Knut der Große

Knut der Große – König der Wikinger

Knut der Große war der zweite Sohn von Sven Gabelbart und wurde um 995 geboren. Er nahm 1013 an der dänischen Invasion von England an der Seite seines Vaters teil.

Nach dem Tod von König Sven I. am 03. Februar 1014 übernahm Knut der Große die Kontrolle über die Dänen in England und wollte sich umgehend als König etablieren.

König Knut der Große
Knut der Große – König über ein nordisches Großreich (Illustration von 1320 / gemeinfrei)

Knut der Große wurde vom englischen Witan, der Versammlung der Ealdormen, jedoch zunächst nicht anerkannt. Vielmehr versuchten die englischen Edelleute ihren alten König Æthelred II. den Unfertigen aus dem Haus Wessex wieder auf dem Thron zu installieren. Der Däne verließ deshalb die Insel erstmal.

Doch schon 1015 kehrte der Knut der Große nach England zurück. Mit einer überwältigenden Streitmacht zog er von Cornwall bis nach Schottland und tötete dort den Ealdorman Uhtred von Bamburgh.

Nach dem Tod seines älteren Bruders erbte Knut der Große im Jahr 1019 auch die Krone von Dänemark. Er herrschte dann bis zu seinem eigenen Ableben über ein Großreich, das wesentliche Teile der Nordsee umschloss.

Knut der Große wurde schließlich im Alten Münster von Winchester bestattet. An der Stelle ließ Wilhelm der Eroberer nur wenige Jahrzehnte später eine Kathedrale errichten.

Im 13. Jahrhundert entstand dann in Island die Knýtlinga Saga über das Leben von Knut dem Großen und seinen Nachkommen. Das Werk wurde wohl im Auftrag des damaligen dänischen Königs Waldemar II. dem Sieger erstellt, der den Autor mit Quellen versorgte.

Haus der Jellinge aus dem dänischen Jütland

Knut der Große war ein Vertreter der Jellinge. Das war eine dänische Dynastie, die nach ihren Wurzeln in der Stadt Jelling in Jütland benannt wurde.

Gorm der Alte und die Einigung des Reiches

Gorm der Alte wird häufig als der erste König von Dänemark bezeichnet. Sein Geburtsjahr ist nicht bekannt, liegt jedoch wahrscheinlich vor 900.

Runenstein Gorm der Alte
Runenstein für Gorm den Alten im jütländischen Jelling (Foto: Jürgen Howaldt / CC-BY-SA 2.0)

Die schriftliche Quellenlage aus dieser Zeit und dieser Region ist aber nur äußerst dünn. Jedoch besiegte der deutsche König Heinrich I. die Dänen im Jahr 934, so dass dessen Schreiber Widukind von Corvey einige grobe Informationen hinterließ.

Die genauen Zusammenhänge der Machtübernahme des Ahnen von Knut dem Großen im Jahr 936 sind jedoch nicht bekannt. Die Informationen aus der Saga über Olaf Tryggvason aus dem 14. Jahrhundert zu Gorm dem Alten gelten als unzuverlässig.

Er regierte dann jedoch bis zu seinem Tod in einem relativ hohen Alter wohl im Jahr 958 oder spätestens bis Mitte der 60er. An Gorm den Alten und seine Frau Thyra erinnern bis heute die Grabhügel in Jelling sowie eindrucksvolle Runensteine.

Nach dem Tod von Gorm dem Alten wurde sein Sohn Harald Blauzahn neuer dänischer König. Unter seiner Führung entwickelte sich das Haus der Jellinge zur führenden Dynastie in Skandinavien.

Harald Blauzahn und das Königreich von Norwegen

König Harald Blauzahn wurde um 910 geboren. Der Hintergrund seines speziellen Beinamens ist unbekannt. Eine Theorie ist, dass er aufgrund abgestorbener Zahnnerven tatsächlich dunkel gefärbte Zähne hatte.

Auch der genaue Zeitpunkt seiner Thronfolge konnte durch die Forschung nicht eindeutig geklärt werden. Sicher ist nur, dass er nach dem Tod seines Vaters Gorm zum Anführer beziehungsweise König der Dänen wurde und zahlreiche Kriege führte.

Runenstein Harald Blauzahn
Runenstein für Harald Blauzahn bei Wollin (Foto: Radosław Drożdżewski / Lizenz: CC-BY-SA 3.0)

Der Wikinger attackierte früh die Westfranken und mischte als Protektor der normannischen Rolloniden kräftig in der Machtpolitik mit. 945 nahm er sogar den König Ludwig IV. aus dem Geschlecht der Karolinger gefangen.

In den folgenden Jahren unterstütze er als dänischer König die Söhne des verstorbenen norwegischen Königs Erik Blutaxt gegen den neuen Machthaber Håkon I. den Guten.

Im Zuge der dänischen Invasion wurde Håkon in der Schlacht bei Fitjar im Jahr 961 getötet. Harald Blauzahn ließ sich dann erstmals als König von Norwegen huldigen.

Harald Blauzahn setzte in der Folge den Erikssohn Harald Graufell als tributpflichtigen Jarl von Norwegen ein und konzentrierte sich zunächst auf seine weiteren Ambitionen. Der Großvater von Knut dem Großen hatte nämlich beispielsweise auch die Jomsburg gründen lassen. Das war eine Wikingerfeste auf der deutsch-polnischen Seite der Ostsee.

Harald Graufell war als Regent von Norwegen jedoch sehr erfolgreich und löste sich in den 960er Jahren aus der Abhängigkeit seines Gönners. Der Däne rief den Norweger deshalb zu einem gemeinsamen Feldzug im Jahr 970 auf. Bei dieser Gelegenheit tötete Harald den aufstrebenden Vasallen in einem Hinterhalt.

Anschließend setzte der Großvater von Knut dem Großen die dänische Herrschaft in Norwegen durch. Nach dem Tod von Otto dem Großen fiel er dann in Schleswig ein.

Jedoch schlug Otto II. ihn nach schweren Kämpfen wieder zurück. Wenige Jahre vor seinem Tod konnte König Harald die Gebiete in Schleswig jedoch erneut erobern. 985 oder 986 trat sein Sohn Sven nach einer erfolgreichen Rebellion die Nachfolge an.

Nebenbei trug Harald Blauzahn aber auch sehr zur skandinavischen Christianisierung bei. Nachdem er angeblich von einem Wunder überzeugt wurde, ließ sich der Däne von Bischof Poppo von Schleswig taufen.

Sven I. Gabelbart und die Invasion von England

Sven I. wurde um das Jahr 960 geboren. Nach dem Tod seines legendären Vaters wurde er König von Dänemark und Teilen von Norwegen. Seine Gebiete umfassten darüber hinaus auch Regionen, die heute zu Schweden gehören.

Sven Gabelbart
Miniatur von Sven Gabelbart bei der Invasion von England aus dem 13. Jahrhundert (Urheber: unbekannt / gemeinfrei)

Für die Phase der Machtübernahme sowie auch für spätere Jahre gibt es jedoch widersprüchliche Quellen. Die Indizien deuten auf eine gewisse Erosion der Macht der Jellinge hin, die später wieder restauriert werden konnte.

In den Jahren von 990 bis 995 führte der Vater von Knut dem Großen zahlreiche Feldzüge. Die Ziele lagen dabei sowohl im Norden von Deutschland wie auch in England.

Nach einer erfolglosen Belagerung von London zog der dänische König beispielsweise plündernd durch den Südosten von England. Erst ein großer Tribut, das Danegeld, durch König Æthelred II. von 22.000 Pfund in Gold und Silber führte zum vorläufigen Abzug.

Durch eine Heirat mit der schwedischen Königswitwe Sigrid der Stolzen konnte Sven I. auch seinen Einfluss in Schweden stabilisieren. Am 09. September 1000 besiegte er den rebellischen Olav Tryggvason in der Seeschlacht von Svold und setzte seine Kontrolle über Norwegen wieder durch.

St.-Brice’s-Day-Massaker am 13. November 1002

Im Jahr 1002 befahl Æthelred II. jedoch die Ermordung aller Dänen in England. Bei dem Blutbad wurde auch die königliche Schwester Gunhilde getötet.

Dieses Massaker am Gedenktag des Heiligen Brictius gilt als Auslöser für fünf Invasionswellen gegen die britische Hauptinsel unter der Führung des dänischen Königs.

Im Jahr 1013 kam es schließlich zum erfolgreichen Durchmarsch der Dänen. Uhtred, der Earl von Northumbria, unterwarf sich sowie die Einwohner der Five Boroughs of Mercia in Mittel-England. Die Herr von Bamburgh wurde allerdings trotzdem erschlagen.

Einige Historiker vermuten, dass dieser militärische Erfolg durch Konflikte innerhalb des angelsächsischen Gefüges begünstigt wurde. Knut der Große war an dieser Invasionswelle bereits beteiligt und befehligte zeitweise die skandinavische Flotte.

Zur Festigung der Position der Dänen wurde Knut der Große im selben Jahr noch mit der Tochter des Ealdorman von York Ælfgifu von Northampton verheiratet.

Die Dänen zog daraufhin in den Süden und konnte schließlich auch London einnehmen. Æthelred II. floh anschließend in die Normandie.

Am 25. Dezember 1013 wurde Sven Gabelbart dann als erster dänischer König von England gekrönt. Er starb jedoch bereits nach 40 Tagen.

Knut der Große – König über das nordische Reich

Nach dem Tod von König Sven I. am 03. Februar 1014 erbte sein ältester Sohn Harald II. das Königreich Dänemark und Knut wurde als König von England ausgerufen.

Karte des nordischen Großreiches von Knut dem Großen zu Beginn des 11. Jahrhunderts.
Karte des nordischen Großreiches von Knut dem Großen (Schöpfer: Furfur / CC-BY-SA 3.0)

Der vertriebene Æthelred II. und dessen Sohn Edmund Ironside konnten Knut den Großen jedoch kurzfristig vertreiben. Im Jahr 1015 kehrte er jedoch mit geballter Macht zurück und etablierte sich dauerhaft als englischer König.

Im Jahr 1018 verstarb auch sein älterer Bruder Harald II. von Dänemark, so dass das nordische Großreich wenig später wieder vereint wurde. Damit zählte Knut der Große zu den mächtigsten Fürsten seiner Zeit.

Dies kann man beispielsweise an seiner Anwesenheit bei der legendären Kaiserkrönung von Konrad II. im März 1027 in Rom ablesen. Die Beziehung zum salischen Haus entwickelte sich auch später noch sehr positiv.

Knut der Große konnte sogar seine Tochter Gunhild von Dänemark mit Konrads Sohn, dem späteren römisch-deutschen Herrscher Heinrich III., verheiraten. Die Prinzessin verstarb dann allerdings schon zwei Jahre nach der Vermählung.

Schlacht von Assandun im Oktober 1016

Nach dem Tod seines Vaters wurde Knut der Große zwar als König ausgerufen. Die erst jüngst erfolgreiche dänische Invasion hatte sich jedoch noch nicht ausreichend gefestigt.

König Edmund II. Ironside
König Edmund II. Ironside um 1255 (gemeinfrei)

Das alte Königshaus unter Edmund Ironside konnte ihn kurzzeitig verdrängen. Doch 1015 kehrte Knut der Große zurück und belagerte zunächst London. Dabei erhielt er wie schon sein Vater auch erhebliche Unterstützung durch Teile des englischen Adels.

London konnte sich erfolgreich verteidigen und Edmund Ironside eilte mit einer Entsatzarmee zum Gegenschlag herbei. Der westsächsische König nährte sich durch Essex und wurde dabei von dänischen Spähern aufgeklärt.

Knut der Große überraschte Edmund Ironside anschließend nicht nur in einem Hinterhalt. Es desertierten auch zahlreiche Kämpfer aus der angelsächsischen Armee.

Die Dänen konnten sich deshalb in dieser entscheidenden Schlacht bei Assandun am 18. Oktober 1016 schnell durchsetzen. In der Folge beugte sich Edmund Ironside dem Anspruch von Knut dem Großen und verstarb praktischerweise einen Monat später.

Ehe mit Emma von der Normandie

1017 heiratete Knut der Große die Witwe von Æthelred, dem alten Feind seines Vaters aus dem Haus Wessex. Damit festigte er nicht nur seinen Stand in England, sondern schuf letztlich auch die Grundlage für eine spätere Verbindung der angelsächsischen, dänischen und normannischen Herrschaft.

Emma von der Normandie war nämlich nicht nur die Mutter von Eduard dem Bekenner, einem späteren König von England. Sie entstammte auch den Rolloniden und war die Großtante von Wilhelm dem Eroberer.

Aber Knut der Große war nun mit zwei sehr ehrgeizigen Frauen gleichzeitig verheiratet, die sich wohl gar nicht leiden konnten. Außerdem gab es starke Spannungen zwischen den Stiefbrüdern. Zur großen Eskalation kam es dann jedoch erst nach seinem Tod.

Neuordnung der englischen Grafschaften

Eine wichtige Maßnahme von Knut dem Großem war die Neusortierung der englischen Grafschaften. Damit entwickelte sich der alte Rang des Ealdorman zum Earl, einer Ableitung vom skandinavischen Jarl:

  • Erik Håkonsson wurde Earl of Northumbria.
  • Torkjell Høge wurde Earl of East Anglia.
  • Leofric wurde Earl of Mercia.
  • Godwin wurde Earl of Wessex.

Nachfolge als König von Dänemark

Im Jahr 1018 starb mit Harald II. der ältere Bruder von Knut dem Großen, der daraufhin die Nachfolge antrat und zum dänischen König gekrönt wurde. Er übergab die Regierungsgeschäfte vor Ort jedoch in die Hände seines Schwagers Jarl Ulf.

Ab 1020 förderte Knut der Große darüber hinaus den Einfluss der römischen Kirche. Zahlreiche Bauten wurden in England errichtet. Außerdem kam es zur Entsendung von englischen Priestern nach Dänemark, um die skandinavische Christianisierung zu fördern.

Seeschlacht am Helgeå in Schweden

Der Schwager Jarl Ulf erwies sich jedoch als verräterischer Stellvertreter. Als in den 1020er Jahren die Unzufriedenheit über die Abwesenheit von Knut dem Großen in Dänemark wuchs, schürte er weitere Spannungen und forcierte sogar die Wahl eines neuen Königs.

Diese Phase der Unsicherheit nutzten Norweger und Schweden für einen Überfall. Knut der Große kehrte daraufhin nach Dänemark zurück und stellte sich zunächst mit der Hilfe von Ulf der Bedrohung.

Die entscheidende Schlacht wurde wohl an der Mündung des Flusses Helgeå in Schweden geschlagen. Die Angaben zu dem Gefecht sind nicht eindeutig. Es gibt aber eine Quelle von 1027, in der sich Knut der Große wieder als König von Dänemark, England, Norwegen und eines Teils von Schweden bezeichnete.

Für Jarl Ulf ging die Geschichte jedoch übel aus. Knut der Große ließ ihn wohl an Weihnachten 1026 von einem seiner Huscarle in der Dreifaltigkeitskirche in Roskilde erschlagen.

Schlacht von Stiklestad in Norwegen

Nach dem Sieg in Schweden wollte Knut der Große auch seine erodierte Herrschaft in Norwegen wiederherstellen. Im Jahr 1028 landete der dänische König mit 50 Wikingerschiffen und setzte den herrschenden Olav II. Haraldsson ab.

Stattdessen wurde Håkon Eiriksson von Knut dem Großen als Jarl eingesetzt. Dieser ertrank jedoch ein Jahr später, so dass Olav Haraldsson wieder zur Macht griff.

Olav der Heilige Tod
Tod von Olav II. Haraldsson in der Schlacht von Stiklestad am 29. Juli 1030 (Altarbild aus Trøndelag / gemeinfrei)

Diese weltliche Machtfrage spielte sich dabei entscheidend vor dem Hintergrund der Christianisierung Norwegens ab. Dies führte zu Spannungen und Verteilungskämpfen in den Reihen des norwegischen Adels sowie der landbesitzenden Bauern.

In diese Gemengelage stieß Olav mit einem christlichen Heer aus schwedischen Kriegern, mit denen er Norwegen erobern wollte. Für sein besonderes Engagement wurde er wenige Jahrzehnte später sogar heilig gesprochen und man kennt ihn bis heute als Olav den Heiligen.

Am 29. Juli 1030 traf Olav Haraldsson dann nördlich von Trondheim bei Trøndelag auf ein Heer von Anhängern von Knut dem Großen. Angeblich standen auf beiden Seiten viele tausend Kämpfer. Historiker schätzen jedoch, dass es sich eher um ein Treffen von jeweils mehreren hundert Kriegern handelte.

Olav II. Haraldsson wurde in der Schlacht getötet. In der Folge konnte Knut der Große die dänische Herrschaft wieder durchsetzen.

Als Jarl setzte er seinen ältesten Sohn Sven Alfivason ein. Dieser traf jedoch auf erbitterten Widerstand seitens der Norweger und wurde nach dem Ableben seines Vaters von Magnus I. dem Guten vertrieben.

Aber auch für die Geschichte von Norwegen spielte die Schlacht von Stiklestad eine herausragende Rolle. Sie gilt als zentraler Wegpunkt der Entstehung eines einheitlichen Reiches. Damit hat das Gefecht eine ähnliche Bedeutung wie beispielsweise die Schlacht auf dem Lechfeld von 955 unter Otto dem Großen für Deutschland.

Tod und Nachfolger des Wikinger-Königs

Knut der Große verstarb am 12. November 1035 in Shaftesbury im Südwesten von England. Er wurde ihm Old Minster von Winchester begraben.

Sein Großreich wurden unter den Söhnen aus erster und zweiter Ehe aufgeteilt:

  • Die Thronfolge von Dänemark trat Hardiknut an, ein Sohn aus der Ehe mit Emma von der Normandie.
  • In England wurde hingegen Harald I. Hasenfuß aus erster Ehe zum König ernannt. Der Beiname spielte auf das besondere Geschick des neuen Monarchen bei der Jagd an.
  • Norwegen wäre an Sven Alfivason gefallen, der zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits von Magnus I. vertrieben worden war.

Die leiblichen Söhne von Knut dem Großen starben jedoch alle nach wenigen Jahren. Ab 1042 herrschte mit seinen Stiefsohn Eduard dem Bekenner dann wieder ein Angelsachse über England.

Legende von König Knut dem Großen

In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts prägte der englische Schreiber Heinrich von Huntingdon eine Sage über Knut den Großen. Diese hat sich bis heute im englischen Sprachraum in Form von Bauernweisheiten und Sprichwörtern erhalten.

Angeblich versuchte Knut der Große in einem Anfall von Größenwahn an einem Strand sitzend die Flut aufzuhalten. Wahlweise saß er dabei auf einem Thron und wollte seinen Höflingen demonstrieren, dass er als König gegenüber Gott machtlos sei.

Die Historizität dieser Geschichte aus der Historia Anglorum darf bezweifelt werden. Aber dennoch hat Heinrich von Huntingdon das Image von Knut dem Großen mit dieser Geschichte wesentlich geprägt. Sein Name steht im sprichwörtlichen Gebrauch deshalb für unmögliche Absichten.