Hannibal Barkas

Hannibal Barkas – Feldherr von Karthago

Hannibal Barkas war ein karthagischer Feldherr. Er kämpfte im Zweiten Punischen Krieg von 218 bis 201 v. Christus und brachte dem Römischen Reich zahllose und schwerste Niederlagen auf heimatlichem Boden bei. Dennoch ging der Krieg für die phönizische Handelsmacht in Nord-Afrika verloren.

Büste von Hannibal Barkas
Hannibal Barkas (Bild-Link von Rompedia)

Das war der zweite von ingesamt drei großen Kriegen zwischen Rom und Karthago im heutigen Tunesien um die Vorherrschaft im westlichen Mittelmeerraum. Die Punischen Kriege endeten 146 v. Chr. mit der Vernichtung Karthagos.

Hannibal Barkas überlebte den Krieg jedoch und zeigte nach der Niederlage seine Talente beim Wiederaufbau. In seinen letzten Lebensjahren stand Hannibal noch in Diensten von Königen in Syrien und Bithynien.

Im Jahr 183 v. Christus drohte Hannibal Barkas jedoch die Auslieferung an die Römer. Daraufhin beging er Selbstmord (Gift).

Hannibal und die Barkiden

Hannibal Barkas gehörte zu den Barkiden, einer mächtigen Dynastie in Karthago. Er war der erste Sohn des Feldherrn Hamilkar Barkas. Dieser kämpfte bereits im Ersten Punischen Krieg von 264 bis 241 v. Christus.

Der Vater hatte den Befehl über die karthagischen Truppen auf Sizilien. Er nahm den jungen Hannibal Barkas mit auf die Feldzüge und ließ ihn angeblich schwören, Rom sein Leben lang zu hassen.

Bereits als Kind lernte er deshalb mit seinen beiden Brüdern Hasdrubal und Mago das Kriegshandwerk. Sie begleiteten Hannibal Barkas während seiner Züge und dienten auch als Kommandeure von Truppenteilen oder ganzen Armeen.

Hannibal wuchs über weite Strecken im Feldlager auf. Mit nur 25 Jahren wurde er zum Kommandeur der karthagischen Truppen in Spanien befördert.

Beginn des Krieges

Der Zweite Punische Krieg brach dann in Spanien aus. Hannibal Barkas belagerte dort im Jahr 219 v. Christus einen Bündnispartner von Rom und zwar die Stadt Sagunt. Er handelte dabei jedoch unter Zugzwang.

Sagunt hatte immer wieder das Gebiet von Karthago überfallen und der karthagische Feldherr fackelte irgendwann nicht mehr länger. Nach der Eroberung von Sagunt erklärte Rom 217 v. Chr. den Krieg gegen Karthago. Der Zweite Punische Krieg hatte begonnen.

Ein Angriff der Römer gegen Nordafrika im Jahr 218 v. Chr. hätte wohl nicht abgewehrt werden können. Die Römer waren seit dem Ersten Punischen Krieg nämlich die überlegene Seemacht. Ein direkter Angriff wäre wahrscheinlich zeitnah über das Meer erfolgt.

Hannibals Alpenüberquerung

Kämpfe in Süd-Frankreich

Strategie, Route und Schlachten von Hannibal Barkas im Zweiten Punischen Krieg
Die Schlachten von Hannibal Barkas im Zweiten Punischen Krieg (ODbL)

Hannibal reagierte sehr schnell auf die römische Kriegserklärung. Er ging sofort zu einem Präventivschlag über und marschierte von Spanien aus in Richtung Alpen. Zwei römische Legionen unter Publius Cornelius Scipio, Vater des Scipio Africanus, versuchten Hannibal an der Rhone abzufangen.

Der Abfang-Versuch schlug jedoch fehl. Die römischen Legionen kamen drei Tage zu spät. Aber die Volcae stellten sich den Karthagern in den Weg. Das war ein lokaler Stamm und Bundesgenosse von Rom. Es kam im September 218 v. Chr. zur Schlacht an der Rhone. Der Stamm wurde geschlagen.

(Im Jahr 2016 gab es eine Studie zu den möglichen Routen von Hannibal Barkas über die Alpen. Drei Wege kommen in Betracht. Bisher wurde eine Route als sehr wahrscheinlich angesehen. Diese entspricht relativ genau einer Beschreibung von Titus Livius. Neue Funde deuten jedoch auf eine andere Route der Karthager hin. Die Armee nahm wahrscheinlich eine sehr schwere, kaum antizipierbare Route.)

Probleme in den Bergen

Der karthagische Feldherr startete seinen Marsch über die Berge. Anfangs hatte er (je nach Quelle) etwa 50.000 Mann zu Fuß, 9.000 Berittene und außerdem noch 37 Elefanten. Allein der Aufstieg ins Gebirge dauerte wahrscheinlich neun Tage.

In den Bergen kam es nämlich zu großen Unterbrechungen. Außerdem hatte die Armee von Hannibal Barkas erhebliche Verluste zu erleiden:

  • Ortskundige wurden als Bergführer angeworben. Diese erwiesen sich jedoch teilweise als Verräter. Die Armee wurde in die Irre oder zu problematischen Abschnitten geführt.
  • Lokale Stämme attackierten die Armee an. Die Karthager mussten in den Bergen kämpfen und erlitten dabei zahlreiche Verluste.
  • Viele Soldaten wurden krank. Andere starben in der Kälte. Es kam zu tödlichen Unfällen in den Bergen.
  • Die afrikanischen Elefanten waren sehr anfällig für das Wetter. Bis auf Hannibals Lieblings-Elefant starben alle.

Aber Hannibal Barkas hatte sich auf brillante Art in eine exzellente strategische Position gebracht. 16 Tage hatte die Überquerung der Alpen gedauert. Seine Armee war auf etwa 20.000 Infanteristen, 6.000 Kavalleristen und einen Elefanten geschrumpft.

Jedoch stand er nun mit seinen Soldaten im Norden von Italien und bedrohte Rom. Hannibal Barkas begann sofort intensive Verhandlungen mit den lokalen Stämmen in Norditalien. Es gelang ihm, nach und nach seine geschrumpfte Armee durch neue Partner zu vergrößern.

Schlachten in Nord- und Mittel-Italien

Kavalleriegefecht am Ticinus

Hannibal Barkas hatte es völlig überraschend über die Alpen geschafft. Am Fluss Ticinus traf er im November dann auf die Legionen der Römer. Diese wurden von Publius Cornelius Scipio befehligt. Bei dem Gefecht kämpfte vor allem die Kavallerie.

Publius Cornelius Scipio beteiligte sich persönlich an den Kämpfen. Er wurde schwer verletzt. Scipio Africanus war ebenfalls dabei. Er rettete seinem Vater in diesem Gefecht das Leben. Dafür erhielt er einen sehr hohen Orden, die corona civica.

Aber die Schlacht lief sehr schlecht für die römische Armee. Es gelang numidischen Kavallerieeinheiten im Dienste der Karthager, die römische Reiterei auf einem Flügel zu umgehen.

Dadurch konnte die karthagische Kavallerie ungeschützte leichte Infanteristen der Römer wie Bogenschützen, Speerwerfer oder Steinschleuderer niedermähen. Es brach Panik aus und die Römer zogen sich zurück.

Hannibal Barkas hatte die erste Schlacht gewonnen. Bei dem Sieg am Ticinus handelte es sich aber nur um einen taktischen Rückzug des Gegners. Die militärische Abnutzung war relativ gering.

Die politischen Folgen waren jedoch gravierend. Das Verhalten der Römer wurde von deren Bundesgenossen als Schwäche ausgelegt. Deshalb liefen noch am selben Tag etwa 2.200 keltische Krieger von den Römern zu Hannibal Barkas über.

Daraufhin rückten die Römer bei Nacht ab. Sie bezogen weiter südlich auf Hügeln jenseits des Flusses Trebia eine Verteidigungsstellung.

Täuschung an der Trebia

Die römischen Kräfte – etwa 43.000 Mann – zogen sich nach der taktischen Niederlage am Ticinus in eine flankierte Defensivstellung zurück. Sie lagerten auf der östlichen Seite des Flusses Trebia. Der linke Flügel wurde durch den Apennin und der rechte Flügel durch den Fluss Po sowie eine Festung gedeckt.

Hannibal Barkas war durch Spionage sehr gut informiert. Er hatte etwa 26.000 Mann. Der Feldherr setzte dabei auf ein erfolgreiches Wechselspiel von Angriff und Verteidigung. Er war zwar der strategische Angreifer. Hannibal Barkas liess sich jedoch auf taktischer Ebene lieber attackieren.

Dann konnte er die Vorteile der Verteidigung zu nutzen. Ein direkter Angriff auf die Defensivstellung der doppelt so starken Römer kam nicht in Frage. Der römische Konsul und Befehlshaber war zum Glück ungeduldig. Er stand unter persönlichem Erfolgsdruck. Seine Amtszeit endete nämlich bald.

Der karthagische Feldherr lockte am frühen Morgen des 18. Dezember einen Teil der feindlichen Reiter über die gefrorene Trebia. Der römische Feldherr geriet in Sorge um seine berittenen Einheiten. Er schickte noch vor dem Frühstück seine komplette Armee über die Trebia. Das war der tödliche Fehler.

Hannibal Barkas liess die Römer den Fluss überqueren. Zuvor hatte er 1.000 Reiter und 1.000 Kämpfer zu Fuß zu seiner Rechten in einem kleinen Wäldchen versteckt. Diese Schar wurde von seinem Bruder Mago befehligt. Die Römer marschierten bei ihrem Frontalangriff auf die Karthager an den versteckten Einheiten vorbei.

Hannibal Barkas hatte seine restlichen Reiter auf den linken Flügel gestellt. Dort vernichteten sie die letzten Reiter der Römer. Sie hatten den linken Flügel genommen. Die karthagischen Reiter schwenkten von links ins Zentrum und stießen weiter vor.

Auf der rechten Seite brachen die versteckten Einheiten hervor. Mago gewann den rechten Flügel. Die durchnässten und hungrigen Römer fanden sich in einer Zange wieder. Sie wurden aufgerieben.

Die Verluste der Römer lagen bei ca. 20.000 Mann. Betroffen waren vor allem die Reiter und damit auch viele Adlige. Die Zahl der toten Karthager ist nicht genau bekannt. Hannibal Barkas verlor jedoch wahrscheinlich auch wichtige und erfahrene Kämpfer.

Dennoch war es durch Täuschung gelungen, einen doppelt so starken Feind in überlegener Stellung zu besiegen. Noch dazu wurde die Römer fast vernichtet.

Hinterhalt am Trasimenischen See

Im Winter 218/217 v. Christus plünderten die Karthager in der Po-Ebene. Außerdem warben sie Bundesgenossen der Römer ab. Im Frühling zogen sie weiter nach Süden über den Apennin. Die Römer rechneten damit.

Aber Hannibal Barkas entschied sich ein weiteres Mal nach der Alpenüberquerung dazu, eine unerwartete Marschroute zu wählen. Jedoch verlor er auf dem Marsch über den Apennin wie schon bei bei der Überquerung der Alpen viele Männer.

Weil er aber diesen Weg nahm, konnte er sich in den Rücken der Römer manövrieren. Diese hatten keine Ahnung, was sie noch erwarten sollte. In der Schlacht am Trasimenischen See im Frühjahr 217 v. Christus schlugen die Karthager dann zwei vereinigte römische Heere vernichtend.

Die Legionen mussten in einem langen Zug direkt am nördlichen Ufer des Sees auf einer Straße entlang marschieren. Auf der anderen Seite der Straße waren Wälder. Nach Livius und Polybios lag an dem Tag dichter Nebel über dem See. Die römischen Offiziere hatten nur geringe Sichtweite und wähnten sich in Sicherheit.

Die römischen Legionen waren durch die Marschformation am Ufer des Sees zum einem langen Heerwurm gezogen. Dann trafen sie plötzlich auf die schwere Infanterie von Hannibal Barkas. Diese schwere Infantrie versperrte den Marschweg.

Da erhob sich der versteckte Teil der karthagischen Armee aus einem Hinterhalt. Sie hatten sich in Wäldern am Wegesrand versteckt. Die Römer wurden von vorne und auf ihrer linken Marschflanke angegriffen. Zur Rechten hatten die Römer den See, der ihnen keine Möglichkeit zum Rückzug gab.

Sie waren im Hinterhalt praktisch eingekesselt. Polybios schrieb, dass die Römer im ersten Moment völlig paralysiert waren. Hannibal Barkas ließ ihnen weder Zeit noch Raum, um sich zu formieren. Ein Rückzug aller Kräfte war nicht mehr möglich.

Einige der römischen Legionäre rannten aus Panik in den See. Sie wollten davon schwimmen. Aber sie ertranken wegen ihrer Rüstung (ca. 15 – 20 kg). Eine der beiden römischen Armeen konnte Hannibal Barkas komplett aufreiben. Die  andere Armee verlor ihre wichtigsten Truppenteile.

Es fiel auch ein Befehlshaber, der Konsul Gaius Flaminius. Die Bilanz aller Toten weißt etwa 1.500 Karthager und etwa 15.000 tote Römer aus. Außerdem konnten weitere etwa 15.000 Mann gefangen genommen werden. Hannibal Barkas hatte trotz Unterlegenheit einen großen Sieg errungen.

Durch diesen Hinterhalt ergab sich ein Faktor von 1:20 für jeden verlorenen Karthager gegenüber jedem verlorenen Römer. Auch waren auf der Seite Roms alle Reiter und wichtiges Führungspersonal gefallen.

Schlachten in Süd-Italien

Cunctator und erstes Unentschieden

quintus-fabius-maximus-verrucosus-cunctator
Strategie des Zauderers gegen Hannibal Barkas (ODbL)

Die Römer sahen sich in der Krise. Sie hatten epische Verluste zu beklagen. Es fehlte an Männern und Offizieren. Hannibal Barkas stand mitten in Italien. Deshalb wurde Quintus Fabius Maximus zum Diktator ernannt.

Im Sommer 217 v. Christus kam es gleich zur nächsten Niederlage. Die Römer unterlagen bei den Falernischen Feldern. Er zielte jedoch primär auf eine Ermattung der Karthager. Der Römer wollte Gefechte und weitere Verluste unbedingt vermeiden.

Nicht umsonst wurde er Zauderer genannt. Im Herbst 217 v. Christus konnte der Zauderer in der Schlacht von Geronium jedoch ein unerwartetes Unentschieden gegen Hannibal Barkas erringen.

Eigentlich hatte der Karthager anderen Römern eine erfolgreiche Falle gestellt. Aber die Truppen des römischen Diktators waren nur zwei Kilometer entfernt. Er wurde zu Hilfe gerufen und erreichte rechtzeitig das Schlachtfeld.

Plötzlich musste Hannibal Barkas fliehen. Er konnte den Rückzug jedoch ordnen. An einem günstigen Punkt verschanzten sich die Karthager. Die römischen Legionen konnten auch keinen Sieg davontragen.

Die Schlacht endete mit einem Unentschieden. Es war für beide Seiten sehr glücklich gelaufen. Ende des Jahres 217 v. Christus waren die Römer sehr unzufrieden. Die Strategie der Ermattung des Zauderers dauerte der Mehrheit zu lange.

Seine Diktatur wurde nicht erneuert. Er diente daraufhin nur noch als Militärtribun. Die römische Strategie wurde wieder offensiv. Die römische Politik wollte eine Entscheidung gegen Hannibal Barkas erzwingen.

Kesselschlacht von Cannae

Für das Jahr 216 v. Christus waren zwei römische Konsuln mit einem deutlichen Auftrag ernannt worden. Hannibal Barkas sollte mit allen Mitteln aus Italien vertrieben werden. Dieser bedrohte die Getreideversorgung der Hauptstadt.

Die römischen Legionen hatten aber Probleme mit der Führung. Die beiden Konsuln mussten sich jeden Tag mit dem Oberbefehl abwechseln. Dies behinderte ein zielstrebiges militärisches Vorgehen gegen den karthagischen Feldherrn.

Anfang August trafen die beiden Streitkräfte bei Cannae in Apulien aufeinander. Die Römer führten 16 Legionen ins Feld. Das waren etwa 86.000 Mann. Hannibal Barkas hatte nur etwa 50.000 Mann. In beiden Armeen überwog die schwere Infanterie. Die Karthager hatten jedoch mehr Reiter und bereiteten sich besser vor.

Die Römer konzentrierten ihre schwere Infanterie im Zentrum des Feldes. Dort wurden die Legionen tief im Zentrum gestaffelt. Sie sollten in der Mitte durch die feindliche Linie brechen. Dann würde die tiefe Staffelung ins Zentrum des Gegners eindringen.

Der Plan war, die Flügel zum Schluss von innen her zu vernichen. Die unterlegene römische Reiterei sollte die Flügel nur halten, um dem Zentrum Deckung zu geben. Hannibal Barkas erahnte diese Taktik der Römer.

Er verhielt sich wieder unberechenbar und stellte seine schwere Infanterie eben nicht ins Zentrum. Hannibal Barkas stellte sie auf die Flügel hinter die Kavallerie. Ins Zentrum der karthagischen Aufstellung wurden leichtere Kräfte gestellt. Diese sollten dem Vormarsch des römischen Zentrums nachgeben.

Die Schlacht von Cannae wurde auf den Flügeln entschieden. Das karthagische Zentrum gab nach. Die karthagischen Flügel gewannen ihre Kämpfe. Die Römer wurden durch den eigenen Vortrieb auf dem Schlachtfeld automatisch überflügelt. Sie wurden eingekesselt. Dann wurden sie vernichtet.

Im Kessel von Cannae starben etwa 70.000 Römer. Weitere 10.000 Römer wurden gefangen genommen. Auf Seiten der Karthager starben ca. 8.000 Männer. Durch die Einkesselung ergab sich ein Faktor von 1:10 für jeden gefallenen Soldaten von Hannibal Barkas.

Tatsächlich erwies sich dieser epochale taktische Sieg als Zenit und strategischer Wendepunkt im Zweiten Punischen Krieg. Hannibal Barkas hatte durch die Überquerung der Alpen und des Apennin sowie der Schlachten am Trasimensischen See und bei Cannae große Teile seiner schweren Infantrie eingebüßt.

Es war ihm in der Folgezeit nicht mehr möglich, diese entscheidenden Truppenteile wieder zu einer Schlagkraft zu verhelfen. Dies schränkte seine weiteren Möglichkeiten entscheidend ein.

Hannibal ante Portas

Von Cannae nach Zama

Die römische Bevölkerung brach zunächst in Panik aus. Man fürchtete, dass Hannibal Barkas nach dem Sieg beim Cannae umgehend die Hauptstadt einnehmen würde: Hannibal ante Portas – Hannibal steht vor den Toren.

Jedoch fehlte es ihm schlichtweg an den notwendigen Truppen. Zwischen Cannae und Zama kam es dann noch zu mindestens 26 Gefechten zwischen Rom und Karthago. Die Initiative ging nach und nach von den Karthagern auf die Römer über:

  • Römische Siege: 15
  • Karthagische Siege: 6
  • Unentschieden: 5

Hannibal Barkas hat Rom aber nie einnehmen können. Im Herbst 203 v. Christus wurden er und seine Armee vom Senat von Karthago aus Italien zurückgerufen. Er musste nach Nord-Afrika ins heutige Tunesien übersetzen.

Es galt, die eigene Hauptstadt gegen den angreifenden Römer zu verteidigen. Auf dem heimatlichen Boden kam es dann unweit von Karthago zur Schlacht von Zama. Dort unterlag Hannibal Barkas dem römischen General und der Zweite Punische Krieg war für Karthago verloren.