Peter der Große

Peter der Große – Kaiser von Russland

Pjotr Alexejewitsch Romanow wurde am 09. Juni 1672 im Kreml geboren. Sein Vorgänger Zar Fjodor III. verstarb, als der spätere Kaiser Peter der Große gerade einmal zehn Jahre alt war. Unter maßgeblicher Beteiligung der Palastwache entbrannte zunächst ein blutiger Machtkampf.

Peter der Große
Peter I. der Große im Jahr 1717 gemalt von Jean-Marc Nattier. (gemeinfrei)

Während dieses Ersten Strelizenaufstandes töteten die Gardisten vor seinen Augen sogar die Mutter sowie zwei Brüder. Dem jungen Peter wurde daraufhin zusammen mit einem weiteren Bruder formal der Titel als Zar und Großfürst von Russland übertragen.

Die Regierungsgeschäfte übernahm allerdings seine ältere Schwester Sophia. Doch als Teenager baute sich Peter eine treue und kampfkräftige Clique auf.

1689 konnte der Zar mit Hilfe seiner Gefolgsleute die Schwester stürzen. Er entwickelte sich dann zu einem der bedeutendsten Herrscher des Landes und führte später den verwestlichten Titel als Kaiser von Russland ein.

Zu seinen großen Erfolgen zählt, dass er im Großen Nordischen Krieg einen Zugang zur Ostsee erkämpfen konnte. Dort ließ Peter der Große bereits ab 1703 mit St. Petersburg eine neue Hauptstadt errichten.

„Das Unglück fürchten heißt, das Glück nie zu Gesicht bekommen.“

Darüber hinaus ging Peter der Große als bedeutender Reformer in die Geschichte ein. Mit diesen Petrinischen Reformen griff er tief in die territoriale Gliederung sowie Verwaltung des Reiches ein. Außerdem ließ er zahlreiche Schulen bauen, um das Bildungsniveau zu heben.

Der ambitionierte Monarch starb dann am 08. Februar 1725 an den Folgen einer Rettungsaktion: Während einer Seereise auf dem Weg nach St. Petersburg half er Schiffbrüchigen und begab sich dabei selbst in das eiskalte Wasser. Das war für die angeschlagene Leber des trinkfreudigen Kaisers zu viel.

Zar Peter I. in der russischen Realpolitik

Machtkampf mit den Strelizen

Zar Iwan der Schreckliche zerschlug in der Frühphase seiner Herrschaft die Macht der sogenannten Bojaren. Das waren hohe russische Adelige, die dank eigener Territorien auch über private Armeen verfügten.

Zu diesem Zweck baute Iwan mit den sogenannten Strelizen eine Garde auf, die besser ausgebildet und bewaffnet als die Einheiten der Bojaren waren. Deshalb wird häufig ein Vergleich zu den römischen Prätorianern gezogen.

Strelizen
Zeichnung eines russischen Strelizen (gemeinfrei)

Die Strelizen hatten in Moskau eigene Quartiere, erhielten einen höheren Sold und verfügten über gesellschaftliche Privilegien. Im Laufe des 17. Jahrhunderts erodierte jedoch ihre Stellung.

Die Garde wurde immer schlechter bezahlt und verlor interessante Sonderrechte. Nach dem Tod von Zar Fjodor III. am 07. Mai 1682 sahen sie wohl ihre Stunde gekommen.

Im Ersten Strelizenaufstand stürmten sie den Palast und massakrierten eine ganze Reihe von Romanows. Peter der Große sah als damals zehn Jahre alter Junge mit eigenen Augen, wie zwei Brüder und seine Mutter erschlagen wurden.

Anschließend erhoben ihn die Strelizen zusammen mit einem behinderten Bruder zum Zaren. Die Macht übernahm mit Hilfe der Garde jedoch die ältere Schwester Sophia.

Doch Peter der Große entwickelte sich schnell zu einem sehr kräftigen Teenager mit einer Vorliebe für Kriegsspiele. Mit seinen 50 besten Freunden verbrachte er gerne viel Zeit mit Dingen, die man heute wohl als paramilitärische Übungen bezeichnen würde.

Zur Eskalation kam es dann während seiner Reise in den Westen von Europa im Jahr 1689. Dieser Zweite Strelizenaufstand wurde von seiner Clique abgeschmettert. Zar Peter I. der Große kehrte in die Heimat zurück, löste die alte Garde auf und ließ Rädelsführer hinrichten.

Eroberung der Festung Asow (1696)

Russland verfügte bereits zu Beginn der Herrschaft von Zar Peter dem Großen über eine riesige Landmasse. Es fehlte aber ein günstiger Zugang zum Meer für den Handel und auch zum Betrieb einer Kriegsflotte.

Zar Peter der Große
Zar Peter I. der Große im Jahr 1698 gemalt von Godfrey Kneller. (gemeinfrei)

Das erste große Ziel von Peter dem Großen war deshalb die Festung Asow am Asowschen Meer. Das ist liegt östlich von der Krim unweit des Flusses Don und gehört zum Schwarzen Meer.

Der Ort wurde vom Osmanischen Reich kontrolliert und war bis dato bereits mehrfach berannt worden. Auch die anfänglichen Bemühungen von Zar Peter dem Großen scheiterten zunächst.

Am 28. Juli 1696 könnte er die Festung Asow jedoch einnehmen und damit seinen ersten militärischen Erfolg verbuchen. Dieser Zugang zum Schwarzen Meer blieb aber nicht lange offen.

Bereits 1711 trat Russland in Folge einer Niederlage im Vierten Russisch-Türkischen Krieg die Festung Asow wieder an die Osmanen ab. Erst unter Katharina der Großen konnte der Ort ab dem Jahr 1774 dauerhaft von Russland besetzt werden.

Freundschaft mit August dem Starken

Peter der Große war ein lebenslustiger und sehr kraftvoller Typ, der unter den europäischen Herrschern einen perfekten Kumpel fand: August der Starke war zwei Jahre älter und schon seiner Zeit eine Party-Legende.

August der Starke
August der Starke im Jahr 1718 gemalt von Henryk Rodakowski. (gemeinfrei)

Der Kurfürst von Sachsen feierte großartige Feste und schuf den Dresdner Zwinger. Die beiden trinkfesten Monarchen teilten aber nicht nur die Vorliebe für Prachtbauten:

„Die Fürsten schaffen sich Unsterblichkeit durch ihre Bauten.“

Der prächtige August wurde 1697 dann auch noch zum König von Polen-Litauen. Mit Peter dem Großen teilte er fortan auch höher gesteckte Machtinteressen und die beiden Kumpanen heckten einen Plan aus:

Sie gingen ein Dreier-Bündnis mit dem dänischen König ein, um die Vormachtstellung der Schweden im Ostsee-Raum zu brechen. Auf dem Thron in Stockholm saß der damals erst 18-jährige Karl XII. und der Zeitpunkt erschien günstig. Der Jungspund verfügte jedoch nicht nur über eine sehr schlagkräftige Armee, sondern war auch selbst ein sehr talentierter Feldherr, wie man schon bald herausfinden sollte.

Großer Nordischer Krieg (1700 bis 1721)

Der Große Nordische Krieg begann im März 1700. Schweden wurde von den drei Partnern zugleich attackierte. Das Angriffsziel von Peter dem Großen war Livland, das heutige Lettland.

Karte des Großen Nordischen Krieges mit den Feldzügen von 1701 bis 1709 (Urheber: S. Bollmann / CC-BY-SA 3.0)

Die Schweden war zahlenmäßig weit unterlegen. Doch auch viele Jahrzehnte nach den großen Reformen durch Gustav II. Adolf hatten sie immer noch eine hervorragende Armee.

Die Russen erlitten in der Anfangsphase vor allem wegen des Mangels an Munition nicht nur schwere Niederlagen. Die Schweden gingen zum Gegenangriff über und drangen bis tief in das Landesinnere ein.

Der Große Nordische Krieg eskalierte immer weiter. Schließlich traten auch Großbritannien, Hannover, das Osmanische Reich, die Niederlande, Preußen und Schleswig-Holstein ein.

Die Wende zu Gunsten von Russland im Ringen mit den Schweden kam 1709 mit dem Sieg in der Schlacht bei Poltawa. Bis dahin musste aber vor allem August der Starke Federn lassen. Zeitweise verlor er sogar seine Position als König von Polen-Litauen.

Bis zum endgültigen Frieden von Nystad vergingen mehr als zwei Jahrzehnte. Der Blutzoll war immens. Alleine auf russischer Seite starben etwa 100.000 Mann durch Krankheiten und Gefechte.

Die Schwierigkeiten lösten letztlich auch einen neuen Krieg mit den Türken an ganz anderen Schauplätzten aus. In diesem Zusammenhang ging dann beispielsweise die Festung Asow am Schwarzen Meer verloren.

Allerdings muss man auch sagen, dass Peter der Große sein strategisches Kriegsziel bereits im Jahr 1703 erreichte. Er hat sich den Zugang der Ostsee erstritten und gründete dort die Stadt St. Petersburg, die nach seinen Worten ein zweites Amsterdam werden sollte.

Gründung von St. Petersburg (1703)

Bereits die ersten Landgewinne im Großen Nordischen Krieg reichten, um einen dauerhaften Zugang zur Ostsee und damit zu Handelsrouten zu erlangen. An der Mündung des Flusses Newa wollte Peter der Große jedoch nicht nur ein Handelszentrum, sondern eine neue Hauptstadt gründen.

Die Legende, dass Peter der Große die Stadt aus dem Nichts heraus in einem Sumpf errichtete, ist jedoch übertrieben. Die Region war spätestens seit dem 10. Jahrhundert besiedelt und kultiviert worden.

Der Landstreifen war auch ein Gegenstand im Streit zwischen Schweden und Nowgorod. Man einigte sich auf eine Demilitarisierung der Zone und schliff laut einer Quelle im Jahr 1301 eine Festung in der Region.

Peter-und-Paul-Festung
Luftbild der Peter-und-Paul-Festung in St. Petersburg (Foto: Andrew Shiva / CC-BY-SA 4.0)

1611 errichteten die Schweden am Fluss Newa die Festung Nyenschanz, die heute im Petersburger Stadtteil Malaja Ochta liegt. Zar Peter der Große nahm die Anlage im Frühjahr 1703 ein und ließ sie zerstören.

Nur zwei Wochen später begann er mit dem Bau der Peter-und-Paul-Festung, die den historischen Kern von St. Petersburg bildet. Die Arbeiten in St. Petersburg wurde so intensiviert, dass Peter der Große schließlich sogar die parallele Errichtung von Steinbauten in anderen Teilen von Russland verbot.

Doch St. Petersburg sollte auch ein riesiger Prachtbau werden. Dazu wurden nicht nur enormen Parkanlagen, sondern sogar eine Beleuchtung der Innenstadt geschaffen. Den Luxus bezahlten jedoch so viele Arbeiter mit ihrem Leben, dass sich eine Redensart entwickelte:

„St. Petersburg ist auf Schlamm und Menschenknochen gebaut.“

Um St. Petersburg mit Leben zu füllen, erließ Peter der Große einige Gesetze um insbesondere die Angehörigen der Verwaltung in die neue Hauptstadt zu zwingen. Die Stadt war jedoch sehr unbeliebt, wie der Zar selber wusste:

„Ich weiß, die Menschen lieben Sankt Petersburg nicht, anzünden werden sie die Stadt und die Flotte, sobald ich tot bin, aber solange ich lebe, halte ich sie hier fest, sie sollen spüren, ich bin Zar Peter Alexejewitsch.“

Ehen und Kinder von Peter dem Großen

Während des Zweiten Strelizenaufstandes verdächtigte Peter der Große seine erste Frau Jewdokija Fjodorowna Lopuchina des Verrats. Er verbannte sie daraufhin in ein Kloster.

Zarin Katharina I. von Russland
Katharina I. von Russland im Jahr 1717 gemalt von Jean-Marc Nattier. (gemeinfrei)

Ein Sohn, Alexei Petrowitsch, aus dieser ersten Ehe sollte dann tatsächlich irgendwann richtig Ärger machen. Er war ein jähzorniger Alkoholiker, Schläger, und verschwor sich gegen seinen Vater.

Die Intrige flog auf, Alexei Petrowitsch wurde auf der Flucht geschnappt, gefoltert und zum Tode verurteilt. Er starb dann sogar schon vor seiner Hinrichtung an den Folgen der Misshandlung.

Der heißblütige Zar fand aber in einer Bäuerin aus Litauen noch seine große Liebe. Entgegen der Konventionen heiratete er sie 1712.

Als Katharina I. wurde die Litauerin dann Mutter von zwölf gemeinsamen Kindern. Es erreichten jedoch nur zwei Töchter das Erwachsenenalter.

Katharina I. war jedoch offenbar eine große Stütze. Nach dem Tod von Peter dem Großen übernahm sie sogar als Zarin die Herrschaft und regierte noch zwei Jahre bis mit Peter II. ein Enkel die Krone erhielt.

Sie ist jedoch nicht zu verwechseln, mit ihrer Namensschwester Katharina der Großen, die erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts regierte.

Petrinische Reformen in der Übersicht

Die Umsetzung der Petrinischen Reformen begann während und trotz der schmerzhaften Einschnitte des Großen Nordischen Krieges. Bei diesen Maßnahmen handelt es sich jedoch um Stückwerk, weil es keinen einheitlichen Masterplan gab.

Dennoch gelang es Peter dem Großen, Stück für die Stück die Grundlage für den Aufstieg Russlands zur Großmacht zu schaffen. 1721 kam auch der Titel als „Kaiser von Russland“ hinzu.

Große Gesandtschaft in Europa

Im Jahr 1696 reiste Zar Peter der Große inkognito in den Westen von Europa. Er besuchte Deutschland, die Niederlande und England, um Inspirationen für die Entwicklung seines Reiches zu sammeln.

Peter der Große war sehr groß und kräftig. Zumindest in körperlicher Hinsicht könnte er sich deshalb als einfacher Arbeiter tarnen. Beispielsweise arbeitete oder vielmehr lebte er als Zimmermann in den Niederlanden, wie die Kurfürstin Sophie von Hannover schrieb:

„In Amsterdam amüsiert sich seine Exzellenz, indem er zusammen mit Matrosen Wirtshäuser aufsucht.“

In dieser Zeit machte er sich mit den Konstruktionsplänen von großen Handelsschiffen vertraut.

Besteuerung von Bärten

Nachdem Peter der Große von seiner Reise nach Europa zurückkehrte, zeigte sich immer deutlicher seine Ablehnung von russischen Traditionen, die er als rückständig erachtete.

Besonderen Anstoß nahm der Zar an langen, traditionellen Bärten. Bei einem Empfang rasierte er sogar persönliche eine Reihe von Würdenträgern.

1698 führte er dann die „Bartsteuer“ ein. Je nach gesellschaftlichem Stand musste ein Bartträger zwischen 30 und 100 Rubeln entrichten. Gemessen an dem Staatshaushalt von grob zehn Millionen war das enorm teuer.

Reformen des Militärwesens

Die schweren Niederlagen zu Beginn des Großen Nordischen Krieges führten zu einer Reihe von Reformen des Militärs. Vor allem die Offiziere wurden nun Berufssoldaten, die im dauerhaften Sold standen.

Darüber hinaus wurden auch für die Mannschaften neue Ausbildungsstätten geschaffen. Einen wesentlichen Beitrag leisten jedoch auch Spezialisten aus dem Ausland.

Die Artillerie wurde beispielsweise mit Hilfe von Niederländern verbessert. Zur Finanzierung dieses Aufwandes griff Peter der Große später zu einer Kopfsteuer für Bauern und Bürger. Damit leistete er jedoch einen Beitrag für die fundamentalen Konflikte in der russischen Gesellschaft.

Manufakturen und Spinnrad

Wirtschaftliche Reformen waren angesichts der großen finanziellen Herausforderungen durch den Großen Nordischen Krieg ebenfalls von großer Bedeutung. Peter der Große trieb deshalb den Ausbau von Fabriken voran.

Während seiner Zeit stieg die Zahl von zehn auf 100 Manufakturen in Russland. Ein besonders bekanntes Beispiel war die Waffenfabrik von Tula mit mehreren tausend Arbeitern.

Im Jahr 1717 wurde in Russland auch das Spinnrad eingeführt, um die Produktivität der Textilindustrie zu steigern. Per Gesetz ordnete er die Ausbildung von Waisenkindern zu Handwerkern und Fabrikanten an.

Interessanterweise gelang es Peter dem Großen durch solche Maßnahmen tatsächlich, zum Ende seiner Regentschaft einen ausgeglichenen Haushalt von etwa zehn Millionen Rubel zu erreichen.

Verhältnis zur orthodoxen Kirche

Die engen Beziehungen der Russisch-Orthodoxen Kirche und den Strelizen belastete von Anfang an das Verhältnis zu Peter dem Großen. Der hohe Einfluss des Klerus auf die breite Bevölkerung machte ein allzu offensives Vorgehen anfangs jedoch möglich.

Eine große Chance ergab sich, als der Patriarch verstarb. Peter der Große untersagte daraufhin die Wahl eines Nachfolgers und setzte Strukturreformen durch.

Er entzog Besitzungen und schuf die Heilige Synode der Russisch-Orthodoxen Kirche. Das ist bis heute ein leitendes Gremium, deren Mitglieder jedoch von Peter dem Großen abhängig waren. Damit ging beispielsweise die Unabhängigkeit der kirchlichen Rechtsprechung verloren.

Reform des Bildungswesen

Das Bildungswesen in Russland ruhte auf den kirchlichen Schulen. Peter der Große investierte deshalb sehr gerne in den Bau und den Betrieb von weltlichen Einrichtungen.

Damit verbesserte er das Bildungsniveau im Land. Zugleich schwächte er aber auch durch diese Maßnahme den Einfluss den gesellschaftlichen Einfluss der Kirche.

Peter der Große gründete 1724 die Russische Akademie der Wissenschaften. Im Gegensatz zu vergleichbaren Institutionen im Westen von Europa handelte es sich dabei um eine staatliche Einrichtung, die die wissenschaftlichen Bestrebungen des Landes aktiv bündeln sollte.

Rangtabelle des Kaiserreichs

Peter der Große war bereits sehr früh daran interessiert, die Stellung des Adels zu untergraben. Ein wesentlicher Trick war die Einführung der Primogenitur. Damit wurde das Erbe eines Adeligen nur noch an den ältesten Sohn weitergegeben.

Das hatte zur Folge, dass alle weiteren Söhne im Militär oder der Verwaltung arbeiten mussten, um sozial nicht abzustürzen. Damit zwang Peter der Große einen wesentlichen Teil des Adels in Dienstpflichten und damit in die persönliche Abhängigkeit.

„Hinauswerfen ist leicht, Hinrichten auch.“

Im Jahr 1722 kam mit der „Rangtabelle“ ein weiteres Instrument hinzu. Damit wurden alle Positionen in der Verwaltung, dem Heer und der Marine in 14 Stufen gegliedert.

Erst wenn ein Adeliger durch entsprechende Leistungen den achten Rang erreicht hatte, wurde sein Status wiederum erblich. Diese Rangtabelle galt dann fast 200 Jahre bis zur Oktoberrevolution im Jahr 1917.