Kriegstheorie

Kriegstheorien und Militärreformer

Das COIN FM3-24 der U.S.Army aus Jahr 2006
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Theoretiker für Strategie und Taktik haben die ersten Grundlagenwerke vor 2.000 – 2.500 Jahren geschrieben. Unterschiedliche Denktraditionen zur Reduktion der Unsicherheit und Verfolgung von Interessen in kritischen Situationen haben sich über die Jahrhunderte immer weiter ausdifferenziert. Sunzi und Carl von Clausewitz sind die bekanntesten Kriegstheoretiker.

Theoretiker des Krieges analysieren vergangene Ereignisse, bilden Modelle und antizipieren auf dieser Grundlage mögliche Entwicklungen, die zukünftig bewältigt werden müssen. Nicht nur die hohen Stäbe moderner Armee sondern auch Thinktanks entwickeln Konzepte und Szenarien zur Bewältigung künftiger Krisen und der Ausdifferenzierung theoretischer Ansätze.

Theorien der Kriegsführung können mit einer Reihe von Begriffspaaren sortiert werden. Es bieten sich folgende Kategorien an: Strategie und Taktik, Angriff und Verteidigung sowie östliche und westliche Denktradition. Der wichtigste theoretische Wandel der letzten Jahrzehnte wurde von General David Petraeus nach den verheerenden Erfahrungen mit irregulären Kombattanten im Dritten Irakkrieg angestoßen und firmiert unter dem Namen: Counterinsurgency.

Kriegstheoretiker der westlichen Tradition setzen auf intellektualistische Prozessoptimierung. Entsprechend zeichnen sich diese Vertreter, beginnend mit den Römern wie Vegetius über Wallenstein später Scharnhorst und Clausewitz bis hin zum zeitgenössischen David Petraeus, durch mikroskopische Betrachtungen militärischer Organisation aus.

Kriegstheoretiker der östlichen Tradition wie Sunzi oder Mao setzen eher auf den simplizistischen Schwarm. Entsprechend zeichnen sich deren Vertreter durch den besonderen Fokus auf kollektive Leistungen aus.

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