Offiziere

Offiziere – die Kriegsbediensteten

Das Wort „Offizier“ kommt aus dem Mittellateinischen officiarius, der Kriegsbeamte oder Kriegsbedienstete. Offiziere sind meist für die Ausbildung, Logistik und die militärische Taktik verantwortlich.

Offiziere sind einem Feldherr untergeordnet. In der U.S. Army stellen sie als exemplarisches Beispiel etwa 15 % des militärischen Personals.

Die höchsten Offiziersränge bilden die Generale einer Armee bzw. die Admirale einer Marine. Innerhalb einer Generalität oder Admiralität gibt es weitere Rangordnungen.

Ihre Dienstränge beginnen meist bei dem Leutnant. Der Begriff weist auf die Funktion als Stellvertreter beziehungsweise als linke Hand des kommandierenden Offiziers hin.

Die Offiziere im Wandel der Gesellschaftsordnungen

Die antiken Profis der römischen Armee

Die römische Armee hatte aufgrund ihres hohen Reifegrades bereits früh ein professionelles Offiziers-Korps. Dabei kam früh der Unterschied zwischen den unteren und den mittleren sowie den höheren Offiziersrängen zum Vorschein.

Während sich die Unteroffiziere und Hauptleute aus den Mannschaften rekrutierten, kamen die Stabsoffiziere und Divisionskommandeure aus der adligen Oberschicht.

Truppenführer des frühen Mittelalters

Im frühen Mittelalter und im Zuge der Völkerwanderung änderte sich auch die Art der Führung von Truppen. Der Merowinger-König Chlodwig I. hinterließ in seiner lex salica einen interessanten Hinweis auf die „Tischgenossen des Königs“.

Da mittelalterliche Anführer ihre Truppen persönlich ins Gefecht führten, bildeten diese Tischgenossen des Königs auch in der gesellschaftlichen wie militärischen Hierarchie eine besondere Stellung.

Die Adligen im hohen Mittelalter

Im hohen Mittelalter hatten sich bereits große Königtümer und ausdifferenzierte Aristokratien entwickelt. Deshalb wurde es zum Privileg der Edelmänner, Truppen ins Gefecht zu führen.

Zunehmende Bedeutung in der Neuzeit

Die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts war geprägt vom 30-jährigen Krieg. Überall in Europa kamen stehende Heere auf und der Beruf des Offiziers wurde zum gesellschaftlich erstrebenswerten Werdegang.

Die Offiziere erhielten nun ein Offizierspatent, einen Brief, der ihre Befähigung als militärische Führer beurkundete. Hierin waren sowohl Alter, Name, Rang, wie auch Rechte und Pflichten des Offiziers aufgeführt.

Die preußische Armee gab beispielsweise von 1713 bis 1919 ein fast unverändertes Offizierspatent heraus. Ab dem Rang des Hauptmannes musste die Urkunde vom König unterzeichnet werden.

Liste von bedeutenden Offizieren der Geschichte