sollten.

Die beiden sächsischen Anführer Hengest und Horsa kamen 410 mit drei Schiffen. Weil es ihnen so gut im Süden von England gefiel, kamen im nächsten Jahr dann schon hunderte Krieger mit Kind und Kegel.

Ab 440 setzte dann ein großer Zuzug von Personen ein, die nachhinein als das germanische Sammelvolk der Angelsachsen bezeichnet wurden. Tatsächlich kam diese Bewegung der Völkerwanderung jedoch aus mindestens drei Gruppen:

  • Die Angeln kamen aus dem heutigen Schleswig-Holstein. Sie wurden erstmals von Tacitus im Jahr 98 n. Christus erwähnt und sind Namensgeber für das Wort „Engländer“.
  • Die Jüten kamen aus dem dänischen Jütland, nördlich von Schleswig-Holstein. Sie hatten später einen großen Einfluss auf die Entstehung der alt-englischen Sprache und siedelten schwerpunktmäßig in Kent und auf der Isle of Wight.
  • Die Sachsen oder auch Saxonen kamen aus dem heutigen Niedersachsen und Teilen der Niederlande. Diese Gruppe der Völkerwanderungszeit war ein verschmolzener Verbund mehrerer germanischer Stämme wie den Angrivariern, den Chauken und den Cheruskern.

Die Romano-Briten wehrten sich jedoch heftig gegen die Einwanderung der Angelsachsen. In diese Phase fällt auch die legendäre Geschichte des Ambrosius Aurelianus, dem Vorbild der Artus-Saga.

In der epischen Schlacht von Mons Badonicus sollen sie um 500 einen letzten großen Sieg gegen die Angelsachsen errungen haben. Dennoch gelang den Nordsee-Germanen die langfristige Etablierung in Britannien.

Sie errichteten sieben Königreiche auf dem Gebiet des heutigen England. Besonders mächtig war Wessex, deren Herrscherlinie auch die ersten englischen Könige hervorbrachte. Ihre Ära endete erst mit der normannischen Eroberung im Jahr 1066.

Zweiter Hunnensturm ab 445

Nach ihrer ersten großen Bewegung während Völkerwanderungszeit hatten die Hunnen zunächst ein Reich aufgebaut. Darin sammelten sich auch andere Gruppen wie die besiegten Ost-Goten.

Völkerwanderung Hunnen Gallien 451
Karte der Hunnenangriffe auf Gallien während der Völkerwanderung (Schöpfung: MapMaster / Lizenz: CC-BY-SA 3.0)

Das Hunnenreich an der Donau entwickelte sich zu einem neuen Machtzentrum in Europa. Als Hof nutzten die Herrscher laut Überlieferungen einen prächtigen Holzpalast. Dort lebten zumindest zeitweise auch viele Römer.

Als Attila im Jahr 434 König wurde, kam jedoch eine neue Angriffslust auf. Ein Hintergrund war, dass der legendäre König zwar nie über alle Gruppen herrschte, aber dafür leere Kassen hatte.

Die ersten Feldzüge dieser zweiten großen Welle der Völkerwanderung richteten sich wieder gegen das ost-römische Gebiet. Doch im Jahr 451 fielen sie mit etwa 45.000 Kriegern in Gallien ein.

Noch im selben Jahr kam es zur Schlacht auf den Katalaunischen Feldern. Dort stellte sich ihnen ein großes Aufgebot des west-römischen Reiches entgegen.

Etwa 40.000 Mann unter Flavius Aëtius, darunter auch West-Goten, konnten den zweiten Hunnensturm der Völkerwanderungszeit zurückwerfen. Der Frieden währte jedoch nur sehr kurz.

Im Jahr 455 wurde Rom nämlich erneut geplündert, dieses mal von den Vandalen. Der Fall der ewigen Stadt soll jedoch dank der Vermittlung von Papst Leo I. dem Großen relativ gesittet abgelaufen sein. Laut dem Geschichtsschreiber Prokop brannte nur eine Kirche nieder.

Fall West-Roms ab 475

Nach dem Erfolg von Flavius Aëtius im Jahr 451 und dem Tod von Attila im Jahr 453 hatten alte Eliten in West-Rom wieder etwas Aufwind. Ewiggestrige träumten von der Restaurierung der alten Glorie des Römischen Reiches.

Völkerwanderung Königreich Italien Karte
Odoakers Königreich von Italien (Zeichner: Thomas Lessmann von Wikimedia Commons / Lizenz: CC-BY-SA 3.0)

Unter der Führung von Orestes wurde gegen den letzten legitimen Kaiser Julius Nepos geputscht. Für diesen Zweck hatte sich der Römer mit großen Versprechen die Unterstützung von germanischen Söldnern in Italien gesichert.

Orestes inthronisierte seinen Sohn Romulus Augustus, auch bekannt als Augustulus, der „kleine Augustus“. In seinem Hochmut verweigerte der Römer den germanischen Söldnern jedoch die versprochene Belohnung.

Die Germanen haben dann ganz basisdemokratisch ihren Heerführer Odoaker zum neuen Chef erklärt. Weil die Römer über praktisch keine eigenen Truppen in Italien verfügten, war die Sache militärisch auch schnell geklärt.

Ab 476 regierte Odoaker auf der Halbinsel. Er wurde erster König von Italien und versorgte seine Söldner mit den versprochenen Geschenken. Dabei ging es vor allem um Land.

Angriff der Franken ab 476

Nach dem Fall von Italien existierte zu diesem Zeitpunkt der Völkerwanderung noch eine letzte west-römische Provinz in Gallien. Dort lebten romanisierte Ubier.

Völkerwanderung Franken Karte
Karte der fränkischen Eroberungen und Feldzüge während der Völkerwanderungszeit (Zeichner: Furfur von Wikimedia Commons / Lizenz: gemeinfreies Bild)

Der Frieden währte jedoch nur noch kurze Zeit. Die Franken unter Chlodwig I. nutzten die Gelegenheit und griffen an. Die Provinz fiel bereits unter der ersten Attacke.

Sie waren gekommen, um zu bleiben und gründeten das Frankenreich. In der Folge mussten sich die Franken jedoch selbst noch gegen andere Bewegungen der Völkerwanderungszeit behaupten.

Nach und nach konnten sie jedoch unter der Führung des Merowinger-Königs einen neuen Staat etablieren. Diese Entwicklung war beispielsweise von der Übernahme des christlichen Glaubens begleitet.

Darüber hinaus erließ der Merowinger ein schriftliches Gesetzeswerk, die Lex Salica. Ein ewiges Problem der Franken sollte jedoch ihr gewohnheitsmäßiges Erbrecht sein. Dieses sah eine gleichberechtigte Teilung unter allen männlichen Erben vor. Deshalb kam es immer wieder zu Reichsteilungen und inneren Konflikten.

Dennoch wurde in dieser Phase der Völkerwanderungszeit der Grundstein für das heutige Frankreich gelegt. Dank der Übernahme des Christentums und der Gründung von zahlreichen Klöstern konnten darüber hinaus zumindest einige Traditionen aus der römischen Antike bewahrt werden.

Angriff der Ost-Goten ab 488

Nach dem Tod von Attila und dem anschließenden Zerfall des Hunnenreiches wurden bisherige Vasallen wieder selbständig. Besondere Bedeutung sollte den Ost-Goten zukommen, die im Jahr 375 zu den ersten Opfern der Völkerwanderung zählten.

In den Jahren nach 453 wurden die Ost-Goten erst zur Plage und dann zu Verbündeten des ost-römischen Reiches. Für einige Jahrzehnte waren sie dann plötzlich die großen Profiteure der Völkerwanderungszeit.

Völkerwanderung ostgotisches Reich Karte
Karte des ostgotisches Reiches während der Völkerwandung um 508 (Zeichner: Geuiwogbil von Wikimedia Commons / Lizenz: gemeinfreies Bild)

Der ost-römische Kaiser Zenon erteilte im Jahr 488 einen formalen Auftrag an diese Verbündeten. Unter der Führung von Theoderich dem Großen sollten sie das italienische Mutterland von den Germanen befreien.

Im Jahr 489 fielen sie in Italien ein. Nach einem wechselhaften Auftakt des Feldzuges gewannen die Ost-Goten zwei entscheidende Schlachten bei Verona und am Fluss Adda in der Po-Ebene.

Odoaker zog sich daraufhin nach Ravenna zurück und wurde dort zwei Jahre lang vergeblich belagert. Aber auch ein Ausbruchsversuch, die legendäre Rabenschlacht im Jahr 491, brachte keinen eindeutigen Sieger hervor.

Da sich keine Seite militärisch durchsetzen konnte, wurde schließlich über Frieden verhandelt. Nach dem Abschluss der Gespräche richtete Theoderich der Große ein Festmahl zur Versöhnung aus.

Bei der Gelegenheit wurden dann Odoaker, seine Söhne und deren Gefolgsleute erschlagen. Der König der Ost-Goten herrschte von da an bis zu seinem Tod im Jahr 526 als neuer König von Italien. Sein Reich zerfiel anschließend jedoch in kurzer Zeit.

Angriff der Langobarden ab 568

Als letzte große Bewegung der Völkerwanderung gilt der Angriff der Langobarden ab dem Jahr 568. Die Gruppe war ein Teilstamm der germanischen Sueben.

Völkerwanderung Langobardenreich Karte
Karte des Langobardenreiches während der Völkerwanderung um 572 (Schöpfer: Castagna / Lizenz: CC-BY-SA 3.0)

Der ursprüngliche Siedlungsraum lag im Bereich der unteren Elbe. Die Langobarden waren erstmals 166 n. Christus im Zuge der Markomannenkriege in das Römische Reich eingefallen.

Doch im 6. Jahrhundert wurden sie Verbündete des ost-römischen Reiches. Ihr späterer König Alboin war dann bereits als Heerführer in ost-römischen Diensten an Feldzügen gegen das sterbende Reich der Ost-Goten beteiligt.

Das ost-römische Reich engagierte sich jedoch nicht dauerhaft in Italien. Die Langobarden nutzten deshalb unter der Führung von Alboin diese Schwäche.

Im Jahr 568 zog Alboin mit seinen Leuten auf eigene Faust erneut nach Italien und besetzte zunächst den Norden. Dort gründeten sie das Langobarden-Reich und waren namensgebend für die heutige Lombardei.

Der Einfall der Langobarden gilt als das Ende der Völkerwanderung. Tatsächlich kam es jedoch auch in den folgenden Jahrhunderten noch zu großen Migrationsbewegungen. Das ost-römische Reich wurde beispielsweise fast permanent von Arabern, Awaren, Persern und Slawen bedrängt. Ab dem 8. Jahrhundert begannen aber auch die dänischen Wikinger-Angriffe auf Britannien.