Apostel Johannes

Johannes – Apostel und Evangelist

Der Apostel Johannes gehörte zu den ersten Jüngern, die Jesus von Nazaret um sich scharte. Am See Genezareth flickte er zusammen mit seinem Bruder Jakobus dem Älteren einige Fischernetze, als ihr Messias sie rief.

Die beiden Brüder zählten in der Folge zu den wichtigsten Anhängern und gehörten auch zum Kreis der zwölf Apostel.

Johannes und sein Bruder bildeten zusammen mit Petrus sogar den engsten 3er-Zirkel um ihren Heiland. Ganz besondere Bedeutung wurde ihnen zuteil, da sie zu Zeugen der Verklärung des Herrn wurden.

„…, dass er mit sich nahm Petrus, Johannes und Jakobus und ging auf einen Berg [Tabor], um zu beten. Und als er betete, wurde das Aussehen seines Angesichts ein anderes, und sein Gewand wurde weiß und glänzte. […] Und es geschah eine Stimme aus der Wolke, die sprach: Dies ist mein auserwählter Sohn; den sollt ihr hören!“ – Lk 9,25-35

So wurde der Apostel Johannes zum persönlichen Zeugen der wichtigsten Offenbarung zu Lebzeiten von Jesus. Dieses Ereignis war darüber hinaus ein zentraler Wendepunkt im Leben des jüdischen Propheten. Er durchlebte eine Metamorphose, die transfiguratio domini, und nahm seine göttliche Rolle endgültig an.

Gemäß der traditionellen Anschauung gilt der Apostel Johannes auch als späterer Verfasser heiliger Schriften im Neuen Testament (NT):

  • Johannesevangelium
  • Johannesoffenbarung
  • Johannesbriefe

Vor allem die Offenbarung des Johannes ist bekannt geworden. Sie ist eine  visionäre Beschreibung des Jüngsten Gerichtes.

„Und ich sah ein Tier aus dem Meer steigen, das hatte zehn Hörner und sieben Häupter […] Und ich sah eines seiner Häupter, als wäre es tödlich verwundet, und seine tödliche Wunde wurde heil. […] sie […] beteten das Tier an […]. Und es macht, dass sie allesamt, die Kleinen und Großen, die Reichen und Armen, die Freien und Sklaven, sich ein Zeichen machen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn […] es ist die Zahl eines Menschen, und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig.“ (Offenbarung 13,1-18)

Die tatsächliche Urheberschaft des Apostels Johannes für die genannten Schriften ist jedoch in der historisch-kritischen Betrachtung sehr stark umstritten.

Es wird bezweifelt, dass es sich bei dem Apostel und dem Evangelisten Johannes gemäß der päpstlichen Lehre um dieselbe Person handeln kann. Hintergrund sind chronologische wie auch inhaltliche Ungereimtheiten, die zur johanneischen Frage geführt haben.

Johannes der Apostel

Berufung am See Genezareth

Johannes und sein älterer Bruder Jakobus waren Fischer am See Genezareth im Norden des heutigen Staates Israel. Die Region hieß Galiläa und war damals unter römischer Kontrolle.

Ansicht vom See Genezareth in Richtung des biblischen Ortes Kinneret
Der See Genezareth mit Blick in Richtung von Kinneret (pixabay)

Der See wird vom Fluss Jordan von Norden nach Süden durchkreuzt. Nebenbei hält das Gewässer einen Weltrekord. Es ist der am tiefsten gelegene Süßwassersee der Welt auf einer Höhe von mehr als 200 Metern unterhalb des Meeresspiegels.

Je nach Wasserstand ist der See Genezareth etwa 21 km lang und 13 km breit. Der Umfang beträgt dabei über 50 km, so dass zahlreiche Fischer an den Ufern leben konnten.

Die Gegend hatte schon damals einen tief spirituellen Charakter und bildet das geographische Zentrum der Wirkungsstätte des Jesus von Nazaret. Am nordwestlichen Ende des Sees befand sich der biblische Ort Kinneret. Dieser wurde 1922 wieder entdeckt.

Den Strom des Jordan entlang nach Süden befand sich zu Lebzeiten von Johannes die Wirkungsstätte von Johannes dem Täufer. Zur näheren Lokalisierung gibt es jedoch widersprüchliche Angaben.

Unweit südlich des Sees befindet sich auch der Berg Tabor. Dieser wurde später zum Ort der göttlichen Verklärung von Jesus als dem Sohn Gottes. 

Wanderschaft mit dem Messias

Der Apostel Johannes gehörte dank seiner frühen Begegnung mit dem späteren Messias zu den vier Erstberufenen. Damit zählte er zu jenem kleinsten Kreis innerhalb der Anhängerschaft, die Jesus am längsten begleiteten und deshalb auch eine besondere Verehrung erfahren.

Zu Beginn dieser Wanderschaft hatte die kleine Gruppe einen hohen Bezug zum unweit entfernten Johannes dem Täufer. Dabei handelte sich um einen weiteren jüdischen Propheten. Diesem war es bereits gelungen, eine Schar von Anhängern um sich zu sammeln.

Sein zentrales Thema war das Ende der Welt. Als zeremonielle Reinigung hatte er deshalb die Taufe in den Fluten des Jordan als symbolischen Akt der Umkehr eingeführt. Dieser Brauch wurde übernommen und wird bis heute praktiziert.

Die genauen Routen der Wanderschaft mit Jesus können jedoch nicht mehr rekonstruiert werden. Doch der Apostel Johannes dürfte an der Seite seines Messias vor allem ländliche Gegenden bereist haben. Sie mieden größere Städte.

Auf diesen Reisen entwickelte der Apostel Johannes in mehrfacher Hinsicht eine hervorgehobene Stellung im Kreise der Jünger:

  • Johannes tat sich als Theologe hervor und wurde so zum ersten wichtigen Intellektuellen der neu entstehenden Religion. 
  • Er gilt als Lieblingsjünger, wobei dies nur eine Theorie von Traditionalisten ist. Auslöser der Diskussion sind fünf Passagen im Johannesevangelium wie diese: Petrus wandte sich um und sah den Jünger folgen, den Jesus liebte und der beim Abendmahl an seiner Brust gelegen und ihm gesagt hatte: Herr, wer ist es, der dich ausliefert?“ Aber der Name des betreffenden Jüngers wird nicht explizit genannt, so dass es Raum für diverse Theorien gibt.
  • Die Verklärung des Herren erlebte der Apostel Johannes als einer von drei Zeugen. Im Rahmen dieses Ereignisses stieg der Messias mit insgesamt drei Aposteln auf den Berg Tabor, um an diesem heiligen Ort zu beten. Dort offenbarte sich Gott in einer Wolke. Er sprach seinen Sohn direkt an und bestätigte ihn in seiner Rolle sowie in seiner Aufgabe.

Apostel Johannes und die Kreuzigung

Die Reise nach Jerusalem sowie den dortigen Märtyrertod seines Messias unter Pontius Pilatus erlebte der Apostel Johannes in allen Zwischenschritten: vom letzten Abendmahl im Kreise der Jünger über den Verrat des Judas Iskariot bis zum Leidensweg und der schließenden Hinrichtung. 

Darüber hinaus gehörte der Apostel Johannes zu jenem Kreis der Jünger, der sich nach dem Tod von Jesus zusammenfand. Sie bestimmten per Los einen Nachfolger für den Verräter. Schließlich wurde Johannes noch Zeuge des wiederauferstandenen Christus.

Späteres Leben von Johannes

Nachdem der Messias am Kreuz den Tod gefunden hatte, war dem Apostel Johannes noch ein langes Leben beschieden. Im Gegensatz zu allen anderen war er wohl der einzige Apostel, der nicht den Märtyrertod starb.

Karte der Orte an denen der Apostel Paulus von 46 bis 57 n. Christus missionierte.
Apostel Paulus und seine Reisen zur Missionierung (ODbL)

Der traditionellen Überlieferung nach verweilte Johannes einige Zeit auf der griechischen Insel Patmos in der süd-östlichen Ägäis. Die Insel gilt unter Gläubigen als der Ort, an dem die Offenbarung des Johannes entstand. Bis heute ist es eine bedeutende Wahlfahrtsstätte.

Später wurde der Apostel Johannes dann angeblich ein Bischof im frisch missionierten Raum der heutigen Türkei. In Ephesos starb er dann angeblich im hohen Alter. Doch kann dies weder bestätigt noch zeitlich näher eingrenzt werden. 

Aber die traditionelle Interpretation geht davon aus, dass der Apostel Johannes während der Herrschaft von Kaiser Trajan verstorben sein muss. Dieser regierte von 98 bis 117 n. Christus.

Johannes als Evangelist

Briefe, Evangelium und Offenbarung

Das Evangelium des Johannes ist das vierte und jüngste Buch des Neuen Testamentes (NT). Damit gehört das Johannesevangelium als Teil der kanonisierten Bibel zu den wichtigsten Schriften des Christentums. 

Während sich Matthäus und Lukas wohl an Markus orientiert haben, bietet der Evangelist Johannes eine relativ eigenständige Interpretation des jungen Glaubens. 

Darüber hinaus wird der Apostel Johannes von Traditionalisten auch als der Autor der Johannesoffenbarung angesehen. Dabei handelt es sich um das fünfte und letzte Buch des Neuen Testamentes (NT).

Des weiteren existieren drei Johannesbriefe. Somit werden dem Apostel Johannes insgesamt 5 von 27 urchristlichen Texten im Neuen Testament (NT) zugeschrieben.

Doch aus chronologischen wie aus inhaltlichen Gründen wird die tatsächliche Autorenschaft des Apostels Johannes größtenteils bezweifelt. Lediglich der 1. Brief des Johannes gilt als authentisch:

„Kinder, es ist die letzte Stunde! Und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, sind jetzt viele Widersacher Christi aufgetreten; daran erkennen wir, dass es die letzte Stunde ist.“ (1 Joh 2,18)

Die johanneische Frage

Die Diskussion um die Urheberschaften des Apostels Johannes drehen sich dabei um solche Punkte:

  • Der Autor des Johannesevangeliums wird nicht explizit genannt. Es wird lediglich unterstellt, dass es sich um den Apostel Johannes handeln müsste.
  • Es fehlen bestätigende Passagen in anderen zeitgenössischen Texten. 
  • Die Texte erfuhren eine erhebliche Aufwertung bei inner-religiösen Streitigkeiten durch eine angebliche Autorenschaft des „Lieblingsjüngers“.
  • Textanalysen ergeben, dass die Schriften wahrscheinlich über einen längeren Zeitraum von mehreren Personen immer wieder überarbeitet wurden. 

Offenbarung des Jüngsten Gerichtes

Auf der griechischen Insel Patmos hat der Apostel Johannes die Vision aus seiner Offenbarung
Patmos heute – der Ort der Johannesoffenbarung (pixabay)

Johannes war als Apostel wie auch als vermeintlicher Evangelist stets ein drohender Mahner. Die endzeitlichen Vorstellungen der Urchristen hatten sich bei ihm besonders verfangen. Vor diesem Hintergrund wurde Johannes zum zentralen Autoren der Vorstellungen des Jüngsten Gerichtes.

Bei der Offenbarung handelt es sich um die schriftliche Darlegung einer konkreten Vision von der Apokalypse. Diese soll der Apostel Johannes auf der Insel Patmos gehabt haben. Er tritt in dieser Vision als beteiligter Beobachter auf und wird mehrfach direkt angesprochen. 

Beginn der Apokalypse

Zu Beginn des Endes dieser Welt sitzt Gott auf einem Thron im Himmel. Bei ihm sind 24 Älteste. Sie sind von sieben Fackeln und vier Tieren voller Augen umgeben. Ein Lamm bringt eine Schriftrolle mit sieben Siegeln zu Gott.

Bruch der sieben Siegel

Gott bricht nach und nach die sieben Siegel. Jeweils löst dies ein neues Ereignis aus. Zunächst erscheinen die apokalyptischen Reiter:

  1. Ein weißes Pferd mit einem Reiter mit Bogen (Sieg/Christus)
  2. Ein feuerrotes Pferd mit einem Reiter mit Schwert (Krieg)
  3. Ein schwarzes Pferd mit einem Reiter mit Waage (Hunger)
  4. Ein fahles Pferd mit dem Tod als Reiter (Krankheit)

Beim Bruch des fünften Siegels erscheinen die Seelen von allen Märtyrern. Sie verlangen ein Gericht.

Der Bruch des sechsten Siegels löst ein Erdbeben aus und Sterne fallen vom Himmel. Berge und Inseln werden versetzt. Die Menschen flüchten aus Angst vor Gott in Höhlen. Jedoch erhalten 144.000 treue Gottesknechte aus allen Stämmen Israels ein Mal Gottes auf die Stirn. 

Nachdem das siebte Siegel gebrochen ist, wird es für ein halbe Stunde lang still. Dann erscheinen sieben Engel und sieben Posaunen, die den nächsten Akt des Jüngsten Gerichtes einleiten.

Sieben Engel mit sieben Posaunen

Nacheinander blasen die Engel ihre Posaunen. Jeweils kommt neues Übel über die Menschen:

  1. Hagel und Feuer mit Blut vermischt fällt auf das Land und vernichtet den dritten Teil der Erde.
  2. Ein brennender Berg wird ins Meer geworfen. Der dritte Teil des Meeres wird zu Blut und der dritte Teil der Geschöpfe des Meeres sterben. Ebenso wird der dritte Teil der Schiffe vernichtet.
  3. Ein Stern fällt vom Himmel und macht jede dritte Wasserquelle und jeden dritten Fluss bitter. Zahlreiche Menschen sterben, weil sie das Wasser trinken.
  4. Der dritte Teil der Sonne, des Mondes und der Sterne verfinstern sich. Der Tag verliert einen dritten Teil.
  5. Ein Stern fällt vom Himmel und reißt einen Schlund auf. Heuschrecken kommen aus dem Abgrund und greifen alle Menschen an, die kein göttliches Mal auf der Stirn tragen.
  6. Vier Engel werden entfesselt, die den dritten Teil der Menschen töten. Doch immer noch beten Menschen zu Dämonen und Götzenbildern.
  7. Gott übernimmt die Macht und der Tempel Gottes im Himmel öffnet sich. Die Bundeslade mit den Gesetzen Gottes wird sichtbar. Blitze, Donner, ein Erdbeben und Hagel ergießen sich über die Erde.

Gott gegen Satan und seine Tiere

„Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel: Und siehe, ein großer, feuerroter Drache, der sieben Köpfe und zehn Hörner und auf seinen Köpfen sieben Diademe hatte;“ (Offenbarung 12,3)

„Und es entstand ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen. Und der Drache kämpfte und seine Engel;“ (Offenbarung 12,7)

„Und ich sah aus dem Meer ein Tier aufsteigen, das zehn Hörner und sieben Köpfe hatte, und auf seinen Hörnern zehn Diademe, und auf seinen Köpfen Namen der Lästerung. Und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Macht.“ (Offenbarung 13,1-2)

„Und ich sah ein zweites Tier aufsteigen aus der Erde; das hatte zwei Hörner wie ein Lamm und redete wie ein Drache.“ (Offenbarung 13,11)

„Und es bringt alle dahin, die Kleinen und die Großen, und die Reichen und die Armen, und die Freien und die Sklaven, dass man ihnen ein Malzeichen an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn gibt […] den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. Hier ist die Weisheit. Wer Verständnis hat, berechne die Zahl des Tieres! Denn es ist eines Menschen Zahl; und seine Zahl ist 666.“ (Offenbarung 13,16-18)

„Und ich sah: Und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm 144 000, die seinen Namen und den Namen seines Vaters an ihren Stirnen geschrieben trugen.“ (Offenbarung 14,1)

Ankündigung des Jüngsten Gerichts

In der Folge erscheinen drei Engel am Himmel und künden alle jenen den Untergang, die das Mal des Tiers annehmen: „…so wird auch er trinken vom Wein des Grimmes Gottes, der unvermischt im Kelch seines Zornes bereitet ist.“ (Offenbarung 14,10)

Sieben Schalen mit Gottes Zorn

Nachdem das Tier überwunden ist, singen die Anhänger Gottes ein Loblied und sieben letzte Plagen werden über die Menschen gebracht. In sieben Schalen übergibt Gott seinen Zorn an Engel:

  1. Menschen mit dem Zeichen des Tieres erhalten schlimme Geschwüre.
  2. Das Meer wird zu Blut und alle Geschöpfe des Meeres sterben.
  3. Das Wasser in Quellen und Flüssen wird zu Blut.
  4. Die Sonne verbrennt die Menschen. Doch immer noch bekehren sich nicht alle zu Gott.
  5. Das Reich des Tieres wird von Finsternis erfasst. 
  6. Der Euphrat trocknet aus. Drei Dämonen erscheinen aus dem Maul des Tieres. Sie verführen menschliche Fürsten zur Sammlung von Kräften für eine endzeitliche Schlacht bei Armageddon. (Gemeint ist möglicherweise der Berg Meggido in Kanaan.)
  7. Blitze, Donner und ein Erdbeben lassen alle Berge einstürzen und Inseln versinken. Städte werden zerstört.

Untergang der Hure Babylon

Der Apostel Johannes wird in seiner Offenbarung dann von einem der Engel mit den Schalen eingeladen, sich das Gericht über die „Hure Babylon“ anzusehen. Er folgt in die Wüste und sieht eine Frau in Purpur und Gold auf einem scharlachroten Tier sitzen. 

Die Stadt Babylon als die „Mutter aller Huren“ stellt sich Johannes als konkrete Person dar. Diese Frau trinkt aus einem Becher voller Gräuel und berauscht sich am Blut von Heiligen, die in der Stadt gelitten hatten.

Doch ein starker Engel wirft einen schweren Stein ins Meer und stellte die Vernichtung von Babylon „binnen einer Stunde“ dar.

Dieses Ereignis löst großen Jubel unter den Anhängern Gottes aus. Sie feiern auch die Hochzeit von Gottes Lamm, den es hat eine Frau gefunden.

Christus als weißer Reiter

Anschließend tritt der weiße Reiter erneut hervor. Es ist Christus, aber seine Augen bestehen aus Feuerflammen. Sein Gewand ist von Blut getränkt. Doch ihm folgen die Heerscharen des Himmels in weißen Gewändern und auf weißen Pferden.

Aus dem Mund des weißen Reiters beziehungsweise von Christus erwächst ein Schwert. Mit dieser Klinge kann er Nationen und Menschen schlagen.

Es kommt zur Schlacht von Armageddon. Die Truppen des Himmels sind siegreich. Die Feinde werden getötet oder in einen See aus brennendem Schwefel geworfen. Vögel verzerren anschließend die Leichen auf dem Schlachtfeld.

Tausendjähriges Reich

Nach der Schlacht kommt ein Engel vom Himmel auf die Erde und wirft Satan in einen tiefen Abgrund. Der Engel trägt einen Schlüssel bei sich, mit dem er den Abgrund für 1000 Jahre verschließen kann.

In dieser Zeit kann Satan keine Menschen verführen. Christus und seine Anhänger herrschen uneingeschränkt. Doch noch diesen Jahren muss Satan erneut aus seinem Gefängnis entlassen werden. Er nutzt die Chance, um an alle vier Ecken der Erde die Menschen erneut zu verführen.

Satan versucht sein Glück ein letztes Mal. Er umzingelt die heilige Stadt mit den Heiligen in ihr. Doch es kommt Feuer vom Himmel und verschlingt die Angreifer. Satan wird in den See aus brennendem Schwefel geworfen und vergeht dort ebenso wie alles andere.

Auferstehung und Weltgericht

Nach der Vernichtung von Satan erheben sich die Verstorbenen. Der Tod und der Hades [sic!] werden in den Schwefelsee geworfen. Sie stellen keine Bedrohung für die Menschen mehr da, denn nur in dem Feuersee gibt es das absolute Ende.

Alle Menschen werden dann nach ihren Taten beurteilt, so wie sie im Buch des Lebens verzeichnet wurden. Seelen, die nicht entsprechend aufgeführt sind, werden ebenfalls in den Feuersee geworfen.

Das Alpha und das Omega

„Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr.

Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut.

Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron her sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott.

Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.

Und der, welcher auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht: Schreibe! Denn diese Worte sind gewiss und wahrhaftig.

Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende.“ (Offenbarung 20,1-6)