Kardinal Richelieu

Kardinal Richelieu – seine Eminenz

Armand-Jean du Plessis, 1er Duc de Richelieu wurde am 09. September 1585 in Paris geboren. Der Kardinal war unter König Ludwig XIII. der „Erste Minister“ von Frankreich und bestimmte wesentliche Linien der Politik.

Kardinal Richelieu
Kardinal Richelieu in den 1630er Jahren gemalt von Philippe de Champaigne. (gemeinfrei)

Das Ziel von Kardinal Richelieu war die Durchsetzung des Absolutismus im Inneren. Dafür ging er mit Sonderrechten und schließlich sogar seiner persönlichen Armee vor allem gegen die protestantischen Hugenotten vor.

In den äußeren Beziehungen richtete sich der Fokus von Richelieu auf die Einhegung der Habsburger. Zu diesem Zweck finanzierte der katholische Kardinal sogar den Einstieg des protestantischen Königs Gustav II. Adolf von Schweden in den 30-jährigen Krieg.

Im Vertrag von Bärwalde verpflichtete sich Richelieu zur Zahlung von 400.000 Reichstalern, um einen Stellvertreterkrieg gegen das Heilige Römische Reich in Fahrt zu bekommen. In dieser Logik wurde der Kardinal auch zum Geldgeber für rebellische Katalanen, um Aufstände gegen die Habsburger in Spanien zu provozieren.

„Der Haushalt ist der Nerv des Staates. Daher muss er den profanen Augen des Untertanen entzogen werden.“

Darüber hinaus trieb Kardinal Richelieu die Entwicklung der überseeischen Kolonien Frankreichs voran. Nach dem Vorbild der von Elisabeth I. protegierten Ostindien Kompanie schuf der Erste Minister eine private Gesellschaft mit einem Monopol auf den Handel sowie mit Sonderrechten zur Besiedelung.

Persönlich war der Kirchenfürst ein großer Freund der Künste. Er liebte guten Wein und verstarb am 04. Dezember 1642 mit einem Privatvermögen von 20 Millionen Livre als einer der reichsten Menschen seiner Zeit.

„Wenn Gott verboten hätte, Wein zu trinken, würde er dann diesen Wein so herrlich haben wachsen lassen?“

Der Schriftsteller Alexandre Dumas machte im 19. Jahrhundert aus Kardinal Richelieu den Erzschurken in seinem Roman „Die drei Musketiere“. Das Buch basiert auf der Geschichte des Comte d’Artagnan, dem Chef der königlichen Garde. Dessen historisches Leben wurde zur literarischen Darstellung jedoch etwa 20 Jahre zurückversetzt.

Kirchenfürst und Mitglied des Kronrats

Der Vater von Kardinal Richelieu war ein hoher Militär, dessen Familie bereits einige erbliche Kirchenämter anhäufen konnte. Im Alter von nur 21 Jahren erhielt der aufstrebende Sohnemann von Papst Paul V. das Amt als Bischof von Luçon.

Die Hugenottenkriege des ausgehenden 16. Jahrhunderts hatten in dem Bistum schwer gewütet. Der junge Richelieu gehörte ab 1608 dann zu den konsequenten Vertretern der Gegenreformation.

Père Joseph – die „Graue Eminenz“

In seiner Zeit als Bischof von Luçon fand Richelieu in dem Kapuziner Père Joseph einen treuen Gefährten. Der unscheinbare Mönch entstammte dem Amtsadel und war umfassend in politischen sowie militärischen Fragen bewandert.

So wurde der Mann in dem grauen Habit zum einflussreichen Berater und Strippenzieher im Hintergrund. Darüber hinaus trat er bei diplomatischen Verhandlungen als Botschafter von Richelieu auf oder wurde direkt als Agent eingesetzt.

In dieser Rolle entwickelte sich sein Spitzname als „Graue Eminenz“. Mit diesem Ausspruch werden bis heute mächtige Akteure bezeichnet, die in der Öffentlichkeit kaum sichtbar werden.

Père Joseph
Père Joseph – die „Graue Eminenz“ (gemeinfrei)

1616 verhandelte Père Joseph im Auftrag der Königinmutter Maria de’ Medici einen politischen Kompromiss mit Rebellen aus dem französischen Hochadel. Sein zentraler Verhandlungsgegner, der Herzog von Bouillon, sagte anschließend:

„Dieser Mann dringt in meine geheimsten Gedanken ein; er weiß Dinge, die ich nur einigen Leuten von erprobter Verschwiegenheit mitgeteilt habe und er geht nach Tours und kommt von dort zurück, zu Fuß, in Regen, in Schnee und Eis, in fürchterlichstem Wetter, ohne dass irgend jemand imstande ist, ihn zu beobachten. Ich will schwören, der Teufel sitzt diesem Pater im Leib.“

Die erfolgreiche Arbeit von Père Joseph für die Königinmutter und damalige Regentin Maria de’ Medici wirkte sich auch sehr positiv für Richelieu aus. Er wurde noch 1616 an den Hof berufen und zum Staatssekretär für Äußeres und Krieg ernannt.

Ermordung von Concino Concini

Das Jahr 1617 brachte jedoch zunächst einen Bruch für die Karriere von Richelieu. Der heranwachsende König Ludwig XIII. emanzipierte sich unerwartet früh von seiner Mutter und ließ den damaligen Ersten Minister Concino Concini ermorden.

Ludwig XIII.
König Ludwig XIII gemalt von Philippe de Champaigne. (gemeinfrei)

Das offenbar recht angespannte Verhältnis von Mutter und Sohn führte zur Verbannung von Maria de’ Medici. Richelieu verlor in diesem Zuge ebenfalls seine Posten.

1619 wurde Richelieu vom König jedoch reaktiviert und als Diplomat zur damals rebellierenden Mutter geschickt. Dem Strippenzieher gelang eine Vermittlung im Familienstreit, was auch zu seiner persönlichen Rehabilitierung führte.

In der Folge stand der Aufsteiger sowohl in der Gunst des Königs wie auch der Königinmutter Maria de’ Medici. Dank ihrer Fürsprache beim römischen Papst wurde er 1622 zum Kardinal von Richelieu ernannt.

1624 berief man ihn zunächst in den Kronrat und schließlich im August zum Ersten Minister. Kardinal Richelieu begann mit substantiellen Reformen der Verwaltung, entmachtete den Amtsadel, erhielt den Rang eines Generalleutnants und ließ von Père Joseph einen Nachrichtendienst aufbauen.

Chef des Nachrichtendienstes mit Privatarmee

Die „Schwarze Kammer“

Mit Hilfe seines Vertrauten Père Joseph entwickelte Kardinal Richelieu ein weitreichendes Netz an Agenten. Seine Leute durchdrangen das ganze Land und auch den Hof. Er warb beispielsweise Zofen im unmittelbaren Umfeld der königlichen Gattin Anna von Österreich an.

Kardinal Richelieu ließ mitten im Palast eine geheime Zentrale für den Nachrichtendienst einrichten – das sogenannte „Cabinet Noir“. Der Raum diente als Horchposten insbesondere zur Überwachung von Königin Anna.

Kardinal Richelieu
Kardinal Richelieu gemalt im Jahr 1636 von Philippe de Champagne. (gemeinfrei)

In seiner „Schwarzen Kammer“ ließ Kardinal Richelieu auch die abgefangene Korrespondenz des Hofes auswerten. Dabei wurden die Briefe vorsichtig mit Dampf geöffnet, gelesen und anschließend wieder verschlossen.

„Man gebe mir sechs Zeilen, geschrieben von dem redlichsten Menschen, und ich werde darin etwas finden, um ihn aufhängen zu lassen.“

Neben handfesten Verschwörungen deckte Kardinal Richelieu so vor allem auch Sex-Skandale und Verbrechen auf. Diese Informationen nutzte er dann wahlweise zur öffentlichen Anklage oder auch einfach zur Erpressung der jeweiligen Personen.

Die Abteilung arbeitete dabei ständig verdeckt, weil die gefährlichsten Feinde Frankreichs und von Ludwig XIII. im unmittelbaren Umfeld des Monarchen vermutet wurden.

Doch Kardinal Richelieu war auch selbst gefährdet. Mehrfach wurden Mordkomplotte gegen ihn geschmiedet, die letztlich jedoch vor allem den Ausbau seiner persönlichen Macht bef.

Das „Große Chiffre“

Neben den Spionen im Außendienst gehörten bereits damals auch schon Code-Knacker zu den Aktivposten der Nachrichtendienste. Botschaften, die man beispielsweise mit einem Polybios-Chiffre verschlüsselt hatte, wurden dann mit einer Häufigkeitsanalyse entziffert.

Während der Belagerung von Karthago im 3. Punischen Krieg entwickelte Polybios eine Verschlüsselungstechnik.

Die Methode wurde im 7. Jahrhundert von dem arabischen Gelehrten al-Kindī entwickelt. Bei einer solchen statistischen Analyse werden einzelne Zeichen einer Botschaft gezählt und mit der durchschnittlichen Häufigkeit von Buchtstaben abgeglichen.

Der Buchstabe „E“ kommt mit etwa 17 % beispielsweise besonders oft vor. Deshalb steht ein Zeichen in einem so verschlüsselten Text mit dieser Häufigkeit wahrscheinlich für eben diesen Buchstaben.

Solche nachrichtendienstlichen Fähigkeiten setzte man auch offensiv ein. Schon der englische Spymaster Francis Walsingham hatte sich an der gezielten Manipulation der verschlüsselten Kommunikation seiner Gegner versucht.

Die Leute von Kardinal Richelieu konnten dann beispielsweise während einer Belagerung einer Stadt der Hugenotten im Jahr 1626 einen codierten Hilferuf abfangen. Sie knackten die Botschaft, schrieben eine Absage, sandten diese zurück und der Ort kapitulierte daraufhin aus Verzweiflung – ein Paradebeispiel für psychologische Kriegsführung.

In Reaktion auf die eigenen Erfolge bei der Entschlüsselung ließ Kardinal Richelieu von dem Mathematiker Antoine Rossignol das „Grand Chiffre“ entwickeln. Dank mehrerer Sicherungen galt die Technik als unknackbar und wurde noch bis ins 19. Jahrhundert verwendet.

  • Zunächst wurden im Grand Chiffre nicht nur Buchstaben, sondern nun auch Silben verschlüsselt. Davon gibt es sehr viel mehr, so dass sich die Zahl der Codes dramatisch erhöhte.
  • Für Buchstaben oder auch Silben wurden nicht mehr nur ein, sondern mehrere verschlüsselte Zeichen verwendet. Dafür nutzte der Mathematiker auch willkürliche Zahlenfolgen.
  • Dann fügte Antoine Rossignol noch irrelevante Zeichen als Blender ein. Schließlich schrieb man in die codierten Botschaften noch gezielt einige falsche Informationen, die wiederum mit anderen Zeichen für den eingeweihten Empfänger markiert wurden.

Insgesamt sank die Anfälligkeit der Verschlüsselung für statistische Analysen entscheidend. Dennoch war die Methode in der operativen Verwendung praktikabel. Das Verfahren unterlag höchster Geheimhaltung und Verstöße gegen die Sicherheit wurden mit Hinrichtung bestraft.

Die „Garde seiner Eminenz“

Im Jahr 1626 kam es zur ersten großen Verschwörung gegen Kardinal Richelieu. Das Komplett wurde aufgedeckt und endete mit einigen Hinrichtungen.

Daraufhin erhielt Kardinal Richelieu die Erlaubnis von König Ludwig XIII., eine eigene militärische Leibwache aufzustellen. Diese „Garde seiner Eminenz zu Pferd“ bestand anfangs aus 50 Musketieren sowie Offizieren.

Wie in einem Zeitraffer wiederholte Kardinal Richelieu die Entwicklung der Prätorianer von der persönlichen Wache eines Generals bis hin zu einem militärischen Großverband:

  • Nach fünf Jahren wurde die Garde auf 120 leichte Kavalleristen ausgebaut. Darüber hinaus wurde eine Kompanie mit 100 Mann an Gendarmen als Fußtruppen aufgestellt.
  • 1634 umfasste die Infanterie zwei Kompanien an Musketieren. Im darauf folgenden Jahr kam es mit der Aufstellung eines Regiments an Dragonern zu einem weiteren bedeutenden Schritt. Als 6e régiment de cuirassiers sollte die Einheit zu einem der traditionsreichsten Verbände Frankreichs werden, der erst 1994 endgültig aufgelöst wurde.
  • Die persönliche Streitmacht von Kardinal Richelieu erreichte schließlich eine Stärke von insgesamt 2.700 Mann und wurde auch im Feld eingesetzt.

Richelieu gegen Habsburger und Hugenotten

Kardinal Richelieu war die rechte Hand eines nationalistischen Herrschers, der seine aggressiven Ideen vom Absolutismus durchsetzen wollte. Ludwig XIII. war zwar ein Pfau, der häufig nicht wirklich ernst genommen wurde. Entgegen der literarischen Darstellung hatte er jedoch auch sehr klare Vorstellungen.

Kardinal Richelieu
Kardinal Richelieu bei der Belagerung von La Rochelle gemalt von Henri-Paul Motte im Jahr 1881 (gemeinfrei)

Vor allem die Stellung der Hugenotten war dem König ein Dorn im Auge. Die Protestanten hatten nach den blutigen Kriegen des 16. Jahrhunderts durch das Edikt von Nantes einige Sonder- und Schutzrechte erhalten, so dass sie punktuell wie in La Rochelle quasi souverän waren.

Außenpolitisch stellte das Haus Habsburg die größte Bedrohung dar. Als Machthaber in Spanien und im römisch-deutschen Reich hatten sie Frankreich in einer geostrategischen Zange.

Kardinal Richelieu setzte deshalb alles dran, die Reiche der Habsburger zu destabilisieren. So wurde der katholische Kirchenfürst zum Finanzier der Protestanten im 30-jährigen Krieg und subventionierte katalanische Rebellen.

Belagerung von La Rochelle

La Rochelle ist eine Hafenstadt im Westen von Frankreich und war eine der wichtigsten Zentren der Hugenotten. Es war darüber hinaus eine sehr reiche Gemeinde, die im natürlichen Schutz von Sümpfen eine Basis für Piraten war.

Hafen La Rochelle
Befestigter Hafen von La Rochelle (gemeinfrei)

Diese Einnahmen reinvestierten die Bewohner von La Rochelle in weitere Fortifikationen und bauten die Stadt zu einer der besten Festungen dieser Zeit aus.

Mit entsprechendem Selbstbewusstsein reagierten die Hugenotten ab 1624 auf die wachsenden Attacken durch Kardinal Richelieu.

Als es zu ersten Gefechten kam und sich eine Armee formierte, baten die Bewohner von La Rochelle über den Duke of Buckingham um englische Schützenhilfe.

Der schickte eine Flotte mit 5.000 Mann zur Unterstützung der Hafenstadt, die auf der vorgelagerten Île de Ré landete. Die dortigen Forts waren jedoch bereits von Einheiten des französischen Königs besetzt worden.

Insgesamt sammelten sich nun 11.000 Mann an königlichen Truppen in der Region. Am 04. August 1624 begann die Belagerung von La Rochelle zunächst als Sitzkrieg. Man schoss noch nicht aufeinander, jedoch wurde nach und nach eine Linie von Befestigungen um die Stadt gezogen. Die Hugenotten wurden regelrecht eingemauert.

Bis zum November waren 20.000 Mann zusammen. Dann startete Ludwig XIII. den ersten Sturmangriff. Ein vorgelagertes Fort wurde eingenommen und die Engländer auf der Île de Ré aufgerieben. Der Duke of Buckingham war einer von nur 1.000 Überlebenden, die sich auf ihre Schiffe retten konnten.

Im Januar 1625 hatte die französische Armee schon 30.000 Mann in der Gegend. La Rochelle konnte dank der mächtigen Hafenbefestigung dennoch nicht vollständig von der Versorgung abgeschnitten werden.

Kardinal Richelieu übernahm schließlich persönlich den Befehl. Er ließ einen mächtigen Damm aus Holzkähnen um die Hafeneinfahrt bauen. Die Blockade führte zu einer verheerenden Hungersnot in La Rochelle mit zahllosen Toten.

Die Hugenotten kapitulierten nach einer über einjährigen Belagerung am 28. Oktober 1625. Von den ursprünglich etwa 28.000 Einwohnern hatten nur etwa 20 % überlebt.

Finanzierung von Gustav II. Adolf

Im Jahr 1618 war der 30-jährige Krieg ausgebrochen. Der Konflikt verlief in den ersten Jahren sehr erfolgreich für den Habsburger Ferdinand II. von Österreich.

Der berühmte Feldherr Albrecht von Wallenstein setzte sich nicht nur in Böhmen durch, sondern konnte schließlich auch Mecklenburg einnehmen und wurde dort als Herzog installiert. Die Belagerung von Stralsund ab April 1628 führte jedoch zu einem der Wendepunkt im 30-jährigen Krieg.

Belagerung Stralsund
Belagerung von Stralsund gemalt von Franz Hogenberg. (gemeinfrei)

Der schwedische König Gustav II. Adolf sah eine potentielle Bedrohung für seine Vormachstellung in der Ostsee. Dank zahlreicher Reformen verfügte er auch über eine sehr moderne Armee. Es fehlte jedoch das nötige Startkapital, um mit voller Wucht in diesen 30-jährigen Raubkrieg einsteigen zu können.

Nach dem Motto, dass der Feind des Feindes ein Verbündeter ist, engagierte sich nun der erzkatholische Kardinal Richelieu für die Protestanten. Im Vertrag von Bärwalde wurde am 23. Januar 1631 eine immense Zahlung von Frankreich an Schweden vereinbart.

Kardinal Richelieu stellte etwa 20 % des Startkapitals, im Gegenzug sagten die Schweden eine Entsendung von 30.000 Fußsoldaten und 6.000 Reitern zu. Das Abkommen entwickelte sich dann zu einem seiner größten Coups.

Die schwedische Armee war nämlich nicht nur an der Ostseeküste erfolgreich. Sie drangen quer durch das heutige Deutschland vor und nahmen schließlich im Mai 1632 sogar München ein. Die österreichischen Habsburger gerieten dadurch in höchste Not.

Offener Krieg gegen die Habsburger

Nach dem Tod von Gustav II. Adolf in der Schlacht von Lützen am 16. November 1632 verlor die protestantische Seite ihre Dynamik. So geriet letztlich auch Kardinal Richelieu wieder unter Zugzwang.

Bernhard von Sachsen-Weimar
Bernhard von Sachsen-Weimar gemalt von Michiel Janszoon van Mierevelt. (gemeinfrei)

1635 kam es zunächst zur Kriegserklärung gegen das Heilige Römische Reich und dann gegen Spanien. Nur leider war die französische Armee marode und hatte kaum erfahrenes Führungspersonal.

Kardinal Richelieu finanzierte deshalb nun Bernhard von Sachsen-Weimar. Dem Herzog wurden vier Millionen Livre zugesagt, um 12.000 Fußsoldaten, 6.000 Reiter sowie Artillerie aufzustellen.

Mit dieser Streitmacht fügte Herzog Bernhard dem österreichischen Kaiser Ferdinand II. auch einige Niederlagen zu. Vor allem wurde durch die Offensive ein wahrscheinlicher Angriff auf Paris abgewehrt. Mit Politik mit dem Checkbuch bewährte sich erneut.

Ab 1640 finanzierte Kardinal Richelieu auch Rebellen aus Katalonien. Diese attackierten daraufhin die Festung von Perpignan im heutigen Süden von Frankreich.