Adolf Hitler

Adolf Hitler – deutscher Diktator

Adolf Hitler wurde am 20. April 1889 in Österreich geboren. Er stieg aus einfachen Verhältnissen bis zum Diktator der Deutschen auf. Das eigentlich demokratische System von Deutschland verwandelte Hitler hierfür in einen totalitären Staat.

Er selbst wurde der Führer an der Spitze dieses Systems. In dieser Machtposition entfesselte Adolf Hitler einen Raubzug gegen schutzlose Minderheiten im Inneren und ließ Millionen von Menschen töten:

  • etwa 6.300.000 Juden
  • etwa 3.300.000 politische und sonstige Gefangene
  • etwa 250.000 Menschen mit Behinderung
  • etwa 220.000 Sinti und Roma
  • u.v.m.

Die so gewonnenen Mittel und Ressourcen wurden auch dafür genutzt, eine äußerst schlagkräftige Armee, die Wehrmacht, zu entwickeln. Nur sechs Jahre nach dem Beginn der Herrschaft des Tyrannen begannen Raubkriege gegen Nachbarstaaten:

  1. Angriff auf Polen (1939)
  2. Besetzung von Dänemark und Norwegen (1940)
  3. Westfeldzug gegen Frankreich (1940)
  4. Afrikafeldzug (ab 1940)
  5. Luftschlacht um England (1940/41)
  6. Balkanfeldzug (1941)
  7. Angriff auf die Sowjetunion (1941)

Erst mit dem Kriegseintritt der USA am 8. Dezember 1941 kam die strategische Wende in diesem Weltkrieg. Es dauerte jedoch noch weitere dreieinhalb Jahre, bis das 3. Reich vollständig besetzt war. Adolf Hitler nahm sich am Ende zusammen mit seiner Geliebten Eva Braun das Leben. Am 30. April 1945 hat er sich gegen 15:30 Uhr selbst erschossen.

Für die Nachwelt ist Adolf Hitler der Inbegriff eines totalitären Diktators. Darüber hinaus haben sich die Lektionen aus Weimar tief in die modernen Theorien zu politischen Systemen eingegraben. Im deutschen Grundgesetz wie auch in zahlreichen anderen Verfassung finden sich deshalb Sicherheitsmechanismen, um so einer Entwicklung vorzubeugen.

Herkunft und frühes Leben

Adolf Hitler stammte aus Braunau am Inn. Das ist eine kleine Stadt in Oberösterreich in der Nähe zur Grenze nach Bayern. Er hatte einen gewalttätigen Vater und fünf Geschwister. Von diesen überlebte jedoch nur eine Schwester das Kindesalter. Diese Paula Hitler starb erst 1960 in Berchtesgarden.

Schulzeit und Kunstmalerei

Adolf Hitler scheiterte in der Realschule mehrfach an den Lernzielen und musste zwei Jahre wiederholen. Er sah sich selbst auch eher als Künstler. Eine Bewerbung an der Wiener Kunstakademie im Herbst 1907 wurde jedoch abgelehnt.

Eine Lehre oder einen anderen „Brotberuf“ wollte Adolf Hitler nicht annehmen. Stattdessen lebte er in Wien von einer Waisenrente, geliehenem Geld und einfachen Kopien von Postkarten. Hinzu kam das eine oder andere Erbe.

Soldat im 1. Weltkrieg

1913 erhielt Adolf Hitler einen Musterungsbescheid der österreichischen Armee. Er wollte sich jedoch dem Dienst entziehen. Deshalb zog er von Wien nach München. Die Kriminalpolizei der bayerischen Landeshauptstadt griff ihn jedoch auf und schickte ihn zurück.

Anfang 1914 wurde er dann in Salzburg gemustert und für wehrunfähig erklärt. Daraufhin kehrte er nach München zurück. Nach dem Anschluss Österreichs an das 3. Reich im Jahr 1938 wollte Hitler diese Episode in seinem Leben durch Konfiszierung seiner alten Dienstpapiere dann lieber verschleiern lassen.

Mit dem Ausbruch des 1. Weltkrieges im Sommer 1914 änderte sich jedoch seine Haltung zum Wehrdienst. Er stellte das Gesuch, als Österreicher in der bayerischen Armee dienen zu dürfen. Dieser Antrag wurde genehmigt. Wenige Tage später trat Hitler dann als Kriegsfreiwilliger in die Streitkräfte ein.

Er wurde ein Meldegänger im Rang eines Gefreiten. Das waren Soldaten, die persönlich Botschaften zwischen Einheiten transportierten. Am 15. November schützte Hitler zusammen mit einem anderen Meldegänger den Kommandeur eines Regiments vor feindlichem Beschuss. Dafür erhielt er das Eiserne Kreuz II. Klasse, eine Auszeichnung für Tapferkeit.

Daraufhin wurde Adolf Hitler zum Stab des Regiments versetzt. Dort war er als Meldegänger relativ weit von der gefährlichen Frontlinie entfernt. Dennoch wurde Hitler im Oktober 1916 in der Schlacht an der Somme von einem Granatsplitter im Oberschenkel getroffen.

Zwei Jahre später erhielt er ein Verwundetenabzeichen und das Eiserne Kreuz I. Klasse für einen sehr gefährlichen Meldegang. Im Oktober 1918 wurde er dann von Senfgas verletzt und erlitt eine Kriegshysterie. Diese war begleitet von einer kurzzeitigen Erblindung und einem vierwöchigen Aufenthalt in der psychiatrischen Abteilung des Lazaretts.

Legaler Weg zur Macht

Dolchstoßlegende

Als die Kampfhandlungen des 1. Weltkrieges im November 1918 eingestellt wurden, reagierte Adolf Hitler voller Abscheu. Er glaubte an die von der Obersten Heeresleitung (OHL) in den letzten Tagen verbreite Behauptung, dass die deutsche Armee im Felde ungeschlagen sei.

Deutschland hatte den Krieg angeblich nur verloren, weil politische Gegner an der Heimatfront der Armee einen Dolchstoß in den Rücken versetzt hätten. Ohne diese inneren Feinde wäre es der Legende nach eben nicht zur Niederlage im 1. Weltkrieg gekommen.

Darüber hinaus hatten die angeblichen Verräter auch noch die ganze Nation in eine demütigende Situation gebracht. Auch wollten die Franzosen Deutschland dauerhaft schwächen. Hierfür instrumentalisierten sie die anstehenden Friedensverhandlungen.

Versailler Vertrag

Die Konditionen des Friedens wurden auf einer Konferenz im Schloss Versailles bei Paris ausgehandelt. Die internationale Gemeinschaft nutzte den Anlass auch, um den Völkerbund zu gründen.

Diese internationale Organisation war der Vorläufer der Vereinten Nationen und sollte helfen, weiteren Kriegen vorzubeugen. Doch die deutsche Delegation wurde von den Verhandlungen ausgeschlossen. Erst im nachhinein konnten die Abgesandten geringfügigen Einfluss nehmen.

Die Eckpunkte des Versailler Vertrages blieben jedoch unberührt. Für Deutschland waren die wichtigsten Punkte:

  • Die alleinige Verantwortung für den Krieg wurde Deutschland und seinen Verbündeten zugeschrieben.
  • Zahlreiche Territorien mussten abgetreten werden. Dadurch verlor Deutschland auch viele Bodenschätze.
  • Die Armee dürfte höchstens aus 100.000 Mann an Landstreitkräften und 15.000 Marine-Angehörigen bestehen.
  • Erdrückende Reparationszahlungen trafen insbesondere die Schwerindustrie.

Dieser Diktat-Frieden wurde von der deutschen Bevölkerung in weiten Teilen als Demütigung wahrgenommen. Die militärische wie auch wirtschaftliche Schwächung war erheblich. Doch letztlich sollte der Friedensvertrag von Versailles kontraproduktiv für das Bedürfnis der Franzosen nach Sicherheit sein.

Der Vertrag war nämlich nicht geeignet, um Deutschland dauerhaft zu entmachten. Aber ebenso wenig wurde die Großmacht in den Völkerbund integriert, um eine internationale Friedensordnung zu schaffen.

Vielmehr lieferte der Friedensvertrag von Versailles den rechtsextremen und nationalistischen Kräften in Deutschland permanenten Auftrieb. Für Agitatoren wie Adolf Hitler wurde es deshalb sehr leicht, die geschaffene Situation propagandistisch auszubeuten.

Eintritt in die NSDAP

Adolf Hitler gelang es zunächst, sich der Entlassungswelle während der Demilitarisierung zu entziehen. Er blieb bis 1920 ein Soldat und wurde aufgrund seiner Talente im Bereich der Rhetorik für die anti-kommunistische Erziehung verwendet.

Im Oktober 1919 schloss er sich als 55. Mitglied der nationalistischen Deutschen Arbeiterpartei (DAP) an. Diese benannte sich zu Beginn des neuen Jahres in Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) um.

Er wurde zum „Werbeobmann“ gewählt und baute binnen kurzer Zeit zahlreiche Kontakte in der rechten Szene auf. Er lernte Ernst Röhm kennen, einen Hauptmann der Reichswehr. Dieser förderte Adolf Hitler in seiner Frühphase in der NSDAP nach Kräften.

Darüber hinaus entstanden Beziehungen zu rechten Freikorps, die zahlreiche Aufstände im Land verursachten. Am 16. März 1920 traf Adolf Hitler beispielsweise einige Führungsfiguren des laufenden Kapp-Lüttwitz-Putsches.

Nachdem er am 31. März 1920 aus der Reichswehr ausschied, konnte Adolf Hitler bereits von seinen politischen Tätigkeiten leben. Er wurde zum Berufspolitiker.

Aufbau der SA

Die NSDAP verfügte schon früh über eine „Saalschutztruppe“. Das waren Halbstarke, Schläger und arbeitslose Ex-Soldaten. Diese schützten wahlweise eigene Veranstaltungen vor Störungen oder führten „Saalschlachten“ mit dem politischen Feind. Aus der persönlichen Feder von Adolf Hitler erhielten sie das gedrehte Hakenkreuz als Symbol.

Eine übliche Taktik war der Einsatz von Rollkommandos. Ursprünglich bezeichnete man damit eine motorisierte Polizeistreife. Die SA nutzte jedoch auch voll besetzte Fahrzeuge, um überfallartig bei ihren Gegnern aufzutauchen. Dort fingen sie Schlägereien an und verübten schließlich auch Morde.

Unter der gestaltenden Hand von Adolf Hitler und Ernst Röhm entwickelte sich die Schlägerbande zu einer paramilitärischen Einheit. Sie boten den jungen Männern eine Ersatzfamilie sowie Kleidung und Essen. Private Mietschulden konnten von der SA ebenfalls übernommen werden.

Aber die Organisation litt immer unter klammen Kassen. Doch 1933 kam die SA dank der Kontakte von Ernst Röhm auch an Waffen aus geheimen Beständen der Reichswehr. Schließlich verfügte die Schlägertruppe sogar über Artillerie- und Kavallerieeinheiten.

Die SA war zum militärischen Arm der NSDAP geworden. Sie wurde zum menschlichen Rammbock für die politischen Ambitionen von Adolf Hitler. Bei seiner Wahl zum Reichskanzler im Jahr 1933 war die Organisation bereits auf fast eine halbe Millionen Mitglieder angewachsen. Die Braunen Bataillone waren damit größer als die reguläre Reichswehr.

Hitler-Luddendorf-Putsch

Dank der rhetorischen Begabung von Adolf Hitler und dem schlagenden Einsatz seiner Schergen erlangte die NSDAP schnell Aufmerksamkeit. Vor allem Erich Luddendorf, der erste Generalquartiermeister der Obersten Heeresleitung (OHL) im 1. Weltkrieg, wurde zum bedeutenden Partner für die junge Splitterpartei.

Erich Luddendorf genoss als ehemaliger Stellvertreter von Paul von Hindenburg an der Spitze der deutschen Armee immer noch hohes Ansehen in der Bevölkerung. Hitler und Luddendorf nahmen sich dann Benito Mussolini, den faschistischen Duce von Italien, zum Vorbild. Dieser war im Oktober 1922 mit seinen Anhängern nach Rom marschiert und hatte die Macht an sich gerissen.

Mit etwa 1.500 SA-Männern im Rücken entschlossen sich Adolf Hitler und Erich Luddendorf dann ein Jahr später zum Putsch. Am 8. November 1923 versammelten sie sich und stürmten das Wehrkreiskommando in München. In diesem Zuge entwaffneten sie auch kleinere Polizeieinheiten.

Am nächsten Tag starten sie dann einen Marsch auf die Feldherrenhalle. Doch sie wurden am Odeonsplatz von einer 130 Mann starken Polizeieinheit gestoppt, die alle „Machtmittel“ einsetzen sollte.

Die Putschisten eröffneten den Schusswechsel. Sie töteten vier Polizisten, darunter einen Zugführer. Doch die Einheit war mit Maschinengewehren ausgestattet und verfügte letztlich über mehr Feuerkraft. Es wurden 15 Putschisten getötet.

Sowohl Hitler wie auch Luddendorf überlebten unverletzt. Die beiden Rädelsführer wurden jedoch verhaftet. Die NSDAP wie auch die SA wurden in ganz Deutschland verboten. Doch der Putsch von 1923 wurde teil der Gründungsmythologie der Nationalsozialisten. Die Toten wurde als Blutzeugen der Bewegung verklärt.

Festungshaft und „Mein Kampf“

Im Februar 1924 begann die juristische Aufarbeitung des Putsches. Die Justiz war in dieser Zeit jedoch äußerst konservativ und auf dem rechten Auge blind. Aber es gab zumindest einen Prozess gegen Hitler sowie Luddendorf und noch einige anderen Personen.

Der junge Demagoge wusste diese Bühne sehr gut in seinem Sinne zu nutzen. Da Erich Luddendorf aufgrund diverser Aussagen gedeckt wurde, präsentierte Adolf Hitler sich selbst als den zentralen Strippenzieher hinter dem Putsch.

Hitler konnte sich vor einer breiten Öffentlichkeit als neue Galionsfigur der Rechten positionieren. Auf dieser Bühne wies er den Vorwurf des Hochverrats glatt zurück. Vielmehr sah er die eigentlich Schuldigen in den Novemberverbrechern von 1918.

Seine Worte kamen sehr gut an. Selbst der Staatsanwalt ließ sich zu einer Lobrede auf den Nationalsozialisten hinreißen. Die Haupttäter wurden zu fünf Jahren Festungshaft und einer Geldstrafe verurteilt.

Er kam in die Justizvollzugsanstalt in Landsberg und erhielt dort eine privilegierte Behandlung. Die Zeit bis zu seiner frühzeitigen Entlassung im Dezember 1924 nutzte Adolf Hitler, um das Buch Mein Kampf zu schreiben.

In zwei Teilen beschrieb Adolf Hitler seine politische Weltanschauung und das Führerprinzip. Mein Kampf wurde dann auch zur zentralen Propaganda-Schrift der Nationalsozialisten. Hitler verdiente dabei als Autor an jedem verkauften Exemplar.

(Nach dem Sturz von Adolf Hitler fielen die Rechte an dem Buch an den Freistaat Bayern. Bis einschließlich 2015 konnte so eine Weiterverbreitung verhindert werden. Seitdem ist eine wissenschaftlich kommentierte Fassung im Handel erhältlich.)

Neugründung von NSDAP und SA

Bereits 1926 wurden die Verbote der NSDAP und der SA wieder aufgehoben. Dem bayerischen Ministerpräsidenten Heinrich Held reichte das Versprechen von Adolf Hitler, nur legale Politik zu betreiben.

Im Kampf gegen den Kommunismus waren die ehemaligen Putschisten akzeptable Partner. Die NSDAP wurde daraufhin mit Adolf Hitler an der Spitze neu gegründet. Zunächst wurde ab 1925 die Ausdehnung auf ganz Deutschland erfolgreich betrieben.

Darüber hinaus konnte Hitler mit Joseph Goebbels einen wichtigen Unterstützer gewinnen. Gemeinsam entwickelte man die Doppel-Strategie für den Weg zur Macht:

  1. Adolf Hitler und die NSDAP sollten die Demokratie mit ihren eigenen Mittel schlagen. Der Einzug in Parlamente wurde angestrebt, um diese blockieren zu können.
  2. Die SA sorgte als uniformierter Flügel für spektakuläre Aufmärsche, generierte mit Straßenschlachten zusätzliche Aufmerksamkeit und behinderte politische Gegner.

Auf inhaltlicher Ebene wurden von Hitler zahlreiche Themen aufgegriffen und zu einer explosiven Mischung verkocht wie:

  • Dolchstoßlegende
  • Schmach von Versailles
  • Bolschewistische Gefahr
  • Jüdisches Ausbeutungssystem

Im Sommer 1926 wurde der Hitlergruß als weiteres Symbol der Nationalsozialisten eingeführt. Doch dank des wirtschaftlichen Aufschwungs in den Goldenen Zwanzigern hatte die Extremisten nur wenig Erfolg bei den Wahlen.

Reichstagswahlen

1928 kam die NSDAP bei der Reichstagswahl nur auf 2,8 %. Doch ein Crash an der Wall Street am Schwarzen Donnerstag den 24. Oktober 1929 und die folgende Wirtschaftskrise waren ideal für die Nationalsozialisten. Im März des folgenden Jahres zerbrach daran die Regierung der Weimarer Republik.

Bei der Reichstagswahl von 1930 erreichte die NSDAP bereits einem Anteil von 18,3 %. Damit stellten sie schon mehr als hundert Abgeordnete und waren zweitstärkste Fraktion.

Bei der Wahl im Juli 1932 erreichte die NSDAP 37,3 % und wurde zur stärksten Partei im Reichstag. Adolf Hitler formulierte immer deutlicher den Anspruch auf die Kanzlerschaft. Jedoch standen ihm die konservativen Eliten noch skeptisch gegenüber.

Im Herbst 1932 löste der Reichspräsident Paul von Hindenburg den Reichstag wegen Tumulten in der 2. Sitzung auf. Im Januar kam es dann zu erfolgreichen Gesprächen über die Integration der NSDAP in die Regierung.

Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler als Reichskanzler vereidigt. Auch Ministerposten wurde neu besetzt. Zugleich erging die Erlaubnis, den Reichstag für weitere Neuwahlen aufzulösen.

Wandel zur Diktatur

Nachdem Adolf Hitler zum Reichskanzler wurde, stellte er die Weichen für die Neuwahl im März. Das Ziel eines Bündnissen von rechten Parteien war die Zweidrittel-Mehrheit im Reichstag. Damit hätte man die Verfassung ändern können.

Diese Marke wurde bei der Reichstagswahl am 05. März 1933 jedoch verfehlt. Aber dennoch konnte Adolf Hitler dank steigendem Terror der SA auf den Straßen seine legislativen Ziele erreichen.

Verfolgungen

Schon im Januar hatte die SA begonnen, erste Konzentrationslager einzurichten. Vor allem politische Gegner und Juden gehörten bereits in dieser Frühphase zu den Insassen.

In der Nacht vom 27. auf den 28. Februar 1933 brannte der Reichstag. Wahrscheinlich war es eine gezielte Brandstiftung eine Woche vor der Wahl.

Am nächsten Tag wurde die Reichstagsbrandverordnung erlassen. Diese zielte auf die Bekämpfung von staatsgefährdenden Elemente und hatte weitreichende Inhalte:

  • Einschränkungen der Meinungs- und Pressefreiheit
  • Einschränkungen des Vereins- und Versammlungsrechts
  • Eingriffe in das Post- und Fernmeldegeheimnis
  • Erleichterung von Hausdurchsuchungen
  • Erleichterung von Konfiszierungen

Die SA nahm sich auch direkt polizeiliche Rechte heraus und terrorisierte ihre Feinde nach Kräften.

Ermächtigungsgesetz

Am 24. März 1933 verabschiedete der Reichstag das Ermächtigungsgesetz. Entscheidend war, dass vor allem Sozialdemokraten und Kommunisten auch physisch an der Abstimmung gehindert wurden. Dafür waren uniformierte SA- und SS-Männer anwesend.

Aufbau des totalitären Führerstaats unter Adolf Hitler
Der Führerstaat von Adolf Hitler

Mit diesem Gesetz entmachtete sich das Parlament selbst und schuf die Grundlage für den Totalitarismus. Das Gesetz war nicht an ein Thema gebunden, sondern erlaubte der Regierung, per Dekret zu regieren. Damit gaben die Parlamentarier ihr Mitbestimmungsrecht auf.

Darüber hinaus durften die erlassenen Dekrete auch gegen die Verfassung verstoßen. Lediglich in der Beschränkung auf vier Jahre fand das Ermächtigungsgesetz eine Grenze.

Gleichschaltung

Ein weiteres Ziel von Adolf Hitler war die Zerstörung des deutschen Pluralismus. Sowohl in der Politik wie auch in der Gesellschaft und im kulturellen Bereich wurde das Land nach seinen Vorstellung neu organisiert.

Hitler errichtete deshalb umgehend einen Einheitsstaat. Zentral für diese Gleichschaltung waren zwei Gesetze vom 31. März und vom 07. April 1933.

  1. Das Landessteuergesetz nahm den Länder und Kommunen ihrer finanzielle Souveränität.
  2. Das Reichsstaathaltergesetz schuf Positionen die Landespräsidenten entsprach. Diese konnten Landesparlamente auflösen, Gesetze ausfertigen und Beamte oder Richter ernennen beziehungsweise entlassen.

Damit hatte Adolf Hitler im Bereich der politischen Strukturen den Weg frei für seinen Führerstaat gemacht.

Wehrmacht

Die Reichswehr stellte als reguläre Armee nach wie vor einen Machtfaktor dar. Die mehrheitlich adelige Generalität blickte jedoch auf Adolf Hitler und vor allem auf Ernst Röhm als SA-Chef mit Verachtung herab.

Für Adolf Hitler war das Wohlwollen der Generalität jedoch entscheidend. Deshalb kam es im Sommer 1934 zu einem Coup gegen den mächtigen SA-Mann. Dieser befahl zuletzt über etwa viereinhalb Millionen Mann. Aber Ernst Röhm wurde dann mit seinen engsten Vertrauten in der Nacht der langen Messer ermordet.

Zugleich versprach Hitler den Generälen, dass er die Reichswehr zu einer neuen Blüte führen würde. Darüber hinaus bekamen sie ein neues Label: die Wehrmacht.

„Ich schwöre bei Gott diesen heiligen Eid, daß ich dem Führer des Deutschen Reiches und Volkes, Adolf Hitler, dem Oberbefehlshaber der Wehrmacht unbedingten Gehorsam leisten und als tapferer Soldat bereit sein will, jederzeit für diesen Eid mein Leben einzusetzen.“

Parallel zu diesen Ereignissen verstarb am 02. August 1934 der alte Präsident Paul von Hindenburg. Adolf Hitler war nun der eine Führer an der Spitze des Staates. Er kontrollierte sowohl die reguläre wie auch die paramilitärische Armee im Land.

Darüber hinaus wurden die Soldaten nun nicht mehr auf die Verfassung der Weimarer Republik, sondern auf Adolf Hitler, den Führer des Deutschen Reiches, vereidigt wurden.