Konrad II.

Konrad II. – erster salischer Kaiser

Konrad II. wurde um 990 geboren. Er war ein Nachfahre von Konrad dem Roten, einem engen Gefolgsmann von Otto dem Großen und Herzog von Lothringen.

Reichskrone
Die Reichskrone von Kaiser Konrad II. in der Wiener Schatzkammer (gemeinfrei)

Nach dem Tod des letzten Kaisers aus dem Geschlecht der Ottonen übernahm Konrad II. die Macht im Reich. Es kam jedoch nicht zu einem politischen Bruch, sondern vielmehr zur Fortsetzung der Leitlinien des Vorgängers.

Am Beispiel von Konrad II. kann man darüber hinaus auch sehr schön die Bedeutung der Symbolpolitik zu Beginn des hohen Mittelalters ablesen. Ein besonders prominentes Beispiel ist die Einführung der „Reichskrone“ mit folgendem Satz auf dem Bügel:

Chonradus dei gratia Romanorum imperator augustus

Kaiser Konrad II. trug außerdem sehr wesentlich zur Entkopplung der Person des Monarchen vom Reich bei. Das war ein wichtiger Schritt in der staatlichen Entwicklung vom realen Einflussbereich eines Herrschers hinzu einer eigenständigen Entität wie sie letztlich mit der Bezeichnung als Heiliges Römisches Reich ihren Ausdruck fand.

„Ist der König tot, so bleibt doch das Reich bestehen, ebenso wie ein Schiff bleibt, dessen Steuermann gefallen ist.“

Herkunft und Aufstieg des salischen Hauses

Der spätere Kaiser Konrad II. war ein „Salier“. Dieser Familienname wurde jedoch erst nachträglich ab dem 12. Jahrhundert geprägt, so dass es sich hierbei nicht um zeitgenössische Bezeichnung handelt.

Der Clan von Konrad II. ging wahrscheinlich auf die „Widonen“ zurück. Das war ein fränkisches Adelsgeschlecht, welches bereits seit dem 7. Jahrhundert zur Führung des Reiches gehörte.

Die Widonen hatten sich bei den Karolingern eingeheiratet. Sie beherrschten in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts das Herzogtum Spoleto in Italien.

Währenddessen zerfiel das Reich unter Karl dem Dicken. Die Widonen sahen sich kurzzeitig als große Gewinner des Niedergangs. In den 890er Jahren waren gleich zwei Vertreter der Sippe römische Kaiser:

  • Guido von Spoleto
  • Lambert von Spoleto

Lambert von Spoleto wurde jedoch im Jahr 896 durch den ostfränkischen König Arnulf von Kärnten verdrängt. Während der Herrschaft von Otto dem Großen ab 936 gewannen sie vor allem in der Person von Konrad dem Roten wieder große Bedeutung.

Konrad der Rote – Herzog von Lothringen

Konrad der Rote gehörte lange Zeit zum engsten Kreis seines Monarchen. Als dessen Gefolgsmann erhielt er im Jahr 944 das Herzogtum Lothringen.

Saliergruft
Konrad der Rote liegt in der Gruft der „Ahnen des Kaisers Konrad II.“ im Wormser Dom. (Foto: Altera Levatur / CC-BY-SA 4.0)

Das Gebiet war einst die Keimzelle des Frankenreiches. Deswegen hatte Lothringen einen sehr hohen symbolischen Rang. Konrad der Rote ließ sich jedoch auf die Intrigen von Liudolf ein, dem ältesten Sohn seines Gönners und Kaisers.

Ab 953 erschütterte der Liudolfinische Aufstand das Reich. Der Kaiser könnte diesen nur mit Mühe niederschlagen. Konrad der Rote fiel in Ungnade und verlor sein Herzogtum.

Der Ahnherr des späteren Kaisers Konrad II. konnte jedoch die Vergebung von Otto erlangen und spielte bald wieder eine herausragende Rolle.

In der Schlacht auf dem Lechfeld von 955 führte Konrad der Rote den fränkischen Haufen und ließ sein Leben für den Sieg gegen die Ungarn. In der Folge war die Familie aus ottonischer Sicht unzweifelhaft rehabilitiert.

Bruno von Kärnten – Papst Gregor V.

Die politische Partnerschaft der Clans fand in der Beziehung zwischen Otto III. und seinem widonischen Hofkaplan und entfernten Vettern Bruno von Kärnten ihren Höhepunkt.

Im Jahr 996 zog dieser Otto dann als ostfränkischer König nach Italien, um einen neuen römischen Papst zu inthronisieren. Der Stadtadel um den Präfekten Crescentius wollte einen eigenen Kandidaten installieren und tat dies auch kund.

Statt einem lokalen Adeligen machte Otto III. jedoch einfach Bruno von Kärnten als Papst Gregor V. zum neuen Stellvertreter Gottes auf Erden. Der revanchierte sich umgehend und krönte seinen Gönner zum Kaiser.

Anschließend verließ Otto Italien wieder. Bruno von Kärnten wurde ohne die Präsenz des Kaisers jedoch umgehend aus Rom verjagt.

Konrads Heirat mit Gisela von Schwaben

Der spätere König und Kaiser Konrad II. gehörte damit während seiner Jugend zu den einflussreichsten Familien in Europa. Sein Großvater bewarb sich sogar um die Wahl als Nachfolger nach dem Tod von Otto. Das wurde jedoch durch den spektakulären Coup von Heinrich II. verhindert.

Innerhalb seiner Sippe war Konrad II. jedoch zumindest während seiner Kindheit weitgehend unbedeutend. Im Jahr 1016 ging er jedoch eine wirtschaftlich sehr interessante Ehe mit Gisela von Schwaben ein.

Die Dame hatte bereits zwei Ehen hinter sich und brachte Kinder mit. Darüber hinaus hatte sie einen sehr beeindruckenden Stammbaum. Damit gewann Konrad an Prestige.

Die politischen Folgen dieser Ehe führten jedoch auch zu Spannungen mit dem letzten ottonischen Kaiser. Aus der Verbindung ging 1017 mit dem späteren Kaiser Heinrich III. ein Sohn hervor.

Nachfolger der ottonischen Königslinie

Nach dem Tod von Kaiser Heinrich II. am 13. Juli 1024 übernahm seine Witwe Kunigunde von Luxemberg geschäftsführend die Regierung. Darüber hinaus verwahrte sie auch die Reichskleinodien, die Symbole der herrschaftlichen Gewalt.

Die Thronvakanz dauerte jedoch nur acht Wochen. Dies spricht vor dem Hintergrund eines dynastischen Wechsels des Königshauses für relativ klare Mehrheitsverhältnisse.

König des Ostfränkischen Reiches

Am 04. September 1024 versammelte sich der hohe deutsche Adel in Kamba, einem Ort am rechten Rheinufer gegenüber von Oppenheim. Als Leiter für die Königswahl fungierte der Erzbischof Aribo von Mainz.

Neben dem dann gewählten Konrad II. kandidierte nur noch eine weitere Person. Es handelte sich dabei um seinen Vettern, der als Konrad der Jüngere bezeichnet wird.

Der zeitgenössische Hofschreiber Wipo von Sachsen beschrieb die Königswahl sehr idealisiert als eine freie, einvernehmliche Wahl. In seiner Darstellung werden allerdings Beteiligte genannt, die tatsächlich jedoch weder anwesend noch in Kamba repräsentiert waren.

Vor allem Lothringer und Sachsen zogen wohl Konrad den Jüngeren vor. Ein wesentliches Argument für Konrad II. dürfte jedoch gewesen sein, dass er bereits einen siebenjährigen Sohn als möglichen Thronfolger hatte.

Der Kölner Erzbischof Pilgrim lehnte die Wahl von Konrad II. zum König des ostfränkischen Reiches ebenfalls ab und verließ Kamba mit den Lothringern. Kunigunde von Luxemburg übergab jedoch die Reichskleinodien und stellte den Gewählten damit in die Nachfolge zu ihrem verstorbenen Mann.

Der Erzbischof von Mainz krönte Konrad II. am 08. September 1024 zum ostfränkischen König. Bei dieser Zeremonie musste der neue Machthaber seine persönliche Regierungsfähigkeit symbolisch nachweisen:

  • Milde: Konrad II. vergab einem alten Feind und söhnte sich mit ihm aus.
  • Gerechtigkeit: Er urteilte über die Ansprüche einer Witwe und eines Waisen.
  • Barmherzigkeit: Ein Bettler erhielt Almosen.

Besetzung des „Erzstuhls des Reiches“

Der Mehrheitsverhältnisse der Königswahl waren zwar geklärt. Die Existenz einer realen Opposition war Konrad II. jedoch offenkundig bewusst.

Deutscher Kaiserthron
Konrad II. besetzte den „Erzstuhl des Reiches“ (Foto: Berthold Werner / Lizenz: CC-BY-SA 4.0)

Er begab sich deshalb nach seiner Wahl und Krönung auf einen „Umritt“ durch das Reich. Dabei handelte es sich um eine sehr alte Tradition, die bis zurück zu den Merowingern ging.

Ein neuer Herrscher zeigte damit Präsenz im Reich, um möglichen Zweiflern zu begegnen. Dieser Umritt von König Konrad II. dauerte mehrere Monate, während er parallel beispielsweise durch Beförderungen einen Ausgleich mit oppositionellen Personen suchte.

Die Reise hatte jedoch eine Reihe von symbolischen Höhepunkten. Beispielsweise traf er sich mit Adelheid von Quedlinburg. Diese Tochter von Kaiser Otto II. lebte und führte das berühmte Kloster als zweite Äbtissin immer noch.

Von besonderer Bedeutung auf diesem Umritt war die Besetzung des „Erzstuhls“. Damit ist der Krönungsstuhl von Karl dem Großen in Aachen gemeint.

Rex Francorum et Langobardorum

Bereits im Februar 1026 sammelte der damalige König Konrad II. ein Heer für einen ersten Zug nach Italien. Der Hintergrund war, dass die Stadt Pavia nach dem Tod des letzten Kaisers umgehend die Pfalz aus Zeiten von Theoderich dem Großen niedergebrannt hatte.

Vor dem Hintergrund dieser Ereignisse kam es zu der bekannten Schiffsmetapher von Konrad II. zu seinem Staatsverständnis:

„Ist der König tot, so bleibt doch das Reich bestehen, ebenso wie ein Schiff bleibt, dessen Steuermann gefallen ist.“

Die Streitkraft umfasste tausende Panzerreiter. Außerdem wurde Konrad II. von den Erzbischöfen aus Köln und Mainz begleitet, so dass er die höchstrangigen Kleriker des ostfränkischen Reiches an seiner Seite hatte.

Im März 1026 wurde Konrad II. in Mailand zum König der Langobarden gekrönt. Dieser Italienzug verlief jedoch keinesfalls reibungslos.

Die Stadt Pavia konnte Konrad II. trotz seiner Streitkraft nicht unterwerfen. Im Juni 1026 kam es dann zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Einwohnern der Stadt Ravenna sowie seinen dort einquartierten Truppen.

Konrad II. als römisch-deutscher Kaiser

Kaiserkrönung in der Peterskirche

Im März 1027 kehrte Konrad II. nach Italien zurück, um sich am Ostersonntag zusammen mit seiner Frau Gisela in der Peterskirche zum Kaiser krönen zu lassen. Es war eine der glanzvollsten Zeremonien des Mittelalters.

Die Krönung wurde durch Papst Johannes XIX. vollzogen. Neben über 70 hochrangigen Klerikern war beispielsweise auch Knut der Große anwesend, der in dieser Zeit über ein Großreich aus England, Dänemark und Norwegen herrschte.

Nach seiner Kaiserkrönung erließ Konrad II. mindestens 17 Urkunden und sortierte vor allem die kirchlichen Machtverhältnisse in Italien. In diesem Zuge verließ er erstmals die Linie seines Vorgängers und zwar mit einer sehr konfrontativen Haltung gegenüber der Unabhängigkeit von Venedig.

Im April 1027 machte Kaiser Konrad II. noch einen Abstecher in den Süden von Italien. Dort ließ er sich von den Fürsten von Benevent, Capua und Salerno huldigen.

Rekuperation und bayerische Herzogswahl

Nach seiner Rückkehr aus Italien nahm Kaiser Konrad II. zumindest Teile des deutschen Adels ins Visier. Zunächst eröffnete er im Juni 1027 ein „Rekuperationsverfahren“.

Dieser etwas sperrige Begriff bezeichnet die schriftliche Feststellung von Reichsgütern. Das bedeutete, dass der Adel gegenüber dem Kaiser angeben musste, beispielsweise welche Burgen und Klöster diesem gehören.

In dem Zug wurden dann auch zahlreiche strittige beziehungsweise eigentlich vererbte Güter durch Konrad II. eingezogen. Besonders betroffen war beispielsweise der Nachlass der inzwischen verstorbenen Witwe seines Vorgängers Kunigunde von Luxemburg.

Diese Rekuperation durch Kaiser Konrad II. gilt als ein weiteres Merkmal seines abstrakten Verständnisses von einem Staat.

Parallel besetzte Konrad II. das zu diesem Zeitpunkt vakante Herzogtum Bayern allerdings auch mit seinem Sohn. Er tastete das Wahlrecht der bayerischen Fürsten zwar nicht an, aber er dachte eben auch in dynastischen Linien.

Unterwerfung des polnischen Königs

Polen hatte je nach Lesart seit 1002 mit Boleslaw I. einen ersten König. Unter Missachtung der ostfränkischen Suprematie ließ sich dieser dann nach dem Tod des Vorgängers von Konrad II. im Jahr 1025 öffentlich krönen.

in iniuriam regis Chuonradi

Boleslaw I. starb allerdings schon wenige Monate später. Doch auch sein Nachfolger Mieszko II. Lambert ließ sich entgegen des Willens von Konrad II. zum König von Polen erheben.

König Mieszko ging ab 1028 auch noch in die militärische Offensive und fiel im östlichen Sachsen ein. Es dauerte drei Jahre, bis Kaiser Konrad II. sich nach wechselvollen Feldzügen durchsetzen konnte.

Im Juli 1033 unterwarf sich Mieszko auf dem Hoftag zu Merseburg und verzichtete auf die Krone. Polen fiel drei Jahrzehnte nach der einstigen Aufwertung durch Otto III. wieder in den Rang eines Vasallen zurück.

Sturz der Herzöge Ernst und Adalbero

Ab Juli 1027 hatte Konrad II. auch mit handfestem Widerstand im Inneren zu kämpfen. Zunächst betraute er seinen Stiefsohn Ernst mit der Befriedung der Konflikte.

Doch Ernst schloss sich kurzerhand einer Gruppe von Verschwörern an, zu denen beispielsweise auch Welf II. gehörte. Sie plünderten im Elsass und versuchten Gebiete in Burgund mit neuen Burgen zu sichern.

Es folgten drei turbulente Jahre, in denen sich auch der alte Konkurrent Konrad der Jüngere gegen den Kaiser stellte. Letztlich gab dieser jedoch den Widerstand auf und Ernst von Schwaben wurde 1030 nach einer verlorenen Schlacht auf der Flucht getötet.

Das Herzogtum Schwaben wurde wenige Jahre später ebenfalls an den Thronfolger verliehen. Ein weiterer Streitfall ergab sich bis dahin auch noch mit Adalbero, dem Herzog von Kärnten:

  • 1027 war Adalbero der Schwertträger von Konrad II. auf der Synode zu Frankfurt.
  • 1028 und später wurde der Herzog von Kärnten nicht mehr erwähnt.
  • 1035 stand er unter Anklage vor dem Hoftag zu Bamberg.

Der Hintergrund dürfte eine allzu eigenständige Politik des Kärntener Herzogs gegenüber Ungarn gewesen sein. Der Konflikt endete mit der Verbannung von Adalbero und seinen Söhnen.

Der geschickte Kaiser Konrad II. verlieh das nun vakante Herzogtum an Konrad den Jüngeren. Damit waren diese Spannungen befriedet.

Konrad der Jüngere starb 1039. Der Thronfolger Heinrich III. erhielt dann auch dieses Herzogtum.

Aneignung des Königreiches Burgund

Unter Konrad II. kam es schließlich zur Übernahme des Königreiches Burgund durch das römisch-deutsche Reich. Der Hintergrund war, dass deren letzter König Rudolf III. am 06. September 1032 kinderlos verstarb.

Als Erbe war ursprünglich ein Stiefsohn von Konrad II. eingesetzt worden. Der starb jedoch vor dem Kaiser, so dass der territoriale Nachlass an ihn fiel.

Kaiser Konrad II. brach umgehend einen Feldzug gegen Polen ab und marschierte mit seinem Heer nach Burgund. Am 02. Februar 1033 wurde er von einigen seiner Anhänger als König von Burgund gewählt.

Noch im Winter errang er die Zustimmung weiterer Adeliger. Er konnte jedoch Widerstandsnester im heutigen Schweizer Kanton Freiburg nicht zeitnah erobern.

Erst mit längeren Feldzügen in den Sommern von 1033 und 1034 setzte er seine Ansprüche durch. Die Angelegenheit wurde mit einer größeren Zeremonie in der Kathedrale von Genf abgeschlossen.

Speyer – vom Kuhdorf zur Metropolis

Im Bereich der Stadt Speyer kann man Funde der Besiedelung bis zurück aus der Jungsteinzeit finden. Das Römische Reich hatte dort einen Außenposten, der zeitweise mit etwa 500 Mann besetzt war.

Speyerer Dom
Kaiser Konrad II. befahl die Errichtung des Speyerer Doms ab 1025. (pixabay)

Um die Jahrtausendwende war Speyer jedoch immer noch ein kleines Kaff. In Urkunden wurde der Ort als „vaccina“, als Kuhdorf, bezeichnet.

Unter Konrad II. entwickelte sich Speyer jedoch in einem rasanten Tempo zu einer der bedeutendsten Städte im Reich. Ein politischer Hintergrund war, dass andere wichtige Regionen wie Köln oder Mainz fest in der Hand von anderen Familien oder der Kirche waren.

In Speyer konnten sich die Salier hingegen ein eigenes und neues Machtzentrum errichten. Wohl ab 1025 ließ Konrad II. dort eine Königskathedrale errichten, den Speyerer Dom.

Konrad II. förderte das Domkapitel mit Schenkungen und plante wohl von Anfang an mit dem Ort als Grablege für sich selbst und seine Dynastie. Innerhalb weniger Jahre entstand so eine „metropolis“, eine Großstadt.

Unter dem Sohn von Kaiser Konrad II. erreichte der Speyerer Dom eine Gesamtlänge von 134 Meter. Zu diesem Zeitpunkt war es die größte Kirche der Christenheit.

Tod und Thronfolge des Sohnes (1039)

Konrad II. hatte bereits ab 1026 mit der Ordnung seiner Nachfolge begonnen. Sein Sohn Heinrich erhielt nach und nach mehrere Herzogtümern und wurde systematisch aufgebaut.

Grabkrone Konrad II.
Grabkrone von Kaiser Konrad II. (gemeinfrei)

Im Frühjahr des Jahres 1039 war Kaiser Konrad II. in Nimwegen und kurierte eine Erkrankung aus. Er zog dann weiter nach Utrecht, um dort Pfingsten zu feiern.

Konrad II. starb jedoch sehr plötzlich am 04. Juni 1039. Seine Leiche wurde dann über einen Monat lang durch das Reich gekarrt und in verschiedenen Kirchen aufgebahrt.

Der Hofschreiber Wipo von Sachsen beschrieb die große Anteilnahme der Bevölkerung. Der unbekannte Verfasser der Hildesheimer Annalen zeichnete jedoch ein ganz anderes Bild von einem herzlosen Herrscher, dem niemand eine Träne nachweinte.

Der Übergang der Herrschaft an den Thronfolger Heinrich III. verlief jedoch reibungslos. Es handelte sich dabei sogar um die einzige ungefährdete Nachfolge der gesamten ottonisch-salischen Zeit also etwa für 200 Jahre.