Schottische Könige

Königinnen und Könige von Schottland

Schottland liegt im Norden der britischen Hauptinsel und macht etwa ein Drittel der Fläche aus. Das Land ist rau und bis heute weitgehend autonom.

Schon die römischen Besatzer von Britannien waren außerstande, Schottland zu kontrollieren. Vielmehr wurden die keltischen Krieger aus dem Norden als permanente Bedrohung wahrgenommen.

Macbeth Gemälde
Macbeth – schottischer König von 1040 bis 1057 – gemalt von James de Witt im 17. Jahrhundert. (gemeinfrei)

Das gesellschaftliche und politische System war geprägt von den großen Clans unter der Führung von „Chiefs“. Ein schottisches Königtum als zentrale Gewalt entwickelte sich erst relativ spät.

Das Königreich Schottland entstand dann in Reaktion auf Wikingereinfälle im Jahr 843. Die Keimzelle war ein Reich von einstmals irischen Skoten aus Ulster.

Als erster König ging Kenneth I. MacAlpin in die schottische Geschichte ein. Für seine Krönung wurde auch schon der legendäre Stone of Scone als Symbol für die Verbindung des Herrschers zu dem Land verwendet.

Die zwei Jahrhunderte des ersten Königshauses waren geprägt durch innere und äußere Konflikte. Von den 19 Regenten aus dem Haus Alpin starben nur zwei eines natürlichen Todes. Eine Geschichte, die Shakespeare in seinem Drama „Macbeth“ verarbeitete.

Geschichte des Königreiches von Schottland

Skotisches Königreich im Dark Age

Die Skoten waren ein Stamm aus Ulster im Norden von Irland. Sie kamen über die irische See und etablierten sich an der Westküste von Schottland. Dort gründeten sie das Königreich Dalriada.

Dunadd Hillfort Foto
Das Dunadd Hillfort war wahrscheinlich der Sitz der skotischen Könige. (Foto: Wojsyl / CC-BY-SA 3.0)

Eine genaue Datierung ist nicht möglich, weil es aus diesem „Dark Age“ nach dem Abzug der Römer aus Britannien fast keine Schriften gibt.

Man kann jedoch anhand von anderen Quellen nachvollziehen, dass die Skoten um 600 n. Christus eine Blütezeit erlebten. Ihr Hauptsitz war wahrscheinlich das Dunadd Hillfort in Argyll.

Westlich lag das angelsächsische Königreich Bernicia mit einer engen Verknüpfung zu Northumbrien. Weiter im Süden war das Königreich Strathclyde im Vorfeld des alten Hadrianswalls.

Die dortigen Stämme werden häufig unter dem Sammelbegriff „Pikten“ subsumiert. Dabei handelt es sich jedoch nur um eine römische Bezeichnung für Menschen mit Tätowierungen.

Erster König & Stone of Scone

Die frühen Königreiche in Schottland einte der christliche Glaube. Sie führten jedoch auch immer wieder Kriege untereinander. Im Jahr 839 wurde der skotische König in einer Schlacht getötet und dem kleinen Reich Dalriada an der Westküste drohte das Ende.

Wenig später landeten jedoch Dänen mit ihren Wikingerschiffen an der Ostküste von Schottland. Sie schwächten wiederum die anderen Königreiche entscheidend.

Im Angesicht dieser kollektiven Bedrohung konnte der skotische Thronfolger Kenneth I. MacAlpin die Reiche unter seiner Führung einigen. Im Jahr 843 kam es dann zur ersten Krönung auf dem heute noch existierenden Krönungsstein, dem Stone of Scone.

Stone of Scone
Darstellung des Krönungsstuhls in Westminster Abbey mit dem Stone of Scone unter der Sitzfläche. (gemeinfrei)

Die Stadt Scone war ein kulturelles Zentrum und dieser Stein hat einen legendären Ursprung. Je nach Erzählung soll er im Besitz der Tochter eines ägyptischen Pharaos oder biblischer Figuren wie Jakob gewesen sein. Als Symbol steht der Stone of Scone aber vor allem für die enge Verbindung zwischen dem schottischen König und dem Land.

„Jakob zog aus Beerscheba weg und ging nach Haran. Er kam an einen bestimmten Ort und übernachtete dort, denn die Sonne war untergegangen. Er nahm einen von den Steinen dieses Ortes, legte ihn unter seinen Kopf und schlief dort ein.“ (1.Mose 28,10-22)

Im Zusammenhang mit der schottischen Reichseinigung gab es ein aus kontinentaler Sicht sehr spannendes Detail: Kenneth I. MacAlpin berief sich als 36. König von Dalriada auf eine mütterliche Erbfolge.

Das wurde nicht nur von den Skoten, sondern auch von den anderen Stämmen anerkannt. Diese als Tanistry bezeichnete keltische Königswahl, war im germanischen Raum in der Form nicht denkbar.

Deshalb gab es in der schottischen Geschichte bereits im Mittelalter immer wieder regierende Königinnen mit einem eigenen Thronanspruch. Im Vergleich dazu wurde beispielsweise das Frankenreich und dessen Nachfolger in dieser Epoche von Frauen – wenn überhaupt – nur stellvertretend verwaltet.

Schottische Unabhängigkeitskriege

Das spätere Königreich England bestand bis ins 9. Jahrhundert aus verschiedenen angelsächsischen Gebieten. Fast alle wurden Opfer der Wikingereinfälle.

Ohne die Erfolge von Alfred dem Großen hätte die angelsächsische Herrschaft bereits in dieser Phase geendet. Deshalb wurde das junge Königreich Schottland von den südlichen Nachbarn auch lange Zeit nicht entscheidend bedroht.

Mit der normannische Invasion durch Wilhelm dem Eroberer änderten sich die inneren Verhältnisse in England nachhaltig. Entscheidend war der hochentwickelte Burgenbau.

Motte Turmhügelburg Darstellung
„Motte“ gezeichnet von Arcisse de Caumont. (gemeinfrei)

Die schnell gebauten „Motten“ aus Holz und die massiven „Keeps“ aus Stein konnten vor allem durch Armbrustschützen bei geringem Personalaufwand bestens verteidigt werden. England stabilisierte sich in der Folge und setzte verstärkt auf Expansion.

Im Jahr 1290 verstarb dann die designierte schottische Königin Margarete auf der Anreise zu ihrer geplanten Krönung in Scone. Das führte zu Chaos im Land, da die Thronfolge plötzlich völlig ungeklärt war.

Nach einer Thronvakanz konnte John Balliol im Jahr 1292 mit der Unterstützung des englischen Königs Eduard I. die Nachfolge antreten. Er legte sich jedoch mit seinem Gönner an und verweigerte die Beteiligung an einem Krieg gegen Frankreich.

Daraufhin kam es zu einer englischen Invasion mit 35.000 Fußsoldaten und 5.000 Reitern. Die Schotten erlitten gegen diese Übermacht eine entscheidende Niederlage in der Schlacht von Dunbar am 27. April 1296.

Erster Schottischer Unabhängigkeitskrieg (1296 – 1304)

Dem englischen König fiel nach der Schlacht von Dunbar der Süden von Schottland in die Hände. Als routinierter Burgenbauer ließ Eduard I. zahlreiche Motten errichten, um die gewonnenen Gebiete dauerhaft zu behaupten. Der erste wichtige Gegenschlag erfolgte im Mai 1297 mit der „Action at Lanark“.

Brücke von Stirling Foto
Brücke von Stirling mit dem Wallace-Monument im Hintergrund (Foto: Kim Traynor / Lizenz: CC-BY-SA 3.0)

Der junge Adelige William Wallace drang nachts in den englischen Standort ein und tötete den Sheriff William Heselrig. In der Folge kam es landesweit zu Attacken gegen diese kleinen Holzburgen.

Die schottischen Rebellen versorgten sich so auch mit Waffen und schlossen sich zu einer Bewegung zusammen. Eduard I. schickte daraufhin erneut ein Heer nach Norden, um den Aufstand niederzuschlagen.

In der Schlacht an der Brücke von Stirling erlitten sie eine schwere und vor allem auch strategische Niederlage. Der Norden von England stand nämlich nun offen. Die Schotten nutzten die Chance und zogen nach Süden.

Sie plünderten 700 Dörfer und konnten sogar York einnehmen. Im Jahr 1297 erlitten die Schotten jedoch eine entscheidende Niederlage in der Schlacht bei Falkirk.

Nach und nach fielen die Burgen in Schottland wieder in englische Hand und bis 1304 unterwarfen sich die meisten Adeligen. Der Rädelsführer William Wallace wurde gefasst und nach denkwürdigen letzten Worten in London hingerichtet:

„Ihr englischen Hunde ihr, verweichlichte Huren seid ihr, küsst meinen schottischen Hintern und seid stolz darauf, dies tun zu können, etwas Besseres kann einem jämmerlichen Engländer nicht passieren!“

Rebellion von Robert the Bruce (1306 – 1328)

Nach dem Ende des Ersten Schottischen Unabhängigkeitskrieges war das Land jedoch keinesfalls befriedet. Außerdem wurde der mächtige König Eduard I. alt und seine Erbe war schwach.

Im Streit um die schottische Thronfolge ermordet Robert the Bruce seinen Konkurrenten John Comyn in der Greyfriars Church in Dumfries. In Folge der sich überschlagenden Ereignisse ließ er sich umgehend in Scone zum König erheben.

Schlacht bei Bannockburn Verlauf
Karte der Schlacht von Bannockburn im Jahr 1314 (Urheber: Andrei Nacu / Lizenz: gemeinfrei)

Der frisch gekrönte Robert I. musste sich jedoch zunächst gegen andere schottische Clans behaupten. Die anfänglichen Niederlagen seiner Rebellion überlebten nur wenige Getreue.

Vor allem mit Hilfe von Neil Campbell und Angus Og MacDonald konnte er jedoch nach und nach einen schlagkräftigen Widerstand aufbauen. In der Schlacht von Bannockburn Ende Juni 1314 errangen die Schotten in Unterzahl mit ihrem „Highland Charge“ jedoch einen überragenden Sieg gegen die Engländer. Das war ein Sturmangriff, der dem Feind den notwendigen Raum zur Entfaltung nahm.

Am 6. April 1320 trafen sich der schottische Adel und der König in einem Kloster, um mit der Declaration of Arbroath die erste Unabhängigkeitsklärung einer Nation zu postulieren:

„[…] denn solange auch nur einhundert von uns am Leben bleiben, wird man uns niemals, zu welchen Bedingungen auch immer, unter englische Herrschaft zwingen. Denn wir kämpfen nicht für Ruhm, nicht für Reichtümer oder Ehren, sondern wir kämpfen einzig für die Freiheit, die kein ehrenhafter Mann aufgibt, wenn nicht zugleich mit seinem Leben.“

Zweiter Schottischer Unabhängigkeitskrieg (1332 – 1357)

Robert I. starb 1329 und sein kleiner Sohn wurde als David II. zum neuen König von Schottland. In den nächsten Jahren versuchten englische Adelige ihre verlorenen Besitzungen wieder unter Kontrolle zu bekommen.

Die Schotten erlitten mehrere Niederlagen. Zeitweise konnten die Engländer mit Edward Balliol eine Marionette als König von Schottland installieren. Dennoch wurden sie immer wieder in einen erbitterten Kleinkrieg verwickelt.

Der entscheidenden Durchbruch ergab sich jedoch dank der „Auld Alliance“, dem alten Bündnis mit Frankreich. Auf dem Festland wurden die Gebiete der Engländer so stark bedroht, dass sich König Eduard III. schließlich auf einen Frieden einließ.

Die „Auld Alliance“ mit Frankreich

Das Königreich Schottland wie auch Frankreich interessierten sich schon früh für ein defensives Bündnis gegen England. Der historische Kontext war, dass mit der Invasion von Wilhelm dem Eroberer ab dem Jahr 1066 das mächtige Angevinische Reich entstand.

In Personalunion regierte das Haus Anjou-Plantagenêt als Könige in England und als Herzöge in Frankreich. Auch wegen dieser territorialen Verflechtung sollte später noch der 100-jährige Krieg entstehen.

Die erste Auld Alliance kam wohl schon 1165 während der Zeit von König Wilhelm I. dem Löwen zustande. Der Begriff ist gälisch und bedeutet: „Altes Bündnis“.

Angevinisches Reich Karte
Das Angevinische Reich zur Zeit von Heinrich II. im 12. Jahrhundert (Urheber: Cartedaos / CC-BY-SA 3.0)

Diese Abmachung zwischen den Königreichen Schottland und Frankreich hatte den großen Vorteil, dass man die an sich übermächtigen Engländer bei Bedarf sofort in einen Zweifrontenkrieg zwingen konnte.

Die älteste erhaltene Urkunde ist auf den 23. Oktober 1295 datiert und wurde von John Balliol unterschrieben. Spannenderweise hat man dieses militärische Zweckbündnis um politische und kulturelle Dimensionen erweitert.

So genossen die Schotten in Frankreich und die Franzosen in Schottland volle Bürgerrechte. Daraus ergab sich ein Austausch von Architektur, Bildung und auch kulinarischen Errungenschaften.

Die Auld Alliance wurden immer wieder erneuert und erst im Jahr 1560 durch den Vertrag von Edinburgh formal beendet. Bis dahin wurde der Bündnisfall, wie man ihn heutzutage mit dem Artikel 5 des NATO-Vertrages kennt, insgesamt sechsmal ausgerufen.

So kämpften Schotten beispielsweise in der Schlacht von Baugé im 100-jährigen Krieg und stellten eine Garde für Jeanne d’Arc. Der schottische König Jakob IV. marschierte im Jahr 1513 zur Entlastung der Franzosen sogar in England ein und wurde in der Schlacht bei Flodden Field getötet.

Auflösung im Act of Union (1707)

Das 17. Jahrhundert begann mit einem sensationellen Aufstieg des Hauses Stuart. Nach dem Tod von Elisabeth I. wurde der damalige schottische König Jakob VI. zu ihrem Nachfolger.

Anne Stuart Gemälde
Anne Stuart um 1685 gemalt von William Wissing. (gemeinfrei)

Dieser regierte dann als Jakob I. Stuart von England in Personalunion über beide Königreiche. Doch der Einfluss der schottischen Dynastie erodierte und es kam zur tiefen Zäsur während der englischen Bürgerkriege.

Auch wenn die dann folgenden Jahre der Cromwells sehr begrenzt waren, stürzte das Haus der Stuarts langfristig in eine tiefe Krise. Nur aufgrund komplexer Zusammenhänge regierte mit Anne Stuart ab 1702 eine letzte Vertreterin des schottischen Königshauses.

Ihr wiederum gelang jedoch ein historisches Meisterstück: Mit politischem Feingefühl und hohen Bestechungsgeldern erreichte Königin Anne die parallele Zustimmung sowohl des englischen wie auch des schottischen Parlamentes zur Reichseinigung.

Im Act of Union von 1707 wurden die Königreiche von England und Schottland aufgelöst. Es entstand das Vereinigte Königreich von Großbritannien.

Nachspiel: Jakobitenaufstände

Im Jahr 1701 hatte das englische Parlament ein Gesetz zur Regelung der Thronfolge erlassen. Dieser Act of Settlement bestand auch nach der Vereinigung der Königreiche fort und schloss alle Katholiken kategorisch aus.

Nach dem Tod von Königin Anne im Jahr 1714 ging das Erbe deshalb an den Welfen Herzog Georg Ludwig von Braunschweig-Lüneburg, der als Georg I. zum neuen Regenten wurde. Katholische Stuarts genossen als altes Königshaus jedoch vor allem in Schottland nach wie vor große Sympathien und hatten viele Anhänger.

Bonnie Prince Charlie Monument
Das Monument bei Glenfinnan in Gedenken an Bonnie Prince Charlie und den Zweiten Jakobitenaufstand (Foto: Antony McCallum / CC-BY-SA 3.0)

Zunächst versuchte James Francis Edward Stuart im Jahr 1715 eine Machtergreifung. Er landete mit französischer Hilfe in Schottland. Die Jakobiten erlitten in der Schlacht von Sheriffmuir jedoch eine strategische Niederlage und waren schnell geschlagen.

Wesentlich erfolgreicher war dessen Sohn Charles Edward Stuart. Dieser landete auf eigene Kosten mit zwei Schiffen und einer Handvoll Getreuen im Sommer 1745 an der schottischen Westküste.

Der besser als Bonnie Prince Charlie bekannte Thronanwärter stellte seine Standarte bei Glenfinnan auf. Dort profitierte er von dem hohen Mobilisierungspotential der schottischen Clans.

Binnen weniger Wochen konnte er eine kleine Highland-Armee organisieren, die lokalen Regierungstruppen überlegen war. Der Aufstand erhielt nach den anfänglichen Erfolgen rasanten Zulauf. Bereits im September 1745 wurde Edinburgh besetzt.

Anschließend marschierte Bonnie Prince Charlie nach Süden. Er hatte die Hoffnung, mit der Unterstützung einer französischen Armee und den englischen Jakobiten sogar London einnehmen zu können. Weder die eine noch die andere Hilfe kam.

Stattdessen verlagerte die britische Regierung nun erfahrene Kampftruppen. Die englischen Rotröcke und auch regierungstreue Schotten stellten die Jakobiten in der Schlacht bei Culloden.

Dort endete der letzte Highland Charge der schottischen Geschichte in einem Desaster. Der junge Thronanwärter floh vom Schlachtfeld. Er wurde anschließend von Flora MacDonald vor dem Zugriff der Engländer versteckt, wofür sie bis heute als nationale Heldin gilt.

Königshäuser und ihre Vertreter (Liste)

Haus Alpin (843 bis 1058)

Das Haus Alpin ging aus dem skotischen Königshaus hervor. Das Erbrecht war jedoch nicht gesetzlich wie beispielsweise in der germanischen Lex Salica von Chlodwig I. geregelt.

Schottischer König wurde, wer sich in der Tanistry, der keltischen Königswahl, durchsetzen konnte. Bei diesem System wurde der Nachfolger bereits zu Lebzeiten ernannt, wobei auf das Geschlecht keine Rücksicht genommen wurde.

Dies sollte zu einem Ausgleich der Mächtigen führen, hatte jedoch häufig schwere Streitigkeiten zur Folge. Die MacAlpins waren deshalb fast permanent in innere und äußere Konflikte verstrickt. Von 19 Königen aus dem Geschlecht starben nur zwei eines natürlichen Todes.

  • Kenneth I. (841 – 859)
  • Donald I. (859 – 862)
  • Konstantin I. (862 – 877)
  • Aedh (877 – 878)
  • Eochaid (878 – 889)
  • Giric (878 – 889)
  • Donald II. (889 – 900)
  • Konstantin II. (900 – 943)
  • Malcolm I. (943 – 954)
  • Indulf (954 – 962)
  • Dubh (962 – 967)
  • Culen (971 – 995)
  • Kenneth II. (971 – 955)
  • Konstantin III. (995 – 997)
  • Kenneth III. (997 – 1005)
  • Malcolm II. (1005 – 1034)
  • Duncan I. (1034 – 1040)
  • MacBeth (1040 – 1057)
  • Lulach (1057 – 1058)

Haus Dunkeld (1058 bis 1290)

Der erste Vertreter des Hauses Dunkeld war der Sohn des Abtes von Dunkeld. Dieser Duncan I. ist bis heute bekannt, weil er von Macbeth, dem Shakespeare ein literarisches Denkmal setzte, in der Schlacht von Elgin getötet wurde.

Edinburgh Castle
Edinburgh Castle war Sitz der schottischen Könige und wurde erstmals 1093 erwähnt. (gemeinfrei)

Nominell beginnt die Herrschaft des Haus Dunkeld jedoch erst mit Duncans Sohn Malcolm. Das Ende dieser Dynastie ist ähnlich verworren.

Eigentlich ging das Königshaus schon mit dem Tod von Alexander III. unter. Es gab jedoch noch die designierte Königin Margarete, die Tochter des norwegischen Königs. Sie starb nur leider auf dem Weg nach Scone zu ihrer Krönung.

Die entstehende Vakanz führte zu mehreren Jahrzehnten von blutigen Kriegen. Das schottische Königreich stabilisierte sich erst wieder nach einem Friedensvertrag mit England im Jahr 1357.

  • Malcolm III. (1058 – 1093)
  • Donald III. (1093 – 1094)
  • Duncan II. (1094)
  • Donald III. (1094 – 1097)
  • Edgar (1097 – 1107)
  • Alexander I. (1107 – 1124)
  • David I. (1124 – 1153)
  • Malcolm IV. (1153 – 1165)
  • Wilhelm der Löwe (1165 – 1214)
  • Alexander II. (1214 – 1249)
  • Alexander III. (1249 – 1286)
  • Margarete (1286 – 1290)

Interregnum (1290 – 1306)

Nach dem Ende der königlichen Dunkeld-Linie mischten sich die Engländer massiv in Schottland ein. Mit John Balliol konnten sie sogar einen Anglo-Normannen insbesondere gegen den Widerstand von Robert de Brus auf dem Thron installieren.

John Balliol erwies sich jedoch als eigenständiger Kopf, was eine nochmals verstärkte Intervention seitens der Engländer nach sich zog. Er wurde 1296 zur Abdankung gezwungen und die Zeit der Unabhängigkeitskriege brach an.

  • Thronvakanz (1290 – 1292)
  • John Balliol (1292 – 1296)
  • Thronvakanz (1296 – 1306)

Haus Bruce (1306 – 1371)

Das Haus Bruce gehörte zu jenen bretonischen Clans, die von David I. in den Lowlands angesiedelt wurden. Über eine Ehe waren sie mit dem alten Königshaus Dunkeld verbandelt.

Statue von Robert the Bruce in Sterling Castle
Statue von Robert the Bruce auf der Burg von Stirling mit Wallace-Monument im Hintergrund (gemeinfrei)

Nach dem Tod von Königin Margarete versuchte bereits Robert de Brus sein Glück als Thronanwärter. Er wurde 1292 jedoch von John Balliol ausgestochen.

Im Chaos der Jahre nach dem Ersten Unabhängigkeitskrieg ermordete schließlich sein Sohn Robert the Bruce den damaligen Konkurrenten John Comyn in einer Kirche. Dann ließ er sich überhastet zum neuen König von Schottland krönen.

Es folgten weitere sehr blutige Jahrzehnte. Das Land fand erst nach dem Friedensvertrag mit England von 1357 wieder halbwegs zur Ruhe.

  • Robert I. (1306 – 1329)
  • David II. (1329 – 1332)
  • Eduard Balliol (1332 – 1336)
  • David II. (1336 – 1371)

Haus Stuart (1371 – 1707)

Die „Stewarts“ gehörten ebenfalls zu jenen Clans, die gezielt in den Lowlands angesiedelt wurden. Sie waren dann auch Unterstützer von Roberts Rebellion.

In Person von Walter Stewart führten sie nominell einen Schildtron in der Schlacht von Bannockburn. Jener heiratete dann auch die Tochter von Robert I. und zeugte mit ihr Robert II. von Schottland.

Im Jahr 1558 heiratete die schottische Königin Maria Stewart den französischen Dauphin. In diesem Zuge kam es zur Anpassung der Schreibweise in „Stuart“.

  • Robert II. (1371 – 1390)
  • Robert III. (1390 – 1406)
  • Jakob I. (1406 – 1437)
  • Jakob II. (1437 – 1460)
  • Jakob III. (1460 – 1488)
  • Jakob IV. (1488 – 1513)
  • Jakob V. (1513 – 1542)
  • Maria I. (1542 – 1567)
  • Jakob VI. (1567 – 1625)
  • Karl I. (1625 – 1649)
  • Karl II. (1649 – 1651)

Im Jahr 1603 erbte der schottische König aus dem Haus der Stuarts die englische Krone. Er regierte fortan als Jakob I. Stuart in Personalunion über England und Schottland. Das Geschlecht verscherzte jedoch seine anfangs noch sehr starke Stellung.

In der Folge kam es zu den englischen Bürgerkriegen. Für fast ein Jahrzehnt herrschten die Cromwells als Lordprotektoren über England und Schottland.

Nach dem Rückzug von Richard Cromwell wurde die Herrschaft von Karl II. Stuart erneuert. Das traditionell katholische Haus verlor im protestantischen Britannien auch aufgrund persönlicher Eskapaden an Rückhalt. Mit Königin Anne stellt der Clan eine letzte Herrscherin, die im Act of Union von 1707 das Königreich von Schottland auflöste.

  • Karl II. (1660 – 1685)
  • Jakob VII. (1685 – 1688)
  • Wilhelm II. (1689 – 1702)
  • Anne Stuart (1702 – 1707)