Heinrich III. (HRR)

Heinrich III. – römisch-deutscher Kaiser

Heinrich III. wurde am 28. Oktober 1016 geboren. Sein Vater Konrad II. baute ihn bereits als Kind zum Thronfolger auf. Dafür erhielt er schon als Jugendlicher nach und nach mehrere Herzogtümer sowie Königswürden.

Kaiser Heinrich III.
Heinrich III. – Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (gemeinfrei)

Nach dem Tod von Konrad im Jahr 1039 übernahm Heinrich III. reibungslos die Herrschaft. Es handelte sich dabei sogar um die einzige unangefochtene Übergabe der Macht der gesamten ottonisch-salischen Zeit, also einer Phase von etwa 200 Jahren.

Während seiner Regierung förderte Heinrich III. wie sein Vater vor ihm ganz besonders Speyer. Der dortige Dom wurde während seiner Zeit zur damals größten Kirche der Christenheit ausgebaut.

Im Jahr 1046 beendete Heinrich III. ein Papstschisma. Anschließend wurde er in Rom zum zweiten deutschen Kaiser aus dem Geschlecht der Salier gekrönt. Dabei brach er auch den übermäßigen Einfluss des Stadtadels auf die Wahl der römischen Päpste.

Zugleich leistete Heinrich III. aber der cluniazensischen Reformbewegung aus den Reihen vieler Mönchsorden Vorschub. Damit schuf er jedoch auch die Basis für das große Duell zwischen seinem Sohn und Papst Gregor VII. in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts.

Ausbildung und Zeit als Thronfolger

Heinrich III. war der Sohn von Konrad II. und Gisela von Schwaben. Er hatte aus früheren Ehen der Mutter noch ältere Stiefbrüder, aber auch jüngere Schwestern.

Die älteren Stiefbrüder starben jedoch schon vor dem Tod des Vaters. Ernst von Schwaben wurde beispielsweise nach einer missglückten Rebellion im Jahr 1030 auf der Flucht erschlagen.

Bischof Bruno von Augsburg

Heinrich III. wurde bereits als Kind systematisch zum Thronfolger aufgebaut. Anfangs war sein Onkel, der Erzbischof Bruno von Augsburg, mit der Erziehung betraut.

Neben der fachlichen Ausbildung erhielt Heinrich III. sicherlich Einblicke in die Traditionen der Herrschaftspraxis. Außerdem prägte sein Vater beispielsweise gegenüber der Stadt Pavia mit der berühmten Schiffsmetapher ein damals sehr modernes Staatsverständnis:

„Ist der König tot, so bleibt doch das Reich bestehen, ebenso wie ein Schiff bleibt, dessen Steuermann gefallen ist.“

Das „Ostfränkische Reich“ als ein territorial oft unscharfer Begriff für den Machtbereich eines konkreten Herrschers entwickelte sich in diesen Jahrzehnten immer mehr zu einer abstrakten, aber vor allem eigenständigen Entität.

Heinrich erlebte in seiner Jugend diesen wichtigen Schritt der staatlichen Evolution hinzu dem, was man im nachhinein besser als „Heiliges Römisches Reich“ kennt. In der Rückschau wurde seine spätere Herrschaft als Kaiser Heinrich III. von Historikern deshalb häufig als entscheidende Brücke zwischen Früh- und Hochmittelalter bewertet.

Wie sich später herausstellen sollte, konvergierte dieser Wandel des weltlichen Verständnisses von einem Staat mit einer Reformbewegung in der Kirche. Heinrich III. lebte deswegen in einer Zeit, als die beiden Säulen der mittelalterlichen Macht zeitlich in etwa parallel verschoben wurden.

Herzog- und Königtümer

Unabhängig von der sich entwickelnden Staatstheorie wurde Heinrich III. von seinem Vater auch realpolitisch aufgebaut:

  • Das Herzogtum Bayern übertrug man ihm am 24. Juni 1027, nachdem der alte Herzog verstorben war. Der kaiserliche Vater respektierte zwar das Wahlrecht des Adels, drückte die Ernennung seines damals erst zehn Jahre alten Sohnes jedoch politisch einfach durch.
  • Das Königtum Ostfranken erhielt Heinrich III. wenig später im Jahr 1028 aus den Händen des Erzbischofs Pilgrim von Köln. In kaiserlichen Urkunden wurde er als „einziger Sohn“ und „Hoffnung des Reiches“ bezeichnet.
  • Das Herzogtum Schwaben wurde Heinrich III. im Jahr 1038 verliehen. Ursprünglich war dort sein älterer Stiefbruder Ernst in Amt und Würden, der hatte sich jedoch erhoben und war getötet worden.
  • Das Königtum Burgund erhielt der junge Thronfolger ebenso im Jahr 1038. Diese „Trias der Reiche“ von Burgund, Deutschland und Italien unter der Führung der deutschen Könige war erst wenige Jahre zuvor entstanden.

Heinrich III. bekam auch eine standesgemäße Frau. Anfangs suchte man nach einer möglichen Verbindung mit dem byzantinischen Kaiserhaus wie einst mit Theophanu.

Aber Heinrich III. wurde dann mit einer Tochter von Knut dem Großen verheiratet. Der herrschte von 1014 bis 1035 über ein Großreich bestehend aus Dänemark, England, Norwegen und dem Süden von Schweden.

Diese Gunhild von Dänemark starb jedoch zwei Jahre nach der Hochzeit. Ihr Grab befindet sich noch heute im Mittelschiff der Klosterruine Limburg. Das Paar hatte mit Beatrix eine Tochter, die später ganz in kaiserlicher Tradition als Äbtissin das Kloster von Quedlinburg führte.

Sieg gegen Udalrich von Böhmen

Trotz all seiner Ämter übernahm Heinrich III. als junger Teenager natürlich nicht gleich die volle Verantwortung. Er wuchs begleitet von Beratern in seine Aufgaben hinein.

Heinrich III. war dann beispielsweise an einem Friedensschluss mit Ungarn von 1031 beteiligt. Seine erste eigene große Aktion kam zwei Jahre später mit einem Feldzug gegen Udalrich von Böhmen.

Der Herzog war ein Vasall des römisch-deutschen Kaisers. Er verweigerte jedoch die Vorladung auf den Hoftag zu Merseburg im Jahr 1033. Der junge Heinrich III. führte daraufhin ein Zug nach Böhmen und nahm den rebellischen Fürsten gefangen.

Heinrich III. als römisch-deutscher Monarch

Nach dem Tod von Kaiser Konrad II. am 04. Juni 1039 ging die Herrschaft reibungslos auf Heinrich III. über. Nur ein lothringischer Graf soll kurz überlegt haben, die Anerkennung zu verweigern

Der ohnehin bereits gekrönte Heinrich III. trat anschließend auch keinen Umritt durch das Reich an, um persönlich Präsenz zu zeigen. Es gab keine Unruhen. Selbst ein schwellender Konflikt mit dem Erzbischof von Mailand legte der neue Monarch schnell bei.

Erneuter Krieg gegen Böhmen

Doch noch im Jahr 1039 band der Osten des Reiches die Aufmerksamkeit des neuen Königs. Der Sohn von Udalrich und neue böhmische Herzog Břetislav I. fiel in Polen ein.

Dabei plünderte er beispielsweise Krakau. Aber vor allem besetzte der böhmische Herzog auch die Stadt Gnesen. Dort ließ er die Reliquien des Heiligen Adalbert entwenden und nach Prag überführen.

Kaiser Otto III.
Kaiser Otto III. vom Meister der Reichenauer Schule um 1000 (Lizenz: gemeinfrei)

Diese Reliquien waren damals sehr bekannt. Otto III. war beispielsweise im Jahr 1000 dorthin gepilgert. Im Gegenzug für einen Arm von der Leiche des Heiligen Adalbert hatte der damalige Kaiser den Polen im sogenannten Akt von Gnesen große Freiheiten zugestanden.

Heinrich III. rüstete deshalb zu einem Feldzug, um den Angriff auf seine polnischen Vasallen zu beantworten. Der böhmische Herzog verbündete sich daraufhin mit Ungarn und bereitete seine Verteidigung vor.

Zunächst musste Heinrich III. jedoch eine schwere Niederlage hinnehmen. Ein großer Teil seiner Krieger wurde wohl getötet. In den Todesannalen des Klosters von Fulda wurden sogar viele Namen dokumentiert.

Im Sommer 1041 nahm der König das Herzogtum Böhmen in die Zange. Er attackierte im Norden und im Westen. Die Heere vereinigten sich anschließend vor Prag.

Břetislav hatte zu diesem Zeitpunkt seine Rückendeckung verloren, weil der verbündete Peter von Ungarn gestürzt worden war. Ohne Schlacht stimmte er deshalb einer politischen Lösung zu und beugte sich weitere Forderungen.

Ehe mit Agnes von Poitou

Im Sommer 1043 ließ Heinrich III. über seinen Verwandten, den Bischof Bruno von Würzburg, um die Tochter des Herzogs von Aquitanien werben.

Mit Agnes von Poitou hatte Heinrich III. zunächst drei Töchter. Am 11. November 1050 wurde der lange ersehnte männliche Nachfolger geboren.

Als Pate fungierte der reformatorische Abt Hugo von Cluny. Auf seine Initiative hin wurde das Kind ebenfalls Heinrich genannt.

Grenzmarken & Krieg gegen Ungarn

Bereits im Rahmen der Konflikte mit Böhmen organisierte Heinrich III. einige Grenzmarken im Osten neu. Eine solche Grenzmark war ein bestimmtes Gebiet wie beispielsweise um Cham in der Oberpfalz im heutigen Bayern, das speziell auf die Verteidigung ausgelegt war.

Einige Historiker sahen in diesen Reformen sogar einen Ausdruck des neuen Staatsverständnisses der Salier. Unstrittig ist jedoch, dass Heinrich III. damit zahlreiche Konflikte offen legte und letztlich auch verschärfte.

Auch der Machtwechsel von 1041 in Ungarn entwickelte sich nicht nur vorteilhaft. Deren neuer Herrscher Sámuel Aba griff anschließend das Herzogtum Kärnten und die bayerische Ostmark an. Heinrich III. reagierte jedoch umgehend.

Er marschierte nach Ungarn und gewann in Unterzahl die Schlacht bei Menfö am 05. Juli 1044. Sámuel Aba hatte im Vertrauen auf seine zahlenmäßige Überlegenheit den Deutschen gestattet, den Fluss Raab zu überqueren und sich zu formieren.

Der ungarische Herrscher scheiterte jedoch mit einem stürmischen Frontalangriff. Er wurde dabei sogar gefangen genommen. Die Streitmacht der Ungarn löste sich anschließend auf und Heinrich III. ging als der große Sieger vom Feld.

Der Überlieferung nach sang Heinrich III. abends ein Kyrie eleison und betete barfuß im Büßergewand vor einer Kreuzreliquie. Seine Soldaten mussten dann nicht nur bei diesem Spektakel mitmachen.

Nach der Schlacht zog Heinrich III. mit seinen Leuten wiederum barfuß in Regensburg ein. Er dankte Gott für den Sieg in der Schlacht. Die Kirchen wurden mit Schenkungen bedacht und Sámuel Aba von seiner irdischen Hülle befreit.

Papstschisma und Cluniazenser

Der römische Stadtadel teilte sich mit den Crescentiern und Tuskulanern damals in zwei Fraktionen, die um den heiligen Stuhl rangen. Ab 1044 kam es zu schnellen Wechseln.

Ein Jahr später gab es dann sogar drei Päpste zur gleichen Zeit. Innerhalb des Klerus dominierte Papst Gregor VI. aufgrund seiner reformatorischen Bestrebungen.

In dieses Wirrwarr drang ab 1046 nun auch König Heinrich III., um seine Kaiserkrönung zu erhalten. Nach heutigem Forschungsstand hatte er dabei jedoch gar nicht das vorrangige Interesse, die Machtverhältnisse in Rom zu klären.

Heinrich III. war aber natürlich sehr daran interessiert, dass seine Kaiserkrönung unzweifelhaft anerkannt wird. Er wollte es sich deshalb nicht leisten, von einem Papst gesalbt zu werden, dessen Legitimität im nachhinein strittig sein könnte.

Auf einer Synode am 24. Dezember 1046 wurden deshalb zwei Päpste ihrer Ämter enthoben und Gregor VI. trat unter dem politischen Druck zurück. Anschließend wurde mit dem Bamberger Bischof ein frischer Kandidat als Clemens II. erhoben.

Kaiserkrönung im Jahr 1046

Nach der Erhebung von Clemens II. krönte dieser dann umgehend Heinrich III. und seine Frau Agnes. In diesem Zug ließ sich der Herrscher auch zum Patricius Romanorum ernennen.

Der Titel bedeutet soviel wie „Schutzherr der Römer“. Mit dieser Funktion war aber vor allem auch ein Mitspracherecht bei der Erhebung von römischen Päpsten verbunden.

Deutsche Reichskrone
Reichskrone in der Wiener Schatzkammer (gemeinfrei)

Der nunmehr als Kaiser regierende Heinrich III. stärkte so die Legitimation für seine politischen Eingriffe. Anfang des Jahres 1047 wurde eine Synode in Rom einberufen, die Simonie scharf verurteilte. Der Begriff steht für den Kauf von kirchlichen Ämtern.

Anschließend zogen Kaiser Heinrich III. und Papst Clemens II. nach Süden, um die dortigen Machtverhältnisse zu verändern. Das Fürstentum Capua wurde eingezogen und zur Stabilisierung der Verhältnisse an einen Tuskulaner vergeben.

Dennoch entstanden in der Folge des Rücktritts von Gregor VI. und der Erhebung von Clemens II. sehr große Spannungen in der Kirche. Diese wurden von Henrich III. durch die späteren Ernennungen von weiteren Gefolgsleuten zum Papst noch verschärft.

Der ganz große Knall kam dann mit der Wahl von Gregor VII. im Jahr 1073. Dieser als Mönch Hildebrand oder auch als Zuchrute Gottes bekannte Reformer knüpfte schon mit der Wahl seines päpstlichen Namens an die Ereignisse von 1046 an.

Einsetzung landfremder Herzöge

Dank der etablierten Machtfülle der deutschen Könige und Kaiser hatte auch Heinrich III. großen Spielraum bei der Besetzung von vakanten Herzogtümern. Bereits im Sommer 1039 war beispielsweise der Herzog von Kärnten verstorben.

Heinrich III. pflegte lange Zeit eine trickreiche Strategie. Er besetzte einige Herzogtümer zumindest zeitweise einfach gar nicht, weil damit die Kontrolle faktisch auf ihn als Monarch überging.

Gegen Ende 1047 gab es beispielsweise im gesamten süd-deutschen Raum nicht einen Herzog. Anschließend setzte Kaiser Heinrich III. die Ernennung von landfremdem Adel durch.

Im Fall von Bayern ging sein Masterplan jedoch nicht auf. Heinrich III. konnte dort zwar zunächst einen lothringischen Grafen als neuen Herzog einsetzen.

Der sammelte jedoch schnell eine eigene Gefolgschaft um sich und plante letztlich wohl sogar einen Giftmord am Kaiser, um dann selbst den Thron zu besetzen. Auch wenn Details strittig sind, ist dies ein Beispiel für die Spannungen im Herrschaftssystem.

Einen weiteren Anschlag planten Kreise des sächsischen Adels. Der Drahtzieher Graf Thietmar wurde jedoch selbst von einem seiner Vasallen mit dem Namen Arnold verraten.

Die Sache wurde in der Pfalz Pöhlde durch Gottesurteil geklärt. Der hochrangige Graf Thietmar trat bei diesem bemerkenswerten Ereignis persönlich gegen den niederen Vasallen im Zweikampf an und wurde tödlich verwundet.

Der Sieger des Gottesurteils sollte aber auch nicht von seinem Verrat profitieren. Arnold wurde von Thietmars Sohn entführt und schmachvoll getötet. Dafür wurde er allerdings verbannt und verlor alle Titel. Seine Ländereien erhielten das Bistum Hildesheim und der Goslaer Domstift.

Aufstände von Gottfried dem Bärtigen

Der vielleicht größte Streitfall aus der Politik von Heinrich III. gegenüber dem Adel ergab sich jedoch in Lothringen. Mit Herzog Gotzelo I. gab es schon länger Ärger.

Nach dessen Tod im April 1044 sollte Gottfried der Bärtige als Sohn die beiden Herzogtümer Ober- und Unterlothringen erben. Heinrich III. verweigerte ihm jedoch das Letztere und setzte einen Luxemburger ein.

Umgehend kam es zu einer ersten Erhebung von Gottfried dem Bärtigen und auch in Burgund herrschte Aufruhr. Heinrich III. marschierte daraufhin mit einem Heer gegen den Lothringer.

Aber vor allem der tangierte Adel wie das Geschlecht der Ezzonen hielt stabil zum König. Gottfried unterwarf sich letztlich. Er wurde von einem Fürstengericht sogar begnadigt und erhielt Oberlothringen zurück. Er musste jedoch seinen Sohn als Geisel für seine künftige Treue stellen.

Nur wenige Jahre provozierte Heinrich III. mit einem Detail seiner Symbolpolitik jedoch erneut Widerstand. Wohl im Nachgang zu seiner Kaiserkrönung erließ er eine Art Amnestie für frühere Feinde, deren Namen er dann explizit nannte.

Gottfried der Bärtige hatte sich bis dato wohl sehr ernsthaft um die Aussöhnung bemüht, wurde aber wohl bewusst nicht aufgezählt. Der brüskierte Herzog begann dann umgehend mit der Vorbereitung einer weiteren Erhebung.

Dabei war auch sehr zufällig nicht alleine. In einer Ad-Hoc-Koalition rebellierten auch die Grafen von Flandern, dem Hennegau und Holland.

Die Kaiserpfalzen von Nimwegen und Verdun wurden niedergebrannt. Heinrich III. konnte hingegen ein Bündnis mit dem König von Frankreich sowie Angelsachsen und Dänen schmieden. Gemeinsam kreiste man den Aufstand ein und schlug die Rebellion nieder.

Kurzzeitig erreichte Heinrich III. so den Zenit seiner Macht. Aber die folgende Zersplitterung des Herzogtums Lothringen schwächte letztlich auch den Einfluss der Zentralgewalt. Außerdem hatten die rebellischen Fürsten großen Rückhalt beim Adel und wurde letztlich rehabilitiert.

Heinrich III. hatte auch nicht damit gerechnet, dass Gottfried der Bärtige im Jahr 1054 die Tochter eben jenes Luxemburger heiraten würde. Die holde Maid namens Beatrix brachte als Witwe nebenbei auch die Markgrafenschaft Tuszien mit in die Ehe.

Kaiser Heinrich III. stand nun plötzlich wieder einem feindlichen gesonnen Machtblock gegenüber. Nach nur einem Jahr setzte er Gottfried als Herzog ab, nahm Beatrix gefangen und marschierte mit einem Heer nach Tuszien.

Früher Tod im Jahr 1056

Kaiser Heinrich III. hatte sich bemüht, seinen Sohn Heinrich IV. genauso aufzubauen, wie sein Vater Konrad das mit ihm gemacht hatte. Deshalb rang er den Fürsten im Jahr 1053 einen Treueeid auf den damals erst dreijährigen Sohn ab.

Reichsapfel Grab Heinrich der Dritte
Kaiser Heinrich III. erhielt einen Reichsapfel als Grabbeigabe (Foto: Bullenwächter / CC-BY-SA 3.0)

Dabei kam es jedoch zu einem bemerkenswerten Ereignis, welches auf eine Erosion der salischen Position schließen ließ. Die Fürsten wollte dem Kind nur folgen, wenn es ein gerechter Herrscher werden würde.

si rector iustus futurus esset

Trotz dieses Affronts wurde der kleine Heinrich im darauf folgenden Jahr zum König gekrönt. Darüber hinaus wurde bereits eine Ehe für das Kind arrangiert.

Am 05. Oktober 1056 starb Kaiser Heinrich III. nach kurzer, aber schwerer Krankheit in der Königspfalz Bodfeld im Harz. Noch auf dem Totenbett konnte er jedoch die Großen des Reiches erneut auf seinen Sohn als Thronfolger einschwören. Zunächst übernahm jedoch Kaiserin Agnes die Regierungsgeschäfte.

Sie sicherte die Thronansprüche ihres damals noch kleinen Sohnes. Als Heinrich IV. wurde dieser dann nach seiner Schwertleite im März 1065 eigenständiger Herrscher.