Panzerreiter

Panzerreiter – mittelalterlicher Mythos

Panzerreiter waren berittene Krieger des Mittelalters in schwerer Rüstung, die in der Regel mit Lanze und Langschwert bewaffnet waren.

Fränkische Panzerreiter
Fränkische Panzerreiter der Karolingerzeit – Darstellung aus dem Psalterium Aureum von etwa 890 (gemeinfrei)

Im Gegensatz beispielsweise zu den berittenen Fernkämpfern der Antike und Spätantike handelte es sich bei Panzerreitern um „Schockkavallerie“. Das bedeutet, dass die Angriffstaktiken vor allem auf die brachiale Übertragung von kinetischer Energie zielten.

Diese militärische Entwicklung wurde in der Form erst durch die Erfindung von Steigbügeln ermöglicht. Ein Panzerreiter konnte damit einen wesentlich größeren Teil der Bewegungsenergie seines Pferdes mit Hilfe der Lanze oder auch dem Schwert auf einen kleinen Punkt konzentrieren.

Früh- und hochmittelalterliche Rüstungen waren einem solchen Aufprall in der Regel nicht mehr gewachsen. Man kann sich auch gut vorstellen, wie ein Infanterist bei einem solchen Treffer von den Füßen gerissen wird und dann auch nicht mehr aufsteht.

Gerade die Panzerreiter des Frankenreiches strahlen deshalb einen besonders martialischen Mythos aus, der in Kinofilmen gerne in Szene gesetzt wird. Doch auch in der realen Vergangenheit soll es solche Angriffe gegeben haben wie:

  • 732 – Schlacht von Tours und Poitiers
  • 955 – Schlacht auf dem Lechfeld

Der nähere Blick auf Panzerreiter fällt jedoch deutlich nüchterner aus. Zunächst war die Ausrüstung so immens teuer, dass man größere Verbände fast nicht aufstellen konnte. Die Legende beispielsweise von Karl Martell, der mit seinen Reitern das Christentum gegen die Heiden verteidigt haben soll, ist schon unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht plausibel.

Außerdem waren Panzerreiter extrem anfällig gegen einige sehr einfache Tricks wie Krähenfüße oder Speerwälle. Die Hochphase dieser Truppengattung endete deshalb spätestens am 11. September 1297 am Schiltron von William Wallace in der Schlacht an der Brücke von Stirling.

In Frankreich lernte man diese Lektion jedoch erst ein Jahrhundert später. Vorher vernichtete der Schwarze Prinz im Jahr 1346 bei Crecy noch die „Blüte“ des Adels in ihren glänzenden Rüstungen und schönen Pferden.

Vergleich – Funktionen der römischen Reiterei

Den systematischen Einsatz von Kavallerie kennt man bereits aus der Antike. Das Funktionsprofil von bewaffneten Reitern erschöpfte sich jedoch nicht nur in der Verwendung auf Schlachtfeldern.

Mobilität, Kurierdienst, Patrouillen, Sicherung

Der große Vorteil von berittenen Verbänden war vor allem die hohe Mobilität. Selbst ein gut trainierter Legionär konnte nur etwa 20 bis 30 Kilometer am Tag marschieren.

Ein Reiter macht hingegen pro Tag etwa 50 Kilometer Strecke. Schon deshalb gehörte der Kurierdienst bereits in den römischen Legionen und selbst bis ins 20. Jahrhundert hinein zu den Aufgaben der Kavallerie.

Außerdem wurden römische Reiter auch für Patrouillen jenseits der eigenen Grenzen eingesetzt. Darüber hinaus spielten Kavallerieverbände eine zentrale Rolle bei der Absicherung des Hinterlandes des römischen Limes.

Die Reichskrise des 3. Jahrhunderts führte schließlich zum Aufbau und Stationierung einer römischen Reiterarmee im Norden von Italien. Einer der bekanntesten Kommandeure war der spätere Kaiser Aurelian.

Diese Reiterarmee sollte das Römische Reich gegen innere und äußere Feinde absichern. Für solche Zwecke unterhielt man in der Antike eine umfangreiche Infrastruktur und baute auch spezielle Kavallerie-Kastelle. Dort war dann jeweils meist eine Ala stationiert, also etwa 500 bis 1.000 Reiter pro Standort.

Equester Ordo – niederer Adel im alten Rom

Eine wichtige Gemeinsamkeit der antiken und der mittelalterlichen Reiterei war, dass sich die Kämpfer anfangs selber ausstatten mussten. Das führte bereits zu Zeiten der römischen Republik zu einem Wandel der gesellschaftlichen Bedeutung dieser Truppengattung.

Infografik der römischen Ritter als niederen Adel in der Gesellschaft
Equester Ordo – Römische Ritter in der Gesellschaft

Die hohen Kosten der Anschaffung und Unterhaltung der Ausrüstung eines Reiters war zunächst ein Spiegelbild der wirtschaftlichen Potenz des jeweiligen Kämpfers. Umgekehrt bedeutete schließlich die Zugehörigkeit zu einer berittenen Einheit zugleich auch die Angehörigkeit zu einem gehobenen gesellschaftlichen Stand.

Der römische Equester Ordo entwickelte sich so bereits in der Frühphase der Republik zum niederen Adel im Gegensatz zum hohen Adel des senatorischen Standes.

Die Entwicklung der politischen Klasse der römischen Ritter ging jedoch mit dem Niedergang ihrer militärischen Bedeutung einher. Insbesondere die kämpfenden Reiterverbände bestanden bereits zu Zeiten der Republik wesentlich aus Hilfstruppen.

Von gepanzerten Reitern und adeligen Rittern

Die Reiterarmeen der Antike waren fundamental auf eine weitreichende Infrastruktur angewiesen. Dies galt sowohl für die (relativ) einheitliche Ausstattung, die Unterbringung an spezialisierten Standorten sowie die Bewegung über entsprechend ausgelegte Straßennetze.

Heerwesen und gesellschaftliche Bedeutung

Der germanische Merowinger-König Chlodwig I. konnte zwar 486 die letzte weströmische Provinz und vor allem auch deren Streitkräfte in sein neues Reich der Franken eingliedern. Aber die industrielle und infrastrukturelle Basis der antiken Reiterarmeen ging während der Völkerwanderungszeit verloren.

Bevor der Aufstieg der fränkischen Panzerreiter begann, bestand die Masse der Heere deshalb aus Fußsoldaten. Eine bedeutende Parallele zur Frühphase der römischen Republik war dabei die individuelle Ausstattung.

Mit der zunehmenden Professionalisierung des fränkischen Heerwesens waren wieder die wirtschaftlich begüterten Kämpfer, also der frühe deutsche Adel, in einer vorteilhaften Position. Die sehr teure Ausrüstung konnten sich eben nur reiche Leute leisten.

Von König Pippin dem Jüngeren ist beispielsweise bekannt, dass er ab 755 im Mai eine Heerschau durchführte. Dabei wurde die Ausrüstung der Panzerreiter inspiziert.

Ausrüstung eines fränkischen Panzerreiters

In der Lex Ripuaria aus dem frühen 7. Jahrhundert findet sich eine Aufstellung der Ausrüstung eines fränkischen Panzerreiters:

  • Brustpanzer
  • Helm & Hose
  • Schwert & Scheide
  • Lanze & Pferd

Die Brustpanzer oder auch „Brünnen“ der fränkischen Reiter waren damals noch sehr einfach gearbeitet. Aber man hat Eisen dafür gebraucht und dieser Rohstoff war sehr teuer.

Karolingischer Panzerreiter
Rekonstruktion eines fränkischen Panzerreiters aus der Zeit der Karolinger (Foto: ACBahn / Lizenz: CC-BY-SA 3.0)

„Schließlich erschien der „eiserne Karl“ selbst, mit Panzer, Beinschienen, Lanze und Schwert. Das Eisen füllte die ganze Ebene aus und warf den Glanz der Sonne zurück. Überall sah man Eisen, und wegen dieses Eisens erzitterten die Mauern und der Mut der Jungen, selbst der Rat der Alten verging vor all diesem Eisen.“ (Notker von St. Gallen)

Auch das Pferd eines Panzerreiters war ein Luxusgut. Nur wenige Kämpfer des fränkischen Reiches konnte dies aus eigener Tasche finanzieren. Vergleiche von damaliger mit heutiger Kaufkraft ergibt Kosten in einer Größenordnung von etwa 1 Million Euro.

Neben den Kosten für die Anschaffung mussten fränkische Panzerreiter auch den Unterhalt ihrer Ausrüstung und des Pferdes bezahlen. Darüber hinaus benötigte man im Mittelalter für die Logistik meist auch einen Ochsenkarren sowie einige Knechte.

Diesen Aufwand und ein solches Gefolge konnten nur Inhaber von üppigen Höfen finanzieren. Karl der Große schloss deshalb im Rahmen einer Heeresreform die Eigentümer von kleinen Höfen zu Verbänden zusammen.

Gemäß dieser Kapitularien von 807/808 musste dann jeder dieser Gestallungsverbände jeweils einen Panzerreiter aus ihren Reihen ausrüsten. So ähnlich funktionierte auch das spätere Burgwart-System von Heinrich I. nur eben für eine mobile Truppe.

Der fränkische „Heerbann“ des 9. Jahrhunderts kannte dann insgesamt sogar sieben Klassen an Wehrpflichtigen.

Entstehung des ritterlichen „Schwertadels“

Doch bereits zu Zeiten von Karl dem Großen zeigten sich vor allem bei längeren Feldzügen die großen Defizite des Systems. Ein großes Problem war, dass gerade die besonders wohlhabenden Franken durch die Wehrpflicht von ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit abgehalten wurden.

Außerdem ergab sich aus persönlichem Wohlstand natürlich noch kein besonderes Talent für den Kampf. Deshalb kam es bereits im frühen 9. Jahrhundert zum vermehrten Einsatz von begabten Vasallen als Panzerreiter im fränkischen Heer.

Besonders geeignete Krieger erhielten deshalb ein eigenes Lehen, um die aufwendige Ausrüstung und den Lebensunterhalt finanzieren zu können. Solche Panzerreiter werden auch als „Schwertadel“ bezeichnet, weil sie aus ihrer militärischer Bedeutung heraus in einer hervorgehobene gesellschaftliche Stellung befördert wurden.

Historische Angriffe von Panzerreitern

Die militärischen Fähigkeiten von Panzerreitern werden gerade wegen filmischer Inszenierungen gerne überbewertet. Bereits in der Antike war bekannt, dass sich der Angriff einer Schockkavellerie relativ leicht mit einem Speerwall aus spitzen, im Boden stabilisierten Pfählen stoppen lässt.

Römischer Krähenfuß
Römischer Krähenfuß „Tribulus“ mit Widerhaken (Foto: Bullenwächter / Lizenz: CC-BY-SA 3.0)

Auch Krähenfüße waren schon in der Antike bekannt und sehr effektiv. Sie konnten billig sowie mit einfachen handwerklichen Techniken produziert und dann massenhaft eingesetzt werden wie beispielsweise durch Julius Cäsar bei der Belagerung von Alesia.

Aber mittelalterliche Schlachten waren sehr viel chaotischer als die hochentwickelte Kriegsführung insbesondere der römischen Armee. Die hohe Bedeutung gerade der fränkischen Panzerreiter ist deshalb vor allem ein Ausdruck der mangelhaften Organisation ihrer jeweiligen Gegner.

Denn eine unsortierte Bande an Einzelkämpfern lässt sich von einer disziplinierten Gruppe an Panzerreitern natürlich sehr gut niederreiten. Außerdem darf man den psychologischen Effekt eines donnernden Kavallerie-Angriffs auch nicht unterschätzen.

Noch im 16. Jahrhundert konnte beispielsweise der Truchsess Georg von Waldburg-Zeil im Deutschen Bauernkrieg mehrfach eine Überzahl an Aufständischen in überlegener Position von seiner schweren Reiterei einfach niedermetzeln lassen. Alleine in den Schlachten von Giebelstadt und Königshofen im Juni 1525 fielen jeweils etwa 80 % der Bauern, zusammen wohl mehr als Zehntausend, unter dem Sturm der Panzerreiter.

732 – Schlacht von Tours und Poitiers

Am 08. Juni 632 starb Mohammed in Mekka. Die sagenhafte Expansion des Islam begann dann bereits unter seinem Nachfolger Abu Bakr.

Innerhalb von einhundert Jahren kämpften sich die früh-islamischen Armeen unter legendären Feldherrn wie Chālid ibn al-Walīd, dem „Schwert Gottes“ immer weiter vorwärts.

Schlacht von Tours und Poitiers
Panzerreiter in der Schlacht von Tours und Poitiers 732 (Maler: Carl von Steuben / Lizenz: gemeinfreies Bild)

Zunächst nahmen sie das Zweistromland. Dann eroberten sie das heutige Syrien und zogen bis Ägypten weiter. An der nordafrikanischen Küste entlang drangen die Araber schließlich bis auf die iberische Halbinsel vor.

In der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts kam es dann zu Raubzügen im Süden des heutigen Frankreich. Der damalige Herzog von Aquitanien war militärisch überfordert und bat das Frankenreich um Hilfe.

Der Hausmeier Karl Martell sammelte daraufhin eine Armee aus fränkischen, friesischen, langobardischen und sächsischen Truppen. Mit diesen etwa 15.000 Mann stellten sie die Araber trotz einer Unterlegenheit von 3:4.

Im Oktober 732 kam es im Herzen von Frankreich zur Schlacht von Tours und Poitiers. Das Gefecht endete angeblich mit einem überragenden Sieg der Panzerreiter. Dabei wurde sogar der angreifende General Abd ar-Rahman getötet.

Die neuere Forschung bezweifelt jedoch, dass die Araber den Süden von Frankreich erobern wollten. Auch die alten Angaben zur Größe der Kavallerie sind kaum plausibel. Die beinahe mythische Überhöhung von „dem Hammer“ und seinen Panzerreitern steht wohl eher im Kontext der innenpolitischen Machtergreifung seiner Dynastie.

955 – Schlacht auf dem Lechfeld

Im Jahr 955 kam es zu einer zweiten identitätsbildenden Schlacht von (ost-)fränkischen Panzerreitern gegen heidnische Horden. Dieses mal stellte sich Otto der Große gegen plündernde Ungarn.

Schlacht auf dem Lechfeld
Panzerreiter in der Schlacht auf dem Lechfeld am 10. August 955 (Quelle: Sigmund Meisterlin / Lizenz. gemeinfrei)

Die Ungarn waren zu diesem Zeitpunkt als berittene Bogenschützen bereits seit Jahrzehnten ein großes Problem für das ostfränkische beziehungsweise werdende Heilige Römische Reich.

„Gott schütze uns vor den Pfeilen der Ungarn!“

Lange war das Reich den sehr mobilen ungarischen Kriegern ausgeliefert. Doch am 10. August 955 konnte der König etwa 10.000 Panzerreiter auf dem Lechfeld bei Augsburg versammeln und den Feind stellen.

Otto selbst führte die „Heilige Lanze“ und schuf damit ein Narrativ vom Kampf des Christentums gegen Heiden. Darüber hinaus stellte man sich unter den besonderen Schutz des Erzengels Michael, der seit dem der Patron der Deutschen ist.

Dass sich die angreifenden Ungarn allerdings überhaupt an diesem verregneten Tag einem solchen Gefecht stellten, war fataler Übermut. Ihre gefährlichen Kompositbögen verloren aufgrund der hohen Feuchtigkeit nämlich an Spannung und damit an Durchschlagskraft.

Außerdem hatten die Ungarn ausdauernde Steppenpferde. Damit konnten sie sehr gut weite Strecken zurücklegen, waren aber schnellen Schlachtrössern im Nahkampf unterlegen.

1297 – Schlacht bei Stirling Bridge

Der Erste Schottische Unabhängigkeitskrieg begann 1296 mit einer englischen Invasion von etwa 35.000 Fußsoldaten und 5.000 gepanzerten Reitern. König Edward I. konnte zunächst Berwick upon Tweed einnehmen und dann den Süden des nördlichen Nachbarn besetzen.

Die Engländer errichteten daraufhin in normannischer Tradition zahlreiche kleine Burgen, um das Land mit diesen „Motten“ dauerhaft zu kontrollieren. Der Legende nach drang im Mai 1297 ein schottischer Edelmann namens William Wallace in einen solchen Standort ein.

Brücke von Stirling
Blick auf die Brücke von Stirling und den Flussverlauf (Foto: Kim Traynor / Lizenz: CC-BY-SA 3.0)

Bei dieser „Action at Lanark“ und wurde der englische Kommandant William Heselrig getötet. Anschließend kam es zu einem landesweiten Aufstand gegen die Besatzer.

Der englische König schickte daraufhin erneut eine Armee mit etwa 7.000 Fußsoldaten und 2.000 Panzerreitern nach Norden. Das Heer musste bei Stirling zwangsläufig einen Fluss überqueren.

Es gab und gibt dort zwar eine Brücke. Aber der Flussverlauf ist schlingenförmig und das Gelände war auch sumpfig. Damit bot das Areal ideale Vorrausetzungen für einen Hinterhalt.

Nachdem erst etwa ein Drittel der englischen Armee den Fluss überquert hatte, griffen die Schotten plötzlich an. Dabei verwendeten sie sehr lange Spieße als Speerwall und zur Abwehr von Panzerreitern so ähnlich wie in einer makedonischen Phalanx.

Man zielte dabei häufig einfach auf den Pferdekörper. Sobald sich das Tier mit seiner Wucht selbst aufspießt, fällt der gepanzerte Reiter herab und kann mit einfachen Waffen leicht getötet werden.

1346 – Schlacht bei Crécy

In der ersten Phase des 100-jährigen Krieges zwischen England und Frankreich wurde wieder sehr deutlich, dass der Einsatz von Panzerreitern inzwischen völlig überholt war. Ein bemerkenswertes Beispiel bildete die Schlacht bei Crécy.

Ein zahlenmäßig unterlegenes und ausgemergeltes Heer unter dem Befehl von König Eduard III. wurde dort von der „Blüte“ des französischen Adels gestellt. Doch die Engländer positionierten sich am Ende eines Engpasses.

Schlacht bei Crécy Karte
Karte der Schlacht bei Crécy (Urheber: Westpoint Academy / Lizenz: gemeinfrei)

Den Befehl über den besonders bedrohten Punkt erhielt der damals erst 16-jährige Schwarze Prinz. Die Langbogenschützen ließen dann einen Hagel von etwa 20.000 bis 60.000 Pfeilen pro Minute auf die Gegner niederprasseln.

Anfangs noch voller Selbstbewusstsein rannten die Franzosen mehr als ein Dutzend mal gegen die Engländer an. Dabei verloren sie insgesamt mehr als 10.000 Kämpfer.

Unter den Toten waren 1.500 adelige Panzerreiter. Der bekannteste Vertreter war Johann von Luxemburg, der in ganz Europa als Verkörperung von ritterlichen Idealen galt. Nach der Schlacht soll der junge Sohn von König Eduard III. dessen Leiche entdeckt und ein Kleinod an sich genommen haben, welches bis heute das Symbol der Prinzen von Wales ist. Der Legende nach soll der Schwarze Prinz dabei sogar passendes Zitat für diesen historischen Moment auf den Lippen gehabt haben:

„There lies the Prince of Chivalry, but he does not die.“